19.03.2020 Harheim in Zeiten des Corona-Virus

Corona

Monstervirus?

Harheim sieht fast so aus wie immer. Der Frühling hat Blüten an die Bäume geheftet, die Sonne spendet angenehme Wärme und doch ist etwas anders. Keine Kinder toben auf dem Schulhof in der Pause und im Kinderzentrum ist Dietmar Gutjahr, der Leiter der Kindertagesstätte fast alleine in dem großen Gebäude mit Platz für knapp 180 Kinder. Das Frühjahrskonzert des Musikvereins ist abgesagt. Das Regal mit dem Toilettenpapier bei Netto ist seit Tagen ratzfatz leergehamstert. Die Angst geht um zusammen mit der Panik. Der Gegner heißt Corona, und hört man Nachrichten, liest  Zeitungen oder schaut Fernsehen, dann ist es ein übermächtiger, ein unberechenbarer Gegner.

Corona

Sportplatz – gesperrt!

Aber Panik ist immer ein schlechter Ratgeber und je bedrohlicher eine Situation ist, desto mehr Ruhe und Gelassenheit ist erforderlich, sie richtig einzuschätzen. Bei der Einschätzung hinsichtlich Corona tun wir uns schwer, weil wir aus der Fülle der beängstigenden Nachrichten gar nicht mehr abwägen können, welche gesicherte Informationen sind, und was nur Vermutungen. Beispiel Toilettenpapier: Kaufen wir eigentlich alle rollenweise Klopapier, weil wir vor dem Coronavirus Angst haben, oder kaufen wir deshalb, weil wir bei Netto sehen, dass das Regal leergekauft ist?

Corona-netto

Toilettenpapier augenblicklich nicht verfügbar.

Nach aktuellem Stand sind in Deutschland etwa 14.000 Menschen mit dem Virus infiziert. Längst nicht jeder Infizierter wird krank, nur wenige davon müssen intensiv im Krankenhaus betreut werden. Gefährdet sind vor allem ältere Menschen mit schwachem Immunsystem. In Deutschland sind bis jetzt etwa 44 Menschen gestorben. Und diese Zahlen beunruhigen mich viel mehr, als sie mich ängstigen. Im Augenblick trägt in Deutschland ein Mensch unter 5.700 das Virus. Das heißt, nach der Statistik müsste es in Harheim einen Menschen geben, der für einen Zeitraum von 10 bis 14 Tagen andere Menschen anstecken kann. In Harheim haben wir einen zusätzlichen Standortvorteil: die geringere Bevölkerungsdichte. Hier fällt es leichter, bei einem Spaziergang in der Sonne Vitamin D zu tanken und gleichzeitig den Sicherheitsabstand zu anderen einzuhalten.

Corona

Hilfsangebote am Schwarzen Brett beim Netto.

Wenn ich also meine sozialen Kontakte einschränke, meine Hände regelmäßig wasche und versuche, einen Abstand von etwa zwei Metern zu anderen Menschen zu halten, ist meine Wahrscheinlichkeit, krank zu werden, gerade in Harheim eher beruhigend gering.

Soweit zu den guten Nachrichten. Kommen wir zu den schlechten. Infizierte Menschen sind etwa zwei Wochen ansteckend und können andere infizieren, selbst wenn sie keine Symptome aufweisen. Um die Kette der Infektionen zu unterbrechen, hat unsere Regierung unser Leben erheblich eingeschränkt und Schulen, Universitäten, Theater, Museen, Sportstätten, usw. geschlossen.

Corona

Hilfsangebote am Schwarzen Brett am Netto.

Ob diese Verbote helfen, können wir frühestens in zwei bis drei Wochen wissen. Bis dahin wird die Zahl der Infizierten jeden Tag ansteigen und die Zahl der Toten ebenfalls. Das darf Sie nicht irritieren, diese Entwicklung folgt mathematischen Regeln. Wenn wir aber Glück haben, dann wird der Anstieg verlangsamt, vielleicht sogar zurückgehen.

Von diesen Maßnahmen der Bundesregierung kann man halten was man will. Man kann sie gut finden oder kritisieren, darüber schimpfen, sie als falsch einschätzen, als überzogen oder als richtig. Aber solange wir alle keinen besseren Vorschlag haben, sollten wir uns daran halten. Wenn Deutschland mit dem Virus fertigwerden will, kann jetzt nicht jeder einfach machen, was er will, sondern vernünftiges und vor allem solidarisches Handeln ist augenblicklich angesagt.

1. Bleiben Sie gelassen und schicken Sie die Panik in Quarantäne
2. Waschen Sie lieber einmal mehr die Hände, als einmal weniger.
3. Nein, ihr Nachbar, Freund, Lebenspartner ist kein Zombie und auch nicht gefährlich. Reden Sie und lachen Sie weiter mit ihm, aber halten Sie etwa 2 Meter Abstand.
4. Bleiben Sie, wenn es geht, einfach zu Hause. Alleine im Straßenverkehr sterben jährlich in Deutschland etwa 3.300 Menschen. Im Augenblick ist das noch gefährlicher, als Corona. Wenn Sie sich den Luxus des Zuhause Bleibens gönnen, leben Sie sicherer als bisher.

Wenn Sie Hilfe brauchen, bei Besorgungen von Lebensmitteln, Medikamenten oder ähnlichem, dann fragen Sie Ihre Nachbarn. Darüber hinaus gibt es beim Netto oder an der Ecke Korffstraße/Am Entenpfad je ein Schwarzes Brett, auf dem etliche Menschen ihre Hilfe bei der Betreuung von Kindern oder fürs Einkaufen anbieten.
Die Gruppenleiter der Katholischen Pfarrgemeinde St. Jakobus bieten ebenfalls ihre Unterstützung an. Näheres erfahren Sie hier:

Hilfe bei Corona

Diese Gruppenleiter sind unter der Telefonnummer 0176/32647979 oder per Mail unter gruppenleiter@st-jakobus-harheim.de zu erreichen.

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15.03.2020 Findet trotz Corona auch weiterhin statt: Storchenpaar am Niddabogen

Störche 2020

… die sind ja überall. Und so viele ….

Fast sieht es so aus als schämten sie sich vor den vielen Spaziergängern ein wenig zu vögeln und Nachkommen zu produzieren, vielleicht sind sie nur noch ein wenig unsicher und schüchtern. Zwei Störche stehen auf dem Nest am Niddabogen und schauen auf die Zuschauerschar der Spaziergänger, die schon fast auf das coronazulässige hinauswächst. Der Storchenhorst hat sich zur Touristenattraktion gemausert. Besonders am ersten halbwegs warmen und sonnigen Tag. Und während unten die Fotografen mit oder ohne Stativ auf ein kleines Kunststückchen warten, Kinder mit oder ohne Fahrrad die lebenden Störche betrachten und die Erwachsenen einfach nur staunen und zu einem kleinen Schwätzchen aufgelegt sind, kommen sich die zwei Störche zärtlich mit den Köpfchen näher und sie scheinen sich etwas zuzuflüstern: „Wir werden noch ein Weilchen warten müssen, bis die alle weg sind…“.

Störche 2020

Wir werden noch ein Weilchen warten müssen, bis die alle weg sind…

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13.03.2020 Einigkeit im Ortsbeirat: Behelfsbrücke am Berkersheimer Bahnhof darf keine Barriere werden.

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Barrierefreie Verkehrsverbindung wenn der Bahnübergang geschlossen wird?

Bald wird es eng! Sobald am Berkersheimer Bahnhof der Bahnübergang endgültig geschlossen wird, wird die Überquerung der Gleise aber auch der Weg zum Bahnsteig schwierig und kompliziert werden, besonders auch für den Radverkehr, für Menschen mit Gehhilfen, Seniorenmobilen oder Kinderanhänger am Fahrrad. Als Ersatz für den Bahnübergang soll zwar eine Omegabrücke für Bus- und Radverkehr gebaut werden und eine zusätzliche Überquerungsbrücke für die Fußgänger um die Bahnsteige zu erreichen. Problem jedoch: für beide Brücken braucht es ein Planänderungsverfahren und das wird absehbar mindestens sechs bis acht Jahre dauern. Vielleicht auch länger. Für diese lange „Überbrückungszeit“ wird die DB eine Behelfsbrücke aufstellen, allerdings, für die Barrierefreiheit muss die Stadt Frankfurt selbst sorgen. Die will da einfache Aufzüge einbauen.

Das reicht dem Ortsbeirat jedoch nicht. Deshalb haben die Ortsbeiräte aller Fraktionen den Magistrat per gemeinsamem Antrag aufgefordert hat, diese Behelfsbrücke so zu bauen, dass auch Radfahrer mit oder ohne Kinderanhänger, Lastenräder und Seniorenmobile barrierefrei, zügig und unabhängig von Aufzügen die Gleise überqueren können.

Ein gemeinsamer Antrag in einer wichtigen Sache! Wunderbar. Der Ortsbeirat Harheim kann´s also doch noch.

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11.03.2020 Kindertagesstätte gegen Wohnprojekt 4:4 unentschieden

Wohnanlage im Niederfeld

KT auf Stelzen und über der Stellfläche für die Fahrzeuge?

Der Plan, im Innenhof der Wohnanlage im Niederfeld eine Kindertagesstätte zu bauen, hat im Ortsbeirat Harheim keine Mehrheit gefunden. Nach einer langen, turbulenten und doch weitgehend sachlichen und fairen Debatte haben vier Ortsbeiräte für den Bau einer KT ausgesprochen, vier dagegen gestimmt und einer sich der Stimme enthalten. Der Antrag war damit abgelehnt.

Viele Bewohner*innen der Anlage haben in der Bürgerfragestunde aus Projektbeschreibungen und Mietverträgen zitiert und erinnerten an die Zustimmung des Ortsbeirats zu diesem Projekt. Jetzt, gerade drei Jahre nach Baubeginn würde eine zusätzlich in den Innenhof gebaute KiTa das Wohnprojekt der rund 120 Menschen jedoch gründlich verändern und wesentliche Teile herausreißen.  „Wieso soll uns das weggenommen werden?“. Sie waren der Ansicht, der Innenhof und die Grünfläche sei Teil dessen, was sie gemietet hatten und könne doch nicht ein zweites Mal vermarktet werden.

CDU-Fraktionssprecher Stefan Quirin verwies auf die vielen fehlenden Betreuungsplätze. 150 Familien hätten sich im familienfreundlichen Harheim ein teures Haus gekauft, und nun finden sie keinen Betreuungsplatz für ihre Kinder, und haben Schwierigkeiten, Beruf und Familie logistisch in Einklang zu bringen. Er sah keine Hinderungsgründe, weshalb eine Kindertagesstätte für 60 Kinder im Innenhof der Wohnanlage nicht einschließlich Außengelände Platz haben sollte. Er sah keine Hindernisse, weshalb sie nicht genehmigt und gebaut werden könnte und eine Betriebserlaubnis bekommen. Die Senioren vom Hestia Wohnprojekt könnten sich dann auch in der KT einbringen.

Die Zuversicht, dass eine Baugenehmigung und eine Betriebserlaubnis für die Kindertagesstätte einfach erteilt werden würde, teilten die Ortsbeiräte der Grünen und SPD allerdings nicht und sie kritisierten, dass falsche Hoffnungen angesichts der ambitionierten Bauzeit von 6 Monaten erweckt werden. Auch das DRK teilte in einem Schreiben an die Ortsbeiräte erhebliche Bedenken aus der Sicht des Trägers mit.

Vielleicht wäre es klüger gewesen, zu B-Plan und Genehmigungsvoraussetzungen , zu benötigter Fläche und Außengelände und zu den Voraussetzungen für eine Betriebsgenehmigung den Magistrat in einer Anfrage um Prüfung zu bitten. Aber die antragstellende Fraktion wollte schneller zum Ziel kommen, und entschied sich für die glasklare Forderung. Auch auf die Gefahr hin, die dort schon wohnenden und an dem Wohnprojekt beteiligten Menschen zu verprellen, anstelle den Konsens mit den Betroffenen zu suchen.

„Das könnt ihr diesen Menschen nicht antun..“, brachte die Diskussion auf den Abschlusspunkt. Das Projekt „Gemeinschaftliches Wohnen“ einzuschränken oder zu opfern, um – vielleicht – Betreuungsplätze bauen zu können, der Vorteil vieler Eltern auf Kosten von Senioren eines Wohnprojektes? Eine schwierige Entscheidung. Die Fraktionen haben sie unterschiedlich gefällt.

Die Suche nach den fehlenden Betreuungsplätzen geht weiter.

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07.03.2020 Neue Kindertagesstätte für Harheim im Niederfeld? Betreuungsproblem bald gelöst?

Wohnanlage im Niederfeld

Wohnanlage im Niederfeld. Hier soll eine neue KT gebaut werden – will die CDU Harheim.

Das macht Hoffnung! Die Harheimer CDU fordert den kurzfristigen Neubau einer Kindertagesstätte mit mindestens 60 Betreuungsplätzen auf der Liegenschaft „Im Niederfeld 2-14“.  Im Niederfeld 2-14? Ortskundige wissen sofort und ohne zu googeln: Es handelt sich um das Areal der „Siedlungsgemeinschaft Niederfeld“, in dem Flüchtlingsfamilien und das Projekt „Hestia – Gemeinschaftlich Wohnen in Harheim e.V.“ Wohnung gefunden haben.
Das ganze Projekt läuft unter der Regie des Deutschen Roten Kreuzes(DRK). Die CDU Harheim geht davon aus, dass die Kita von Investor Markus Gildner innerhalb von sechs Monaten ab Vorliegen aller notwendigen Genehmigungen bezugsfertig gebaut sein könnte. Genaue Details können auch der Internetseite der Harheimer CDU entnommen werden. Tatsächlich fehlen in Harheim aktuell über 80 Betreuungsplätze (Hort, Kita, ESB, U3), und viele Eltern sehen mit dieser starken Vorlage Licht am Ende des Tunnels.

„Wir bauen Brücken, keine Mauern“. Investor Markus Gildner, der schon die Wohnanlage im Niederfeld projektiert und gebaut hat, ist ein energisch und praktisch denkender Mensch, ein Macher Typ Optimist, der sich durch Probleme und Behördendschungel nicht so einfach aufhalten lässt. „Probleme gibt’s überall, man muss sie halt lösen“ gehört zu seinem Credo, und tatsächlich hat er die Wohnanlage mustergültig pünktlich, unfall- und beschwerdefrei hochgezogen. Niemand bezweifelt, dass er auch eine Kindertagesstätte in Holzhybridbauweise innerhalb von sechs Monaten dort in den Innenhof einbauen würde. Raumprogramm für die Kinderbetreuungseinrichtungen in Harheim? „Klar, kennen wir“.  Eine Baugenehmigung? Eine Befreiung von den Auflagen für besonderen Wohnbedarf? „Kein Problem, kriegen wir“. Eine Betriebserlaubnis für die Kita? „Warum nicht?“. Wer wird der Träger der KiTa sein? „Den müssen wir halt finden“.

Wohnanlage im Niederfeld

Gemeinschaftsfläche im inneren der Wohnanlage – weg damit, damit eine KT gebaut werden kann?

„Prinzipiell wäre eine Kita da schon gut, aber der Innenhof der Wohnanlage ist doch wohl zu klein“ meint nachdenklich Susanne E., die in Harheim in paar Hundert Meter entfernt von der geplanten Kita wohnt. Ihre Tochter könnte dann auch endlich einen Hortplatz in erreichbarer Nähe finden und Eltern müssten nicht mehr mit ausgefeilter Logistik darüber brüten, wie sie Kinder, Beruf und Leben in Harheim vereinbaren können. Allerdings bleiben Zweifel: ist die  geweckte Hoffnung auf eine Kita realistisch und berechtigt?

Wohnanlage im Niederfeld

Siedlungsgemeinschaft Im Niederfeld 2-14

„Absurd“ ist das Kommentar des Geschäftsführers des DRK, Dierk Dallwitz. Er hat von der Idee vor wenigen Tagen auf dem Weg zur Arbeit in der U-Bahn aus der Zeitung erfahren und bremst nach dem ersten Schock die Erwartungen. „Das müsste man erst mal sachlich klären ob das genehmigt werden kann, bevor man falsche Hoffnungen macht“. Für Dallwitz ist der Innenhof Teil des gesamten Konzeptes des DRK, das die Anlage gemietet hat. Er geht er im Gegensatz zu Investor Gildner davon aus, dass in dem Innenhof gar kein ausreichender Platz für ein zusätzliches Gebäude ist. Ein wenig Verärgerung schwingt mit im Gespräch. „Das DRK ist von der Absicht nicht informiert worden“.

„In der Zeitung gelesen…“ – trifft auch auf die 24 erschrockenen Menschen der Siedlungsgemeinschaft Hestia zu. Die räumliche Nähe zu den geflüchteten Familien und den Kindern? „Deswegen sind wir doch hierher gezogen..“. Im Hof, dem Mittelpunkt der Siedlungsgemeinschaft, sind Spielflächen für die Kinder und grüne Begegnungsorte für die Erwachsenen geplant. Miteinander, Gemeinschaft, gemeinsam wohnen und leben. Das sind die Interessen der überwiegend älteren aber noch sehr engagierten Damen und Herren. Gildners Projekt „Wohnen im Obstgarten“ finden sie immer noch gut. Aber das müsste erst einmal fertiggestellt werden. Noch immer steht den Hestia-Bewohnern kein Gemeinschaftsraum zur Verfügung, sagen sie. Und: noch immer müsse der Projektentwickler erst mal seine vielen Versprechungen erfüllen.

PowerPoint-Präsentation

Wohnen im Obstgarten. So sah das Projekt noch 2017 aus.

Bei schönem Wetter quirlen Kinder aller Hautfarben und Sprachen durch und um den Innenhof und toben sich aus. Die Harheimer haben bei der Unterbringung von Geflüchteten erfolgreich darauf gedrängt, dass hauptsächlich Familien in der Wohnanlage im Niederfeld wohnen. Noch haben die Kinder keine Ahnung von dem Bericht in der Zeitung. Im Herbst hatten sie noch voll Tatendrang und Neugier mitgemacht, als die Grünfläche des Innenhofs mit 1600 Blumenzwiebeln bepflanzt worden ist, um den Frühling bunt zu empfangen. Noch ahnen sie nicht, dass die gewünschte „lebenswerte und familienfreundliche Umgebung“ für sie bedeuten könnte, dass ihre Spielfläche von einer eingezäunten Kita als Außenfläche beansprucht wird. Kinder draußen werden zusehen, wie Kinder hinter dem Zaun spielen.

Wohnanlage im Niederfeld

KT auf Stelzen und über der Stellfläche für die Fahrzeuge?

Jetzt spürt man deutlicher: Die Hoffnung vieler Eltern ohne Betreuungsplatz ist irgendwie verknüpft mit den Befürchtungen der Bewohner der Wohnanlage. Die Hoffnung der Eltern, die neue Kita im Niederfeld könnte in Rekordzeit genehmigt und eine Betriebserlaubnis für einen noch zu findenden Träger ausgestellt werden, steht gegen das Unbehagen der Bewohner, die genau dort schon wohnen, dass das Projekt „Wohnen im Obstgarten“ in genau jenem beerdigt werden könnte. Jetzt ahnt man irgendwie gesellschaftliche Sprengkraft in der Frage: Wollt ihr eine Kita, oder seid ihr dagegen? Die klare Antwort könnte auch lauten: Ja. Aber nicht da. In der Sache gibt´s noch erheblichen Gesprächsbedarf. (hs)

Am Montag 09. März wird weiter diskutiert und vielleicht auch informiert – in der Bürgerfragestunde und Ortsbeiratssitzung ab 20 Uhr im Bürgerhaus.

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