11.11.2021 Jetzt richtig sparen! Mit dem neuen Bußgeldkatalog.

Au weia! Parken im Halteverbot jetzt € 55,00

Ohne Ende. Die Preise für Benzin und Diesel steigen seit Wochen in schwindelerregende Höhen. Autofahrer werden zur Kasse gebeten. Handwerker kalkulieren die Anfahrtskosten und die Preise für die Kunden neu. Autofahren wird so richtig krass teuer. Aber da gibt es zum Glück eine gute Nachricht: Seit dem 9.11.2021 gibt es einen neuen Bußgeldkatalog. Natürlich sind auch die Bußgelder deutlich angehoben worden. Wer jetzt sein Auto im Halte- oder Parkverbot abstellt, zahlt 25 Euro, statt früher 15 Euro. Falschparker, die Radfahrende behindern, zahlen 80 Euro und bekommen noch ein Pünktchen in Flensburg. Ganz neu ist: Wer sein Fahrzeug unberechtigt auf einem Parkplatz für E-Autos oder Car-Sharing-Fahrzeuge abstellt und erwischt wird, muss 55 Euro Verwarnungsgeld zahlen. Das allerdings wird in Harheim nicht möglich sein, denn hier gibt es keine ausgewiesenen E- oder Car-Sharing-Parkplätze. Abbiegen ist im Straßenverkehr immer ein Risiko. Auto- und Motorradfahrende, die beim Abbiegen keine Rücksicht auf Fußgänger nehmen und sie gefährden, zahlen jetzt 140 Euro statt früher 70 Euro. Zusätzlich gibt’s noch einen Punkt im Flensburger Fahreignungsregister. Und einen Monat Fahrverbot. Sie denken, Radfahrende kämen ungeschoren davon? Irrtum. Für Radfahrer, die abbiegen, ohne auf Fußgänger Rücksicht zu nehmen, ist die Sache mit 70 Euro und einem Flensburg-Punkt zwar preisgünstiger als für die motorisierten Straßenverkehrskollegen, aber trotzdem kein Schnäppchen. Vorausgesetzt natürlich immer, sie werden auch erwischt.

Au weia. Parken auf dem Gehweg? Jetzt € 55,00

Die Harheimer Standardbußgeldfälle sind natürlich: a) Parken auf dem Gehweg. Das kostet im einfachen Falle jetzt 55 Euro statt 20 Euro früher. Behindern Sie dabei eine*n Fußgänger*in, sind es schon 80€ und Sie kriegen einen Flensburgpunkt. Man merkt, das Bundesverkehrsministerium hat aus den Zubehörpreislisten der deutschen Automobilindustrie gelernt. Und b) sind Sie in der T30 Zone mit 46km/h unterwegs, beläuft sich die Rechnung auf 70 Euro – früher 35 Euro. Also unterm Strich: jede Menge Einsparpotential.

Denn sehen wir´s nüchtern: Dank der neuen, stark angehobenen Buß- und Knöllchengelder können Sie mit nichts anderem so einfach viel Geld sparen als mit dem Einhalten der Verkehrsregeln. Parken Sie sich reich, indem Sie ihr Fahrzeug nicht auf dem Gehweg abstellen. Fahren Sie in der T30-Zone in der Maßbornstraße, Korffstraße oder auch Philipp-Schnell-Straße eben ruhig und gelassen nur 30 statt 48. Schneller und einfacher können Sie die gestiegenen Benzinpreise gar nicht kompensieren.

Au weia! mit 46 km/h in der 30er Zone? € 70,00

Der einzige Fehler im System: Die A-Karte gezogen haben alle braven und gesetzestreuen Verkehrsteilnehmer*innen, die bisher schon entspannt mit 30 km/h durch die Dreißigerzone gerollt sind und ihr Vehikel mit allen vier Rädern korrekt auf der Straße abgestellt haben, ohne eine Einfahrt zuzuparken. So wie sie es in der Fahrschule gelernt haben. Für die ist das finanzielle Einsparpotenzial schlicht Null. Vielleicht hätte der scheidende Bundesverkehrsminister doch noch ein Bußgeld für alle völlig unnötigen Autofahrten einführen sollen.


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