01.04.2018: Deutsche Bahn zieht die Reißleine. Berkersheimer S-Bahnhof wird eingestellt. Omega-Brücke ist komplett gestrichen.

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Solange es den Berkersheimer Bahnhof noch gibt ….

Überraschende Wende in der Auseinandersetzung um die Omega-Brücke am Berkersheimer Bahnhof. In einer aktuellen Presseerklärung nach der gestrigen außerplanmäßigen Vorstandssitzung der Deutschen Bahn AG erklärte der Vorsitzende Dr. Richard Lutz, dass der Bahn-Betrieb des Berkersheimer Bahnhofs eingestellt, die S-Bahn-Haltestelle aus dem Streckennetz entnommen werde und diese in der Planung des Ausbaus der Main-Weser-Bahn keine weitere Rolle mehr spiele. Das Einzugsgebiet des kleinen Bahnhofs sei nach den aktuellen Anforderungsprofilen zu klein. Die Menschen in den Stadtteilen Berkersheim und Harheim könnten mühelos auch andere Haltestellen in erreichbarer Nähe nutzen. Die Einstellung des regulären S-Bahn Verkehrs an der Haltestelle Berkersheimer Bahnhof erfolge zum 1. Mai 2018. Allerdings würde wegen aktuell anstehender Bauarbeiten der Berkersheimer Bahnhof baustellenbedingt bereits mit Wirkung von 9.4.2018 endgültig geschlossen. Fahrgäste werden auf die nur wenige Kilometer entfernte Haltestelle am Frankfurter Berg verwiesen, die sich insbesondere mit umweltfreundlichem Radverkehr entlang des Niddaradwegs problemlos erreichen ließe. Damit auch alle Menschen im Frankfurter Norden Abschied von ihrem liebgewordenen Berkersheimer Bahnhof nehmen können, kann der Streckenabschnitt Berkersheimer Bahnhof bis Frankfurter Berg in diesen letzten Tagen kostenlos benutzt werden, sofern ein Anschlussticket zur Weiterfahrt nach Frankfurt vorliegt.

Omega-Brücke

Noch kann man über den Bahnübergang fahren.

Insgesamt wird damit gleichzeitig ein Schlussstrich unter eine ganze Reihe von Problemen um den Berkersheimer Bahnhof gezogen. Ist dort keine Haltestelle mehr, ist die DB nach dem Eisenbahnhaltestellenkreuzungsgesetz auch nicht mehr verpflichtet, für eine Überquerung der Schienen zu sorgen. Der noch bestehende Bahnübergang könne daher ersatzlos entfallen. „Die jahrzehntelange Auseinandersetzung, ob wegen ein paar Traktoren der Landwirte eine 30 Millionen teure Unterführung oder eine völlig überdimensionierte Brücke gebaut werden müsste, findet ihr Ende. Frankfurt ist ja nicht Schilda.“ stellte der Vorstand Personenverkehr Berthold Huber klar, nicht ohne hinzuzufügen, dass die DB in dieser Frage „…endlich Schluss machen wollte mit Zuständen wie am Berliner Flughafen.  Jeden Tag kommt jemand mit einer neuen Idee. Das Drama muss ja mal ein Ende haben.“

Omega-Brücke Berkersheimer Bahnhof

Schluss mit Planung

Im Frankfurter Verkehrsdezernat ist man gleichzeitig überrascht wie erleichtert. „Schön wäre es gewesen, hätte die DB uns ausnahmsweise einmal rechtzeitig informiert. Aber Pünktlichkeit und Information ist eben nicht die Stärke der DB“ meint Verkehrsdezernent Klaus Oesterling mit verschmitztem Lächeln. Erleichtert ist er dennoch. „An der Frage, wie und wer dort die Schienen überqueren muss, darf oder soll wäre ja fast noch ein Bürgerkrieg zwischen Harheim und Berkersheim ausgebrochen. Daher trägt der mutige Entschluss der DB auch erheblich zur Befriedung des Konfliktes zwischen Frankfurter Bürgern bei“ fährt Oesterling fort, während er einen ganzen Stapel jetzt wertlos gewordener Pläne aus seinen Schubladen herausholt um sie in der Altpapiertonne zu deponieren. Mitentsorgen kann er gleich die Fahrpläne der Buslinie 25. Noch vor wenigen Tagen wollten die Harheimer Grünen diesen Bus als Pendelbus zwischen Harheim und Berkersheimer Bahnhof. Jetzt hat sich dieser gute Vorschlag aber bereits selbst überlebt.

„Wir haben es ja schon immer gewusst, dass dieses Monsterbauwerk nicht gebraucht wird“, so hört man triumphierend Stimmen aus dem Berkersheimer Bürgerverein. Offenbar hat der Schritt der DB nur Gewinner hinterlassen.

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29.03.2018: S6-Ausbau: Wenn die Bauarbeiten beginnen – wie kommen Harheimer über die Schienen oder zur S-Bahn ?

Wenn der Bau beginnt: Wie auf den Bahnsteig kommen?

Immer näher rückt der Tag, an dem mit den Bauarbeiten an der Bahnlinie begonnen und der Bahnübergang am Berkersheimer Bahnhof endgültig geschlossen wird. Ob Brücke oder nicht, ob Omega oder nicht, darüber streiten sich Harheimer und Berkersheimer intensiv. Aber was ist ab dem Beginn der Bauarbeiten? Wie werden Harheimer auf den Bahnsteig, zu den S-Bahn-Zügen gelangen? Und wie wird der Radverkehr auf die andere Seite der Schienen kommen?

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noch steht die 30-Jahre alte provisorische Fußgängerbrücke.

Um ein bisschen Licht ins Dunkel zu bringen, hatten Grüne und SPD gemeinsam im Ortsbeirat beantragt, dass der Bau der ohnehin erforderlichen fahrradtauglichen Rampe und der Treppen vorgezogen wird, oder aber für Radfahrer und Fußgänger eine ähnliche provisorische Brücke gebaut wird. Vom Widerstand der CDU Ortsbeiräte gegen diesen Vorschlag waren sie doch überrascht. Eine provisorische Brücke würde dort ohnehin gebaut, meinten die christdemokratischen Ortsbeiräte. Und Axel Schmidt (CDU) verwies einmal mehr darauf, dass die Radfahrer ja problemlos über die Unterführung im Wiesengarten fahren könnten. Der Ortslandwirt Schmidt musste allerdings zugeben, dass er selbst dort noch nie mit dem Fahrrad gefahren ist, sondern wenn, dann mit dem Traktor. Da kommen natürlich schon beim einen oder anderen Zuhörer Zweifel auf, ob die Interessen der Fußgänger, Bahnfahrer und der Radfahrer ausgerechnet bei den Ortsbeiräten in guten Händen sind, die sich vorzugsweise mit dem Traktor fortbewegen.

Die Brücke am Wiesengarten.

Ein vorläufiges happy end gab es dann aber doch. Auch die CDU Ortsbeiräte stimmten dem Antrag schließlich zu. Die Frage bleibt aber: haben sich die Grünen und die SPD völlig unbegründet Sorgen gemacht?

Die Beruhigung, die DB würde dann schon selbst eine provisorische Brücke für die Radfahrer und die Fußgänger bauen, teilt der Verkehrsdezernent Klaus Oesterling absolut nicht. Nach seiner Kenntnis hat die DB bis jetzt lediglich darauf hingewiesen, dass die durchgängige Barrierefreiheit nicht gewährleistet werden kann und vorgesehen, dass die vorhandene Holztreppe während der Bauzeit verlängert wird. Diese etwa 30 Jahre alte Holzbrücke, die schon in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts als Provisorium dorthin gestellt wurde, ist weder mit Rampen noch mit

Berkersheimer Bahnhof

Wie kommen die Radfahrer und Fußgänger zukünftig auf die andere Seite?

Schienen ausgestattet, so dass sowohl Fahrräder wie auch Kinderwagen – egal ob bemannt oder unbemannt – die Treppen hoch- bzw. runtergetragen werden müssen. Menschen mit Gehhilfen haben an der steilen Treppe genausowenig Freude. Und der Umweg für die Radfahrer über die Unterführung am Wiesengarten? Jeder, der diese Lösung für eine gute Option hält, sollte einmal dort selbst mit dem Fahrrad bis zum Gasthof Lemp hochfahren, damit er weiß, wovon er redet. Dieser Weg ist ungefähr 60% länger, nachts nicht beleuchtet, und auf Berkersheimer Seite so steil, dass weder hoch- noch runterfahren gefahrlos möglich ist.

Daher gibt es für die Grünen und SPD Ortsbeiräte immer noch viele Gründe, nach der Schließung des Bahnübergangs dringend eine akzeptable Lösung bereitzustellen. Mindestens so viele Gründe, wie es dort Fußgänger und Radfahrer gibt.

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27.03.2018: Comet eröffnet TotoLotto und eine Postagentur.

Kristian Brešić und Jure Keskić bauen schon mal den postgelben Postschalter auf

Eine Postagentur in Harheim? Haben wir ja schon. In der Philipp-Schnell-Straße. Jetzt kriegt der kleinste Frankfurter Stadtteil eine weitere Postagentur. Ab dem 4. April kann man Päckchen und DHL-Pakete auch im Comet in Alt Harheim 20 aufgeben und alle Leistungen rund um die gelbe Post beziehen, die in Agenturen eben angeboten werden. Und außerdem können alle TotoLottoFans dort direkt ihren Wettschein abgeben und auf sechs Richtige hoffen. Aus dem ehemals kleinen Hermes-Paketshop und Zeitschriftenladen hat Josipa Keskic ganz schön was gemacht. Reinigung und

Bald gibts in Alt Harheim 20 auch eine Postagentur.

Schlüsseldienst hat der gebürtigen Kroatin nicht gereicht, sie hatte erst mal vor wenigen Monaten den kleinen Laden mit einem alltagstauglichen Café erweitert. Und was ist mit der anderen Postagentur? Josipa Keskić zuckt mit den Schultern. Das weiss sie nicht. Im Comet jedenfalls wird es ab dem 4. April Montags bis Freitags von 7 Uhr bis 18.30 Uhr und Samstags von 8 Uhr bis 15 Uhr Postdienstleistungen geben.

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Die Postagentur in der Philipp-Schnell-Straße

Ein paar Meter weiter in der Philipp-Schnell-Straße ist Cem Yildiz im Kiosk Stern einigermaßen ratlos. Nein, er habe absolut nicht vor, seinen Kiosk oder seine Postagentur aufzugeben. Nach wie vor kriegt man auch dort Zeitschriften, Zigaretten, Süsswaren, Getränke, Schreibwaren, man kann seine Toto Lotto Wettscheine abgeben, genauso wie DHL-Pakete und Briefmarken, die kann man auch da kaufen. Und ein Geldautomat steht zudem auch noch da. Die einzige Stelle in Harheim, an der man nach dem Abflug der Volksbank noch Bargeld aus dem Automaten ziehen kann. Über die neue Postagentur scheint er nicht unbedingt erfreut zu sein. Genausowenig darüber, dass die Post ihn nicht darüber informiert habe. Für Ihn bleibt alles so, wie es bislang gewesen ist.

Gut. Die Harheimerinnen und Harheimer wird es freuen. Die älteren werden sich noch erinnern an die Kämpfe und Bemühungen, die gelbe Postniederlassung oder dann später die gelbe Postagentur in Harheim zu halten. Nach Ostern werden wir zwei Stück davon haben.

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24.03.2018: Frühjahrsputz ist fertig. Frühling kann kommen.

Ein Stück Draht? Neee… gehört hier nicht hin, meint Björn Seehausen.

Ein Formel-1-Bobby-Car ohne Lenkrad, eine Fahrradfelge, Reifen, Radkappen, ein Stück Zaun, Alkoholikafläschchen, unzählige achtlos in die Landschaft weggeworfene Zigarettenkippen. Björn Seehausen mit Warnweste ausgerüstet und mit Greifer bewaffnet wundert sich über Hundebesitzer, die die Hinterlassenschaften ihres Vierbeiners ordentlich in Hundekotbeutel verpacken, die verpackten Beutel aber dann am Wegesrand deponieren, damit sie jemand anderes entsorgt. Gerade zieht er ein Stück Draht, das da nicht hingehört, aus dem Dickicht des Straßengrabens. Zusammen mit etwa drei Dutzend anderen Harheimern hat er sich an diesem freundlichen Samstagvormittag zwei Stunden Zeit genommen, um in einem Müllsammelspaziergang in das eigene Lebensumfeld und den eigenen Stadtteil ein

Auch ein Greifer, aber das ist die Grillzange, die die Bratwürste nach der Gemarkungsreinungsaktion wendet.

wenig Ordnung reinzubringen. Beim ausklingenden geselligen Beisammensein auf dem Gelände der Motorradfreunde werden Bratwürste und als zweites Frühstück Getränke gereicht und der Vereinsringsvorsitzende Herbert Haas zeigt sich ziemlich zufrieden. Ein leidlich beladener Traktoranhänger Müll haben die Freiwilligen unter der Schirmherrschaft des Vereinsrings zusammengetragen. Das ist nicht unbedingt viel. Harheim ist eben doch ein gepflegter und ordentlicher Stadtteil und die meisten Menschen egal ob jung oder alt gehen weitgehend umsichtig mit der Umwelt um. Wenn sich jetzt auch noch die letzten Nochnichtsoüberzeugten überzeugen ließen, die Gartenschnittabfälle gleich nach Kalbach zum Wertstoffhof zu bringen, statt sie in Mülltüten an einen Feldweg zu stellen und die große Holzkabeltrommel auch gleich dort zur Verwertung abzugeben, statt sie in den Eschbach zu werfen, wo sie von alleine gar nicht mehr rausrollen kann, dann könnte die Gemarkungsreinigung eines Tages vollständig auf das gesellige Beisammensein konzentriert werden. Wäre doch auch gut, oder?

Starke Truppe: die Harheimer Gemarkungsreiniger

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22.03.2018: Brücke über den Eschbach wird abgebaut. Achtung. Verkehrschaos am Samstag

Eschbachbrücke

Diese Brücke muss saniert werden.

Hat zwar mit Brücke zu tun, aber nicht mit Berkersheimer Bahnhof. Die marode Fußgängerbrücke über den Eschbach zwischen dem Harheimer Stadtweg und In den Pfarrwiesen muss saniert werden. Dazu wird die Brücke am Samstag vollständig abgebaut. Nun ist das bei dem 14 Meter langen und rund 13 Tonnen schweren Bauwerk nicht so einfach. Dazu muss der Harheimer Stadtweg streckenweise von 7 Uhr an bis zum Mittag für die Spezialfahrzeuge gesperrt werden. Die Sperrung trifft dabei auch die Buslinie 25 und 28.

Glücklicherweise gibt es noch andere Brücken über die Bach

Der 25er wird bis zum Abschluss der Arbeiten am Nachmittag gar nicht verkehren, der 28er wird die Haltestellen Sportanlage und Berkersheimer Bahnhof nicht anfahren können. Damit die Zufahrt zu der Sportanlage möglich ist, werden die Schranken zur Spielstraße geöffnet. Die Benutzung der Spielgeräte für Kinder und Jugendliche wird ein paar Stunden ausfallen müssen, aber zeitgleich bietet sich für Bewegung an der frischen Luft als Alternative die Gemarkungsreinigung des Vereinsrings an. Die Brücke wird übrigens etwa fünf Wochen lang in Reparatur sein. So lange müssen die Fußgänger auf der Brücke an der Maßbornstraße über den Eschbach gehen müssen. Die Busse fahren aber schon ab Samstag nachmittag wieder planmässig. Jedenfalls hoffen wir das.

Parken am Harheimer Stadtweg am Samstag? Könnte Ärger geben.

 

Bus 25 und Bus 28 Änderungen

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