03.05.2020 Freude schöner Götterfunken …

Ode an die Freude

Saxophon, Klarinette, Pauke, Triangel. Da hat Corona keine Chance mehr ….!

Harheim, Sonntag, pünktlich 18:15 Uhr und direkt nach dem Glockenläuten. Schluss mit der  paradiesische Stille, hier setzt plötzlich die Pauke ein, die Triangel, das Saxophon, die Klarinette. Die vollzählige Familie Schmitt schmettert lustvoll den Nachbarn die Ode an die Freude im die Ohren, das Quarantäne-Balkonkonzert geht auch ohne Quarantäne und ohne Balkon. Ein harmonischer Aufruf und ein klingendes Zeichen der Solidarität unter den Nachbarn, unter den Menschen im und ausserhalb des Stadtteils. Ein paar Straßen weiter ebenfalls Musik aus dem Garten. Hier steht jahreszeitentsprechend „Wie schön blüht uns der Maien“ auf dem Programm, und zu dem Miniorchester der Familie Fries, die schon alleine wegen des Phon-Drucks aus den Blasinstrumenten akustischen Sicherheitsabstand einhalten, gesellen sich noch auf der anderen Seite des Coronaschutzmaschendrahtzauns Querflöte und Posaune zweier Nachbarinnen.

Ode an die Freude

Wie schön blüht uns der Maien. Musik gegen Corona. Zugabe bitte !!!!

Auch hier spielt die Musik überwiegend durch weibliche Hand. Dabei sind Frauen weniger von Corona betroffen als Männer. Aber vielleicht ist Musikmachen auch effektive Anticoronaprophylaxe. Wer es verpasst hat: Live-Balkon-Konzert wieder am nächsten Sonntag, 18.15 Uhr, nach dem Glockenläuten. Egal, ob Corona noch da ist oder nicht.

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27.04.2020: Noch ein Storchenpaar mit ständigem Wohnsitz in Harheim?

Storch II

Noch ist die Wohnung kahl und leer, aber Ikea ist ja nicht weit….

Seit 2015 brüten im Niddabogen bei Harheim Störche. Damals wurden von der Mainova zwei Telegrafenmasten mit Storchennestern aufgestellt. Eine davon im Niddabogen, eine zweite am Naturschutzgebiet Harheimer Ried. Während die Störche die Villa im Niddabogen innerhalb von Tagen besetzten und seitdem alljährlich zur Begeisterung der Harheimer und Nicht-Harheimer dort kleine Storchenkinder in die Welt setzten, blieb die andere angebotene Bleibe regelmäßig leer. Außer ein paar Nilgänsen, die gelegentlich dort mal ein Päuschen gemacht hatten: nichts. Jetzt könnte sich das aktuell ändern. In den letzten Tagen waren wiederholt Störche auf dem Nest und um das Nest gesehen worden. Angeblich soll es bereits zwischen zwei männlichen Störchen zum Hahnenkampf um ein Weibchen gekommen sein. Regelmäßig sitzen aktuell zwei Störche in der noch kahlen Wohnung mit Ausblick und für die menschlichen Beobachter sieht es ein wenig danach aus, als wüssten sie noch nicht so recht, wie es denn nun weitergeht, damit der Storch die Kinder bringt. Während also das Pärchen am Niddabogen anscheinend schon am Brüten ist, müssen sich die zwei neuen Harheimer Vögel wohl ein wenig beeilen. Wir warten ab und beobachten.
Storch II

Wohnung mit Ausblick aufs Naturschutzgebiet Harheimer Ried. Aber Vorsicht, die Kröten stehen unter Naturschutz.

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25.02.2020 Wegen Corona: Ortsbeiratssitzung als Videokonferenz?

Videokonferenz4

Videokonferenz: Hilfe oder Problem für Bürgerfragestunden?

Kann in Corona-Zeiten ein Ortsbeirat noch tagen? Theoretisch schon. Allerdings nur unter bestimmten Bedingungen, da Ortsbeiratssitzungen öffentlich sein müssen. Der Hessische Städtetag hat am 21.4.2020 einfach verständliche aber vielfältig verstehbare Empfehlungen herausgegeben. Zunächst wird empfohlen dass Ortsbeiräte nur dann tagen sollten, wenn in wichtigen Angelegenheiten ihre Mitwirkung erforderlich ist. Eigentlich sollten sie besser gar nicht tagen. Wichtige parlamentarische Entscheidungen sollten ohnehin aktuell auf die Nach-Corona-Zeit vertagt werden. Sofern ein Ortsbeirat aber unbedingt tagen will, kann die Öffentlichkeit zwar nicht ausgeschlossen aber beschränkt werden auf eine begrenzte Zahl von interessierten Bürgern, oder im Extremfall nur die Vertreter der interessierten Medien in den Sitzungssaal lassen. Interessante Idee. Im Extremfall wäre also ein Journalist  einer lokalen Tageszeitung die Vertretung der interessierte Öffentlichkeit und stellt wahrscheinlich auch die Fragen der Bürgerfragestunde.

Müll

Bürgerproblem: Müllablagerung am Eschbach

Aber wozu der Umstand? Könnten die Ortsbeiräte nicht einfach in einer Videokonferenz debattieren und Entscheidungen fällen? Wäre schön, ist aber formal völlig ausgeschlossen. Praktisch gesehen stellt sich in Harheim die Frage, ob die Stadtteil-Anliegen und Angelegenheiten tatsächlich so bedeutsam sind, dass sie sofort durchdiskutiert und beschlossen werden müssen, obwohl sowohl Magistrat als auch Verwaltung augenblicklich neben Corona für gar keine anderen Probleme Zeit haben. In Harheim bestünde zudem die Nickligkeit, dass der traditionelle Sitzungsort, das Bürgerhaus Harheim, aufgrund einer anderen Verfügung geschlossen ist. Da dürfen Veranstaltungen grundsätzlich nicht stattfinden. Keine Hochzeit, kein Osterlammessen, kein Maskenball, keine Ortsbeiratssitzung. Selbst wenn der Wirt hoch und heilig schwört, 1,50m Abstand einzuhalten und eine Maske zu tragen.

Müll

Bürgerproblem: Müllcontainer auf dem Alten Kirchplatz.

Die nächste Ortsbeiratssitzung ist planmäßig am 18. Mai. Sofern die hessischen Verordnungen nicht geändert werden und das Verbot von Veranstaltungen weiter besteht, wird diese Sitzung nicht stattfinden können.

Schade eigentlich. Waren doch die Ortsbeiratssitzungen und Bürgerfragestunden in Harheim gerne genutzte Gelegenheiten, den lokalen Ortspolitikern Fragen zu stellen, Anliegen und Wünsche vorzutragen und auf Probleme hinzuweisen. Versuchsweise hatten die GRÜNEN am 20. April spontan eine BürgerVideoKonferenz durchgeführt. Wegen der kurzfristigen Ankündigung hatte sich die Bürgerbeteiligung zwar in überschaubaren Grenzen gehalten, aber dennoch waren auch Fragen, hilfreiche Anregungen und Hinweise auf kleinere Problemfälle angesprochen worden, die eben nicht unbedingt bis zur Nach-Corona-Zeit warten können. Warten wir noch ein paar Tage ab, ob die Sitzung am 18. Mai stattfinden kann oder nicht. Wenn nicht probieren wir mindestens für den Kontakt mit den Bürgern neue Möglichkeiten und Wege aus. Am besten mit Ortsvorsteher und allen Fraktionen. Wir werden berichten….

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22.04.2020 Bahnausbau der S6 verzögert sich. Schuld daran ist ….. Harheim !

Niddabrücke

Harheimer sind schuld, dass Fahrräder mit Anhänger wieder die Nidda überqueren können!

Glücklicherweise ein paar Tage nach dem 1. April hatte die Deutsche Bahn (DB-Netz) den von den Ausbauarbeiten der S6 betroffenen Menschen im Frankfurter Norden über die Tageszeitungen schonend beigebracht, dass die Bauarbeiten geringfügig länger dauern, aber auch, dass insbesondere die Harheimer selbst daran schuld seien. Zur geringen Überraschung der Leser wird der S6-Ausbau wird nun nicht schon 2022 fertig, sondern erst Ende 2023. Die Arbeiten kämen nicht so voran, wie es laut Planung sein sollte, erklärt Projektleiter Julian Fassing. Insbesondere „Schlüsselprojekte“ wie der Bau der Harheimer Niddabrücke hätten wegen der langen Debatten mit den Anwohnern viel mehr Zeit gekostet, als aus Sicht der Bahn notwendig. Dass es in dieser Sache aber auch eine andere Sicht gibt, hatte Julian Fassing aus guten Gründen verschwiegen. Gerade der Projektleiter müsste sich doch erinnern können, dass die Mitarbeiter der DB Netz schon im Frühjahr 2016 durch die Stadtteile getourt sind und überall – also auch den Ortsbeiräten in Harheim – vorgestellt haben, dass die Bahn extra für den Ausbau an der B3 eine Baustellenabfahrt einrichten werden, so dass die LKWs direkt von der B3 zur Baustelle fahren können und wieder zurück. Deswegen würde nur in Einzelfällen der Bauverkehr mit schweren LKWs durch Wohnviertel durchgeführt werden. Erinnern müsste sich Julian Fassing auch, dass in allen Gesprächen mit den Ortsbeiräten in den Jahren 2017, 2018 und sogar 2019 immer wieder bekräftigt worden ist, dass die DB mit Hochdruck an der B3-Baustellenabfahrt arbeite, obwohl sich alle Ortsbeiräte mehrfach sowohl die Augen rieben als auch die Brille putzten, weil sie dort bei der Brücke der B3 über die Nidda so gut wie auch gar keinen praktischen Fortschritt sehen konnten.

Wiesengarten

Die 30 Jahre alte provisorische Holzbrücke muss durch eine neue provisorische Brücke ersetzt werden. Barrierefrei? Nö sagt die DB

Mittlerweile wissen die Berkersheimer und die Harheimer ziemlich genau, wieviel sie von den blümeranten Versprechungen der Mitarbeiter der DB halten können. Und welchen Stellenwert Radfahrer, Fußgänger und selbst Benutzer der S6 bei Julian Fassing und seinen Kollegen haben. Die Harheimer mussten sich mit viel Druck dagegen wehren, dass der Weg zum Berkersheimer Bahnhof – für viele morgens der Weg zur Arbeit oder Schule – von der DB nicht einfach nach Belieben mal ein paar Monate gesperrt wird. Die „paar Freizeitradler“, die auf dem Niddaradweg zwischen Bad Vilbel und Eschersheim unterwegs sind, noch gar nicht mitgezählt. Wahrscheinlich laufen die bei der DB Abrechnung unter Kollateralschaden. Die DB weiß ganz genau, dass am Berkersheimer Bahnhof die Fahrgäste über lange Jahre nur über eine neue Behelfsbrücke auf den Bahnsteig kommen. Die neue Behelfsbrücke barrierefrei zu machen? Nein das ist der DB viel zu teuer, das liegt in den etwa 350 Millionen Baukosten nicht mehr drin. Wenn die Stadt Frankfurt das barrierefrei haben will, soll sie es selbst bezahlen. Oder klar gesagt: Behinderte und Menschen mit Fahrrad? Interessieren die DB nicht. Dafür kümmert sich die DB zum Ausgleich rührend um die Autofahrer. Sobald der Weg zum Nachbarstadtteil mal ein paar Tage baustellenbedingt gesperrt werden muss, beschreiben sie auf großen Schildern die Umleitung über den Frankfurter Berg nach Berkersheim. Nur so nebenbei: in der  Berkersheimer Bahnstraße ist für den KfZ-Verkehr Durchfahrt verboten und jeder mit Auto weiß, wie er trotzdem nach Berkersheim kommt. Vielleicht ist auch das dem Projektleiter noch gar nicht aufgefallen. Vielleicht hat er eher zu wenig als zu viel Zeit mit den Anwohnern und „der Politik“ in Harheim diskutiert. Und vielleicht hätte er noch mehr Zeit dafür investieren sollen, Versprechungen nicht nur zu machen, sondern sie auch einzuhalten. In Projektleiter sollte das im Blick haben.

Und nur so am Rande. Klar, auch die anderen Probleme, die den Ausbau zeitlich zurückwerfen sind natürlich lästig. Viele davon waren allerdings auch schon vorher absehbar. Blöd, wenn man zum ersten Mal an der Baustelle aussteigt, und sich wundert, wie eng doch der Baustellenbereich zwischen den Häusern ist. Hätte man mal vorher in den Plan geschaut, hätte man es gewusst.

Also: Der Bahnausbau der S6 verzögert sich. Schuld daran ist eine nachlässige Planung.

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19.04.2020 Wegen Corona: Ortsbeiratssitzung fällt aus. Grüne bieten Videokonferenz.

Wappen_Harheim

Wappen Harheim

Bei vielen vielleicht dick im Kalender eingetragen: die Ortsbeiratssitzung am Montag, dem 20.04.2020 um 20 Uhr. Wer sich eine spannende Abendveranstaltung erhofft hatte, muss sich gedulden, denn wegen Corona fällt die April-Sitzung aus. Das Bürgerhaus ist ohnehin geschlossen. Auf Videokonferenz auszuweichen wäre eine Möglichkeit – nur sind bislang die technischen und juristischen Voraussetzungen nicht geklärt. Ortsbeiratssitzungen müssen genauso wie die Sitzungen der Stadtverordnetenversammlung öffentlich sein. Und Abstimmungen über Anträge wären per Videokonferenz formal nicht zulässig. Die nächste planmäßige Ortsbeiratssitzung ist für den 18. Mai angesetzt. Ob diese live stattfinden wird, ist – wie so vieles – noch unklar.

Videokonferenz4

Videokonferenz

Da aber augenblicklich bei den Grünen in Harheim zunehmend mehr Fragen, Kritik und Anregungen meistens per Mail eingehen, bieten wir erstmals am Montag, 20.04. in der Zeit von 20 bis 21 Uhr einen Videokonferenzraum bei jitsi mit Helmut Seuffert, dem Fraktionssprecher der Grünen im Ortsbeirat, an. Wenn Sie an der Video-Gesprächsrunde teilnehmen wollen, dann senden Sie bitte bis zu Beginn der Konferenz am Montag abend eine Mail an info@gruene-harheim.de und sie erhalten einen Zugangscode und eine kurze Beschreibung, wie Sie der Video-Konferenz beitreten können. Diese Videokonferenz soll ähnlich wie in der Bürgerfragestunde Ihnen ermöglichen Fragen und Anregungen zu Harheimer Anliegen anzusprechen. Bitte beachten Sie, dass auch Videokonferenzen respektvoll ablaufen sollten und kein geeignetes Forum für Diskussionen und Streitgespräche sind. Ausdrücklich weisen wir darauf hin, dass diese Konferenz nicht die Bürgerfragestunde des Ortsbeirates ist und auch nicht ersetzen kann.

Haben Sie bitte Geduld und Verständnis, wenn beim ersten Mal nicht alles reibungslos verläuft. Sind Sie beim Experiment dabei?

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