07.11.2019: Harheim weiter mit direktem S-Bahn Anschluss. Bus 25 fährt während Brückenbauarbeiten zum Frankfurter Berg

niddabruecke

25er Bus

Schluss mit rätseln wie das mit der Niddabrücke weitergeht. Die Traffiq hat offiziell folgende Mitteilung veröffentlicht:

Ab Montag, 11. November 2019, wird die Buslinie 25 von Nieder-Erlenbach und Harheim zur S-Bahn-Station Frankfurter Berg umgeleitet. Die S-Bahn-Station Berkersheim kann sie nicht mehr erreichen, da nach Angaben der Deutschen Bahn für voraussichtlich drei Monate an der Niddabrücke Harheim gebaut wird. Die Deutsche Bahn ertüchtigt das Bauwerk temporär im Zusammenhang mit dem viergleisigen Ausbau der S-Bahn-Linie S6.

Die Buslinie 25 nutzt auf dem Weg zur S-Bahn-Station Frankfurter Berg die Linienwege der Linien 28 und 27. Diese ungewöhnlich lange Umleitungsstrecke ist der besonderen Situation vor Ort geschuldet, da den Fahrgästen ansonsten kein alternativer Zugang zur S-Bahn zur Verfügung stehen würde.

Fahrgäste aus Nieder-Erlenbach werden gebeten, an den Ersatzhaltestellen einzusteigen, die gegenüber den gewohnten Haltestellen liegen. Denn damit passende Anschlüsse an die S6 am Frankfurter Berg hergestellt werden können, wird der Ringverkehr im Nieder-Erlenbach aufgehoben und der 25-er Bus bekommt Im Fuchsloch eine Endhaltestelle. Dadurch ändern sich auch die Fahrpläne auf der gesamten Strecke. Die Fahrplanauskunft (rmv-frankfurt.de) berücksichtigt den geänderten Fahrplan. Über die geänderten Zeiten informiert auch das RMV-Servicetelefon unter der Nummer 069 / 24 24 80 24, das rund um die Uhr erreichbar ist.

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28.10.2019: Ladestationen oder E-Autos. Henne oder Ei. Was muss zuerst da sein?

E-Mobilität

Ladestationen in Premeno am Lago Maggiore. Der Ort hat 730 Einwohner.

Gibt es so wenig Elektroautos, weil es keine Ladestationen gibt? Oder gibt es so wenig Ladestationen, weil sich angesichts der geringen Zahl von E-Autos so eine teure Station nicht lohnt? Viele würden sich gerne ein E-Auto kaufen, aber längst nicht alle haben für das neue E-Auto eine Garage mit Stromanschluss. In nur vier Prozent der Tiefgaragen und Stellplätze bei Immobilien gibt es nach Angaben des ADAC eine Lademöglichkeit. Und gerade mal die Hälfte  aller Stellflächen, die eine Lademöglichkeit haben, sind mit einer Wallbox ausgerüstet, mit der die E-Autos schnell geladen werden können. In vielen Mehrfamilienhäusern, aber auch in konventionellen Reihenhäusern muss zum Laden des schicken Stromers die Kabeltrommel über Gehweg und Vorgarten gezogen werden.

Die Wirtschaftsförderung gibt im September an, dass es in Frankfurt 50 öffentlich zugängliche Ladesäulen mit etwa 100 Steckern gibt. Die Allego Deutschland GmbH, ein privater Anbieter, will in Frankfurt bis zu 360 Ladesäulen für Elektroautos aufstellen. Auch die Mainova spricht davon, weitere Ladestationen zu errichten. Das Problem bleibt aber: angenommen, die in Frankfurt angemeldeten knapp 430.000 Autos würden in den nächsten fünf Jahren komplett auf E-Motoren umgestellt werden, dann kämen etwa 700 Autos auf eine öffentliche Ladestation. Will man mit dem Bekenntnis zu E-Mobilität ernst machen, braucht es dringend mehr als nur ein paar beruhigende Worte. Dann muss über ein flächendeckendes Netz an Ladestationen nicht nur geredet werden. Es muss geplant, finanziert und realisiert werden. Abwarten löst das Problem nicht, sondern verschlimmert es möglicherweise.

Ladestationen

öffentliche Ladestation in Pontassieve (ca. 20.000 Einwohner) bei Florenz.

Die Förderung der E-Mobilität ist ein erklärtes Ziel des Frankfurter Magistrats und der Stadtverordnetenversammlung. Mittlerweile haben die Kommunalpolitiker verstanden, dass E-Mobilität bei intensiver Nutzung im Stadtgebiet erhebliche Beiträge zur verbesserten Luftreinhaltung leisten. Und deswegen wollen sie …. erst einmal abwarten. Bis sich kommerzielle Anbieter um Standorte für die bislang nur defizitär betreibbaren Ladestationen bewerben. Auf die Erhebung von Gebühren verzichtet die Stadt Frankfurt sogar großzügig. Zumindest vorläufig. Dann steht ja der kohlenstoffarmen Gesellschaft, zu der sich die EU bekennt, nichts mehr im Wege. Nur leider sind wir keinen einzigen Schritt weitergekommen.

Will man E-Mobilität unterstützen, muss man daran arbeiten, ein flächendeckendes Netz an Ladestationen zu schaffen. In Frankfurt müssen dann öffentliche Ladestationen in allen Stadtteilen zur Verfügung stehen. Wer mal in Frankreich oder Italien abseits der Autobahnen durch kleine Dörfer gefahren ist, wird sich gewundert haben. Selbst kleine Kommunen haben Ladestationen, an denen E-Autos kostenfrei parken dürfen. Das geht in Italien. Weshalb geht das nicht in Deutschland?

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In der aktuellen Sitzung des Ortsbeirats am 28.10.2019 fordern die Grünen öffentliche Ladestationen auch in Harheim.

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25.10.2019 Katholische Kirche in Harheim hat einen neuen Pfarrer: Sebastian Goldner

Goldner

Sieht so ein Pfarrer aus? Ja, in Harheim schon.

Wenn Sebastian Goldner, der neue Pfarrer der katholischen Kirchengemeinde Harheims mit seinem Fahrrad durch den Stadtteil fährt, erkennt ihn fast keiner. Das müssen wir doch dringend ändern.

Die katholische Kirchengemeinde Harheims hat einen neuen Pfarrer. Die ersten Gerüchte über die Wachablösung des Harheimer Oberhirten waren noch nicht einmal überall angekommen. Noch am Bornfest vor den Sommerferien war Pfarrer Johannes Minh Dinh wie so oft mitten drin im Geschehen und in seiner Gemeinde. Der eine oder andere tat sich manchmal schwer mit seinem Akzent, und doch konnte der ehemalige Vietnam-Flüchtling und Cap Anamur Veteran so einfühlsam mit Sprache umgehen und  – je nachdem – Trost oder Freude spenden, als wäre es seine Muttersprache. Irgendwann im Sommer hatte er – unspektakulär wie eine reguläre Versetzung – seinen symbolischen Hut genommen und seine Sachen gepackt und auf zu neuen Ufern. Vielleicht, nein, hoffentlich hat er ein wenig von seinem so leichten freundlichen Lächeln zurückgelassen.

Harheim

Beruf: Pfarrer Hobby: Radfahren

Die Suche nach einem Nachfolger war gleichermaßen stressfrei. Fast zeitgleich mit der Nachricht vom Weggang des Pfarrers Johannes Minh Dinh kam weißer Rauch aus dem Kamin der Kirche und die frohe Botschaft, der Nachfolger würde schon in den Startlöchern stehen und eine lange pfarrerlose Zeit den Harheimern somit erspart bleiben. Die erste schreckliche Furcht, der Neue könnte mit einem OF auf seinem Autokennzeichen durch Harheim fahren, weil er tatsächlich in Offenbach geboren wurde, konnte schnell entkräftet werden. Erstens ist er in Rodgau aufgewachsen und damit gar kein echter Offenbächer und zweitens fährt Pfarrer Goldner gerne und häufig Rad, und schraubt an seinem freien Tag gerne selbst daran herum, liegt ihm doch Technik im Blut. Ingenieur zu werden war der Jugendtraum des heute 37-jährigen und erst während des Zivildienstes in einem Seniorenheim war ein Gedanke gereift: „Technik ist nicht alles im Leben“, und er biegt vom beabsichtigten Lebensweg ab. Anstelle TU in Darmstadt beginnt er das Theologiestudium in Mainz und wird Priester und Pfarradministrator, zuletzt in Alzey, und genau dort schlägt im Frühjahr ein Telefonanruf wie ein Blitz ein: „Könnten Sie sich vorstellen, eine Gemeinde in Frankfurt zu übernehmen? Sie müssten sich aber schnell entscheiden….“

Nun ist er nach einer schnellen Entscheidung in Harheim angekommen, oder genauer, in der Pfarrgruppe Harheim/Nieder-Eschbach. Näher an seiner Heimatstadt Rodgau, wo noch seine Eltern wohnen. Die katholische Kirche ist überall im Umbruch. Pfarreien werden zusammengelegt und neu organisiert, das macht auch vor der Stadtteilkirchengemeinde nicht halt. Pfarrer Goldner hat keine Angst davor und wird sich nicht von den Verwaltungsaufgaben erdrücken lassen. Er sieht den Mensch im Mittelpunkt.

Seine Erwartung an Harheim? „Auf ein gutes Miteinander“, sagt er bedächtig, schaut in den großen Garten hinter dem Pfarrhaus, der mal wieder eine ordnende Hand gebrauchen könnte. „Werkeln ja“, meint er ruhig. „Aber Garten geht gar nicht“.

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22.10.2019: Herbstfest im Wohnprojekt im Niederfeld

Herbstfest

Nur eingepflanzt muss der Feigenbaum noch werden: Für ein gutes Zusammenleben die besten Wünsche

Fast vier Jahre ist es her, dass im beschaulichen Harheim eine Nachricht panische Angstzustände ausgelöst hatte: Im traditionell introvertierten Stadtteil sollten geflüchtete Menschen aus fremden Ländern aufgenommen werden. Und während die Horrorfantasien von marodierenden, alleinstehenden Männern einerseits und eine seltsame Neiddebatte über goldene Wasserhähne und Luxusappartments für Menschen auf der Flucht in rechtsnationalen Publikationen andererseits liebevoll gehegt und gepflegt wurden, entwickelte sich im Windschatten ein Wohnprojekt, das möglicherweise in Frankfurt einzigartig ist. Mit dem Einzug der letzten neuen Bewohner und dem Herbstfest hatte nun die
Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld das Projekt mit dem sperrigen Namen „Kultur- und Generationsübergreifendes Wohnen“ offiziell eingeweiht.

Herbstfest

Ein „kleines Schmuckkästchen“. Stadträtin Daniela Birkenfeld (CDU) und DRK Geschäftsführer Dierk Dallwitz sind stolz auf das Wohnprojekt.

Das Netzwerk für gemeinschaftliches Wohnen und Seniorenwohnen HESTIA belegt dabei 24 der Wohnungen. Die leben in unmittelbarer Nachbarschaft mit 23 Flüchtlingsfamilien aus aller Welt, die in den letzten Monaten schon mit ihren Kindern dort eingezogen sind. Von goldenen Wasserhähnen oder alleinstehenden, marodierenden Männern ist nichts bekannt, die Harheimer Neubürger fallen kaum auf und sind längst keine Sensation mehr. Ein Beispiel funktionierender Integration, zu dem auch das Deutsche Rote Kreuz als Träger und ein Harheim umspannendes Netz unterstützender Hände und Köpfe beigetragen haben und nun alle zusammen bei Pizza aus dem Holzofen, Kürbissuppe, Apfelsaft, Kaffee und Streuselkuchen entspannt plaudern. Der Himmel oder das Offenbacher Wetter hat ein Einsehen und verschiebt die angesagten Regengüsse auf später, einzig das Einpflanzen des mit allerlei Wünschen als Blätter versehenen neuen Feigenbaums muss wegen dem schlammigen Boden verschoben werden. Mögen die Wünsche dennoch in Erfüllung gehen.

Herbstfest

Vielleicht will Herrchen auch hierher ziehen.

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21.10.2019: Niddabrücke wird bis 11.11. (Faschingbeginn) Baustelle. Die Brücke ist jedoch für Bus, Fußgänger und Radfahrer passierbar.

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Niddabrücke bleibt bis 10.11. passierbar

Erst zu dann auf dann zu, es ist schon fast wie beim BREXIT. Nach dem heutigen Stand wird auf der Niddabrücke in Harheim ab heute. 21. Oktober bis zum Montag, 11. November die Durchfahrtbreite reduziert. Die Buslinie kann weiterhin nach Fahrplan zur S-Bahn-Station Berkersheimer Bahnhof und zurück fahren. Ab dem Beginn des Karnevals, am 11.11. wird die Niddabrücke für Kraftfahrzeuge, für die bislang ohnehin Durchfahrt verboten war, voll gesperrt. Der normale Kfz-Verkehr muss daher wieder auf die legale Verbindung über die Homburger Landstraße, um nach Preungesheim zu kommen.

Fußgänger und Radfahrer werden die Niddabrücke dann weiterhin jederzeit passieren können. Allerdings kann es baustellenbedingt zu kurzen Sperrungen kommen. Unbestätigten Gerüchten zufolge wird die Buslinie 25 dann im Zeitraum der Sperrung zur S-Bahn Haltestelle Frankfurter Berg fahren.

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