28.11.2018: Einbahnstraße soll Verkehrschaos in den Schafgärten entwirren

IN den Schafgärten

Hilft Einbahnstraße weiter?

„Es reicht!“. Die Nachbarn des Bürgerhauses haben genug. Sie wollen endlich auch in Ruhe wohnen und tags und nachts nicht durch den Lärm aus dem Bürgerhaus und dem unentwegt und unentwirrbaren Verkehr dort gestört werden. Besonders in den lauen Sommernächten ziehen Gäste aus dem Bürgerhaus in Scharen palavernd durch die Schafgärten und stören die ruhesuchenden Anwohner im Tiefschlaf. Das unaufhörliche Zuschlagen der Autotüren und der chaotische Verkehr vor dem Bürgerhaus setzen dem noch das Sahnehäubchen obendrauf. Die Anwohner betonen ausdrücklich, dass ihnen das Wohlergehen des Bürgerhauses samt dessen Wirt Ali Umran sehr am Herzen liegt und natürlich sollen auch bei der Kerb oder am Fasching fleißig gebechert, gefeiert und konsumiert werden. Nur die fremdländisch aussehenden Besucher mit Fahrzeugen aus aller Welt mag man nicht so gerne in den Schafgärten suchend herumfahren hören. Der Wirt Ali Umran, der die Gastronomie im Bürgerhaus betreibt, seit es das Bürgerhaus gibt, und das ist recht lange, zuckt mit den Achseln. Auch er kann nicht hinter jedem Gast abends herlaufen, damit der auch ganz bestimmt kein Ton zu laut sagt und er schiebt einen Teil der Schuld auf die Überempfindlichkeit der Nachbarn.

Schafgärten

Vielleicht bringts auch für die Kinder mehr Sicherheit – wenn schon kein Gehweg da ist

Vielleicht steckt in allem ein Körnchen Wahrheit. Vielleicht ist der Konflikt zwischen Bürgerhaus und Bürgern ein unlösbar Schwieriger. Aber die lärmgestressten Nachbarn haben zwei Vorschläge, denen Ali Umran sofort zustimmt. Zum Einen wünschen sich die Nachbarn, dass „In den Schafgärten“ endlich zur Einbahnstraße gemacht wird. Die Straße ist ohnehin viel zu eng als dass sich zwei Autos begegnen könnten und mit dieser Regelung könnte als Kollateralnutzen gleichzeitig das Verkehrschaos bei der morgendlichen Anlieferung der Kinder in der Grundschule gelöst werden. Und dann ist da noch der zweite Vorschlag. „Wo sollen denn auch die Bürgerhausgäste parken, wenn der Bürgerhausparkplatz auf der anderen Seite des Bachs, im Volksmund „Die Bleiche“ genannt und offziell „Zur Untermühle“ durch allerlei Dauerparker und abgestellten Anhängern belegt ist?“

Anhänger

Die Heimwerker-Anhängerschaft nimmt den Gästen des Bürgerhauses die Parkplätze weg.

Wenn Probleme schon so einfach zusammen und mit der Bevölkerung gelöst werden können, dann will der Ortsbeirat da gerne mithelfen. Also fordern alle Fraktionen, dass die Straße vor dem Bürgerhaus zur Einbahnstraße erklärt wird und gleichzeitig in einem zweiten Antrag, dass die Fahrzeuge auf dem Parkplatz „Zur Untermühle“ zukünftig ihre Ankunftszeit auf einer Parkscheibe einstellen und höchstens vier Stunden parken dürfen. Damit das tagelange Dauerparken von Anhängern, LKWs oder Campingbussen nicht mehr zum Problem für parkplatzsuchende Bürgerhausgäste wird.

Die Stadtteilpolitiker sind zuversichtlich, dass der Frankfurter Magistrat und die Frankfurter Verwaltung die Anregung Wirklichkeit werden lässt. Ob´s denn auch hilft und den lärmgebeutelten Nachbarn die lang ersehnte Ruhe beschert, das wird man dann sehen.

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