Luxustempel für 40 Millionen, dafür eben keine Wohnungen

Ein Geschenk für die Frankfurter sei es, so der Planungsdezernent Olaf Cunitz zum neuen Gesellschaftshaus im Palmengarten. 40 Millionen hat sich die Stadt Frankfurt die Renovierung kosten lassen.

Die Freude der Beschenkten wird sich in überschaubaren Grenzen halten. Ganz besonders, da die Beschenkten das teuere Luxusgeschenk selbst bezahlen dürfen. Doppelt und dreifach vielleicht. Die meisten der zwangsbeschenkten Frankfurter werden sich bestimmt glücklich fühlen, wenn sie mal kurz reinschauen dürfen in den wunderschönen Saal oder das Restaurant. Bei den Preisen allerdings fürs Menü wird ihnen dann vielleicht schwindlig werden. Vom Entgelt für eine einfache Vorspeise reichts beim Italiener um die Ecke schon für Pizza für die ganze Familie. Vielleicht erbarmt sich ja noch jemand, und stellt einen Antrag, das Gesellschaftshaus in “High Society Palace, Palmengarden” umzubenennen.

A propos Geschenk, aber das ist eine andere Geschichte …..
…das nächste Geschenk, das auf Einweihung wartet, wird gerade mit einer leicht zu öffnenden Schleife versehen: das Stadthaus wird die nächste Einrichtung werden, in die grosse Teile der Bausumme von 20 Millionen Euro wohl schon versenkt sind. Auch dort ist abzusehen, dass sich das gleiche Spiel wiederholt: Damit sich das rechnet, werden die Mieten so hoch sein wie das EZB-Gebäude am Osthafen. Aber logisch. Den wie üblich gutbonusdotierten Bänkern in der EZB muss ja neben Champagner und Occupy-Spiele noch ein bisschen extravagantes geboten werden, wo sie unter sich sind.

Wo ist der Bezug zu Harheim fragen Sie sich?

Ganz einfach: Schon seit etwa 6 Jahren bemühen sich die Ortspolitiker darum, für die Betriebe im Gewerbegebiet am Urnbergweg andere, besser geeignete Standorte zu finden, diese Fläche in ein Wohngebiet umzuwandeln, und damit etwa 12.000 zusätzliche Quadratmeter Bauland zu schaffen. Schon sehr früh in diesem Prozess wurde den Harheimer Ortsbeiräten klar gemacht, dass sie für diese städteplanerische Umgestaltung auf keinen einzigen Euro von der Stadt Frankfurt hoffen sollten. Das darf nichts kosten.

Wahrscheinlich würde sonst im Gesellschaftshaus ein Kronleuchter weniger hängen.

mit nachdenklichen Grüßen

Helmut Seuffert

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