04.10.2022 Fünfte Jahreszeit ist vorbei. Lebbe geht weider.

Giggelschmiss

Die fünfte Jahreszeit in Harheim und der damit verbundene Ausnahmezustand – schon wieder vorbei. Nach dem Giggelschmiss, nach dem letzten Kerbetanz und der Show der Kerbeburschen am Montagabend hatte unter den Augen der aufmerksamen Kerbelies die Kerbesaison ihren alkoholschwangeren Atem sanft ausgehaucht und im Schutze der Nacht die heiteren Besucherinnen und Besucher den Heimweg zumeist auf eigenen zwei Beinen angetreten. Nahe des Wohnsitzes des neuen amtierenden Kerbemädchens lallten gelegentlich noch müde ein paar Kerbesprüche in die sternenklare Nacht. Dort hatte die neue Kerbehoheit die Kerbeburschen zu einem traditionellen Bankett geladen, damit die Hauptakteure wieder zu Kräften kommen. Schließlich waren die in den rund 65 Stunden Kerbdienst nur selten dazu gekommen, neben Flüssignahrung etwas festes zwischen die Beisserchen zu kriegen. Für Überstunden hatte besonders die Wetterproblematik gesorgt. Angekündigte regenreiche Wolkenberge mussten umgeleitet und andernorts zum Abregnen gebracht werden. Auch in diesem Jahr eine Meisterleistung der Harheim´s Fourteen.

Ein unschuldiger Bembel muss bei der Kür des Kerbmädchens sein Leben lassen. Zum Glück leer….

Der Kerbabschlusstag Montag, in diesem Jahr ohnehin staatlich eingeführter Feiertag in Harheim, begann gegen 12 Uhr mit der kulturpolitischen Bildungsshow der Äppel-Quetscher, die stimmgewaltig neben vielen lustigen Zoten ein niveauvolles Medley der einfachsten Mallorca- und Partyhits verständlich vortrugen, denn bei „schöner, jünger, geiler“ konnte sich – vollkommen egal ob jung oder alt, ob männlich, weiblich oder irgendwas dazwischen – einfach jede und jeder wiederfinden. Dass der anschließende Höhepunkt des letzten Kerbtags, der Giggelschmiss, nicht live in HR3 übertragen wurde, hat einzig logistische Gründe: bei der Sendeanstalt hatten sich, wie gut informierte Kreise im darknet belegen, zu viele Mitarbeiter:innen coronakrank gemeldet und stattdessen privat und incognito bei der Harheimer Kerb mitgefeiert. Trotzdem verlief die Kür des Kerbemädchens unfallfrei und unter frenetischem Applaus der knapp 5000 Zuschauer. In dem komplexen Auswahlverfahren hatte Aileen Hock knapp das Näschen vorne und konnte in der Krönungszeremonie selbstverständlich sämtliche Kerbesprüche vorwärts wie rückwärts fast gleichschnell ausrufen. Selbst die Kerbelies auf ihrem Ausguck hatte begeistert Beifall gespendet. Gratulation. Die 589. Harheimer Kerb isch over. Lebbe geht weiter. Was machen wir nur in den 362 grauen Tagen bis zur nächsten Kerb?

Kerbeburschen mit Kerbemädchen Aileen I.




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