23.12.2021 Alle Termine voll. Große Nachfrage nach Impftermin in Harheim.

Die gute Nachricht ist zugleich die schlechte. Die in Harheim angebotenen Impftermine erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit. Der nächste Termin am Montag, 27. Dezember, war kurz nach Öffnung der Terminvergabe bereits vollständig belegt. Vielleicht ist gerade wegen der näherkommenden Omikron-Variante die Bereitschaft der Menschen noch einmal deutlich gestiegen, sich möglichst schnell boostern zu lassen.

Die nächste COVID-19 Impfung in Harheim wird am 13. Januar 2022 von 13:00 Uhr bis 19:00 Uhr in der evangelischen Kirche Am Wetterhahn 1 stattfinden. Auch zu diesem Termin wird voraussichtlich eine vorhergehende Anmeldung erforderlich sein.

Sie wollen so lange nicht warten oder haben in Alltag und Beruf wenig freie Zeit zum Anmelden und Warten?  Dafür bietet das DRK im Impfzentrum Frankfurt an allen Feiertagen Impfungen an: am 25., 26. und 31. Dezember von 9 bis 15 Uhr und am 1. Januar von 12 bis 18 Uhr. Geimpft wird ausschließlich mit Moderna, mit Ausnahme von Schwangeren. Eine Terminvereinbarung ist erforderlich unter www.frankfurt.de/coronaimpfung

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Mitten in Harheim: Saulus-Paulus-Verwandlungstrick in 102 Tagen

fremde Federn an original indianischem Traumfänger

Eine Menge merkwürdiger Geschehnisse sind im Buch der Bücher, der Bibel, niedergeschrieben und berichtet. Nicht nur stehen dort die zehn Gebote und die Bergpredigt sondern auch Menschen vom Tode wieder auf, Jungfrauen kriegen Kinder, ausgewachsene Männer gehen übers Wasser und verwandeln ihn andermal in Wein. Andere wiederum sehen einen Geistesblitz und ändern darauf ihre Einstellung innerhalb von Sekunden um 180 Grad – die so sogenannte „Saulus zum Paulus“-Wandlung .

Eine solche sensationelle Wandlung ist tatsächlich mitten in Harheim geschehen. Stolz über diese Wandlung berichtet eine bekannte christliche Partei, die Schwarzen, in ihrem November-Infoblatt. Dort erklärt sie, dass nur aufgrund ihres Antrags im Ortsbeirat der Magistrat finanzielle Mittel für die Einrichtung eines offenen Jugendclubs in der evangelischen Kirche bereitgestellt hat. Damit würde nun endlich ein offener Jugendtreff in Harheim eingerichtet.

die notwendigen Mittel wurden….

Das ist für die etwa 700 Harheimer Jugendlichen eine tolle Sache, auf die viele seit Jahren gehofft hatten.  Aber warum musste die Jugend Harheims so lange warten? Ein Blick zurück. Im Juni 1995 hatten erstmals die Harheimer Grünen einen Antrag zu kommunaler Kinder- und Jugendarbeit eingebracht und ein Konzept für Harheim gefordert. Die Schwarzen waren dagegen. Weil die Harheimer Vereine eine ausgezeichnete Jugendarbeit machen. Und mehr brauchen Harheimer Jugendliche nicht.

Im Jahr 2016 schaffte es immerhin die rote Stadtverordnete Kristina Luxen in Frankfurts Koalitionsvertrag zwischen CDU, SPD und Grüne finanzielle Mittel in Höhe von 86.000 € für die Planung einer offenen Jugendeinrichtung in Harheim festzuschreiben.

Die Grünen wollten im September 2019 vom Magistrat erfahren, wie dieses Geld verwendet worden ist, aber die schwarze Fraktion verhinderte zusammen mit der BFF diese Anfrage mit ihrer Mehrheit. Vielleicht aus Furcht, das Thema offene Jugendarbeit würde wieder angefeuert werden. Ein weiteres Mal und immer noch also die seit 25 Jahren gleiche Ablehnung der Schwarzen: Offene Jugendarbeit braucht es in Harheim nicht. Die Jugendarbeit der Vereine in Harheim reicht aus (auch wenn die gar nicht offen ist).

Möglicherweise haben jedoch die 86.000 Euro finanzielle Mittel für Planung kleinere Begehrlichkeiten erweckt. Der BFF-Ortsbeirat hatte ganz offen beantragt, die Planungsgelder einfach direkt der bestehenden Einrichtung in Nieder-Erlenbach (Träger: die evangelische Kirchengemeinde Nieder-Erlenbach) zuzuschlagen, der Heimat einer BFF Stadtverordneten. Hatte die schwarze Fraktion ebenfalls darüber nachgedacht, ob man dieses Geld irgendwie umleiten könnte? Der Ortsvorsteher (Schwarze) hatte als damaliger Kirchenvorstand immerhin gute Beziehungen zu beiden evangelischen Kirchengemeinden.

Sollen die 86.000 Euro Planungskosten vor dem Verfall gerettet werden? Jedenfalls bringen die Schwarzen zusammen mit dem Ortsbeirat der BFF noch am 25. November 2019 den nächsten Antrag in Sachen Jugend auf den Weg: „Der Ortsbeirat bezweifelt die Notwendigkeit, eine eigene städtische Einrichtung für den Stadtteil aufzubauen.“ Die Kinder und Jugendlichen Harheims könnten doch mit dem ÖPNV oder dem Fahrrad in die Einrichtungen der umliegenden Stadtteile fahren, wenn sie schon unbedingt Offene Jugendarbeit haben wollen. Gleichzeitig sollten die 86.000 Euro Planungsmittel in „…die bessere Vernetzung mit den bestehenden Angeboten“ investiert werden. Was immer damit auch gemeint sein mag. Der Jugendclub der evangelischen Kirchengemeinde Nieder-Erlenbach kommt als „bestehendes Angebot“ ganz sicher dabei in Frage.

Am 06. März 2020 begrüssen die Schwarzen dann plötzlich aus heiterem Himmel das Vorhaben der evangelischen Kirchengemeinde, die offene Jugendarbeit von Nieder-Erlenbach auch auf Harheim auszuweiten. Innerhalb von nur 102 Tagen hat sich die seit 1995 andauernde – und 25 Jahre lang bestehende – schwarze Ablehnung jeglicher offener Jugendarbeit in wundersame freudige Zustimmung gewandelt. Aber gut – siehe Saulus zu Paulus: Wunder gibt es immer wieder! Natürlich freuen sich Grüne, dass nun auch Schwarze den langjährigen Widerstand gegen offene Jugendarbeit in Harheim endlich aufgegeben haben. Ein paar Jahre früher wäre uns dennoch lieber gewesen.

Aber wenigstens stimmt es doch, dass es dank des Antrags der Schwarzen in Harheim endlich einen offenen Jugendclub gibt? Nein. Leider stimmt auch das nicht.

Einen Antrag der CDU Harheims, dass der Magistrat die notwendigen Mittel für eine Ausweitung der offenen Jugendarbeit der evangelischen Kirchengemeinden bereitstellen möge, findet man in den Sitzungsniederschriften vergeblich. Das würde auch wenig Sinn machen. Denn über Gewährung finanzieller Mittel für offene Jugendeinrichtungen entscheidet gar nicht der Magistrat, sondern der Jugendhilfeausschuss anhand des Konzepts des Trägers.

Es gibt stattdessen einen gemeinsamen Antrag aller Fraktionen im Ortsbeirat, in dem der Magistrat um Unterstützung gebeten wird, das Vorhaben erfolgreich umzusetzen. Weshalb die christliche schwarze Fraktion es nötig hat, die Geschichte offener Jugendarbeit in Harheim umzuschreiben, so als hätten ausgerechnet sie das schon lange gewollt und es zudem als ihr alleiniges Verdienst ausgeben? Wir wissen es nicht und verweisen aber auf das achte Gebot als weiterführende Lektüre.



Fakten
Antrag OF 200/14 von B90/Die Grünen zur OBR-Sitzung am 16.09.2019

Antrag OF 216/14 der BFF zur OBR Sitzung am 25.11.2019

Antrag OF 217/14 der CDU zur OBR-Sitzung am 25.11.2019

Antrag OF 240/14 von CDU, Grüne, SPD und BFF vom 10.03.2020

zitiertes Informationsblatt der Schwarzen




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16.12.2021 Schöne Bescherung:  Der Brustmuskeltrainer ist repariert.


Endlich wieder in Freiheit und und Ordnung: der Brustmuskeltrainer auf dem Senioren-Fitness-Parcours

Still, heimlich und leise, ohne aufwändige Einweihungszeremonie, ohne Tusch und ohne Grußworte ist der lange defekte Brustmuskeltrainer am Senorenfitnesspark in der Riedhalsstraße repariert und wieder topfit freigegeben worden. Die Absperrflatterbänder sind weg. Das Gerät wird bereits seit einigen Tagen nach langer Einzelhaft wieder zur Stärkung der Brustmuskeln gut von alten und jungen Senioren genutzt.

Genauso wie einige wenige andere in Frankfurt aufgestellten Geräte des gleichen Herstellers musste der massive und stabile Brustmuskeltrainer auf der 2014 eingeweihten Seniorenfitnessanlage vor etwa zwei Jahren aus Sicherheitsgründen gesperrt werden. Ein vergleichsweise kleines, defektes Bauteil hatte eine erhebliche „Rückschlaggefahr“ selbst bei ordnungsgemäßer Anwendung hervorgerufen. Ein einfacher Austausch des Teiles war jedoch nicht möglich und das Gerät wurde somit im zarten Alter von sechs Jahren zum Totalschaden erklärt. Der Hersteller hatte zwar kulanterweise den Austausch der Geräte zu einem geringen Aufpreis von € 8.000,00 pro Stück angeboten. So wenig Geld war im Etat des notorisch klammen Frankfurter Grünflächenamtes jedoch einfach nicht zu finden.

Nicht vorbestraft, aber bis vor kurzem noch für viele Monate hinter Gittern: Der Brustmuskeltrainer

Dass diese Sache nun doch noch ein versöhnliches und gutes Ende findet, ist vermutlich der Beharrlichkeit der freundlichen Mitarbeiter im Grünflächenamt zu verdanken, denen es offenbar gelungen ist, den Hersteller zu einer Neukonstruktion des fehlerhaften Teils zu bewegen, ohne dass das ansonsten guterhaltene und fast unkaputtbare Gerät auf den Schrott muss. Das zweite geschenkte Leben beschert so vielen Harheimer*innen besonders in Coronazeiten an der frischen Luft die Möglichkeit zum Erhalt der eigenen Fitness.


Fakten
Die Grünen Harheims freuen sich klammheimlich unbändig, dass wahrscheinlich nur aufgrund ihres Antrags vom 23.11.2020 das Gerät wieder gangbar gemacht worden ist. So viel Eigenlob hat zwar einen deutlich müffelnden Geruch, aber immerhin kann in diesem Fall die Korrektheit der Fakten durch den Antrag nachgewiesen werden:
Antrag OF 278/14

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13.12.2021 Aufmerksamer Harheimer verhindert Hochwasser im Borngraben.

Der Borngraben

Borngraben oder Brunnengraben – erfahrene Harheimkenner*innen wissen was gemeint ist: der kleine Bach, der von der Quelle am „Born“ an der Keltenstraße ein paar hundert Meter parallel zur Spielstraße an den Kleingärten vorbeiplätschert und dann in den Eschbach fließt. „Das kann doch nicht sein …“ zwei aufmerksame Augen entdecken dort einen überschwemmungsverdächtig hohen Wasserstand. Wahrscheinlich hat sich wieder irgendwo Grünschnitt verhakt und staut nun den Bach. Sicherheitshalber informiert er aber den Ortsbeirat seines Vertrauens und der gibt die Information weiter an das Stadtentwässerungsamt.

Wer hat an dieser Schraube gedreht?

„Das war aber höchste Eisenbahn…“ meldet sich ein Mitarbeiter der Stadtentwässerung zwei Werktage später. Die sind nämlich noch am gleichen Tag losgefahren um sich das anzusehen. Hin und wieder kommt es schon mal vor, dass bei Rückschnitten auf Grünflächen die Grünabfälle nicht ordentlich abtransportiert werden und dann die Wasserläufe stauen. Im Fall Harheim war aber ein anderer Grund die Ursache für den steigenden Wasserstand. Irgendjemand muss den Schieber am Harheimer Stadtweg zugedreht haben, so dass das Wasser im Borngraben nicht mehr ablaufen kann. „Spätestens am Wochenende wären die Kleingärten unter Wasser gestanden,“ meint der Fachmann der Frankfurter Stadtentwässerung, und wundert sich, wer und warum sich jemand an dem Schieber zu schaffen macht. Ein Streich unausgelasteter Jugendlicher? „Unwahrscheinlich…“, meint der Fachmann fürs Wasser, „… dazu braucht man Werkzeug das man nicht im Handtäschchen mitnehmen kann.

Danke also an den aufmerksamen Harheimer, der diese vergleichsweise unbedeutende Beobachtung weitergeleitet und so Schlimmeres verhindert hat.

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07.12.2021 Jetzt eingeweiht: ein Jugendhaus in Harheim.

Clubeigene Wandmalerei im Inneren

„Macht hoch die Tür die Tor macht weit“ – einen offenen Jugendclub mit einem Kirchenlied aus dem 17. Jahrhundert einzuweihen, das mag schon etwas antiquiert, schräg und widersprüchlich sein. Den vielen Kindern und Jugendlichen in Harheim nahe am Wohnort einen Raum anzubieten, einen Ort, an dem sie sich mit Freunden treffen können und gleichzeitig Anregung, Hilfe und Beratung bekommen können, diese Idee war in Harheim immer schon schräg, antiquiert und widersprucherregend. Deswegen war an diesem Abend das ostpreussische Adventslied von Pfarrer Georg Weissel aus dem Jahr 1623 anlässlich der feierlichen Einweihung der Altroßgärter Kirche in Königsberg ganz bestimmt eine gute Wahl mit äusserst symbolhaftem Inhalt.

Hier kann man´s aushalten. Der KiJu von Innen.

Die Hauptpersonen des Abends, die Kinder und Jugendlichen, hatten sich fernab der mit Kinderpunsch und Grußreden feiernden Erwachsenen bereits im betriebsamen Jugendclub an Bar, Billardtisch und Kicker vergnügt breit gemacht, während Pfarrerin Petra Lehwalder zusammen mit den Ehrengästen aus Kirchenvorstand, Magistrat, Stadtverordnete, Ortsbeiräten und anderen coronakonform mit Abstand noch einmal 20 oder gar 25 Jahre Entstehungsgeschichte der Harheimer offenen Jugendarbeit Revue passieren ließen. Wären sich die Ortsbeiräte im schönen Harheim immer alle einig gewesen, hätte es einen offenen Jugendclub vielleicht schon früher gegeben, deutete die ehemalige Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld (CDU) vorsichtig an. Stadträtin Anna Grundel (GRÜNE), die die Grüße des Magistrats und der Sozialdezernentin Elke Voitl überbrachte, brachte es freudig und nüchtern auf den Punkt: Gut, dass es auch in Harheim jetzt ein „Jugendhaus“ für Kinder und Jugendliche gibt. Jugendhaus? Nun, das war vielleicht ein klitzekleines bisschen übertrieben. Immerhin „besetzt“ die junge Generation ab 11 Jahren das neu renovierte Souterrain des Gotteshauses, das aus seinem Rumpelkammerdornröschenschlaf mit einer munteren Renovierung wachgeküsst wurde. Das bringt aber sicherlich so auch gleichzeitig quirliges Leben in das Haus der Kirchengemeinde und rückt sie mindestens virtuell ein paar Meter naher in die Mitte des Stadtteils. „Offen“ heisst im Übrigen: Jungen und Mädchen ab 11 Jahren, egal welcher Konfession, Religion oder Herkunft. Warum denn eine offene Jugendarbeit in einem kirchlichen Raum stattfindet? Ganz einfach: weil die evangelische Kirchengemeinde das Wagnis eingegangen ist, und Raum und Trägerschaft bereitgestellt hat. Denn auf ein eigenständiges Jugendhaus hätte der kleine Stadtteil Harheim vermutlich noch lange warten müssen.

Wie ein typisches Jugendhaus sieht´s nicht aus, aber wichtig sind einfach die inneren Werte. Der Eingang zum KiJu-Club ist links bei der Tanne.

Inoffiziell geöffnet ist der Kinder- und Jugendclub in Harheim schon seit Oktober, also rechtzeitig zum Beginn der kalten, feuchten Jahreszeit, in der es draußen, auf der Spielstraße etwa, fürs gemeinsame Abhängen und Chillen einfach zu unwirtlich ist. Viel Werbung war gar nicht nötig. Hauptsächlich die Mund-zu-Mund-Flüstertüte hatte die Nachricht unter der Zielgruppe verbreitet. „Das wird in Harheim schon ganz gut angenommen…“ bestätigt der hauptamtliche ständige Mitarbeiter und Betreuer des Jugendclubs, „da sind schon mal gelegentlich bis zu 20 Kinder da“. Das ist unter schwierigen Coronabedingungen und für Harheim schon ein ordentlicher Wert. Jetzt endlich müssen Kinder und Jugendliche nicht mehr mit Bus oder Fahrrad in andere Stadtteile fahren und sich zugleich Eltern keine Sorgen machen, was den Kids alles zustoßen könnte. „Alles hat seine Zeit“ hatte Pfarrerin Lehwalder zitiert. Jetzt war endlich die Sternstunde für Raum und Zeit und offen für alle Kinder und Jugendliche.  


Fakten:
Die Öffnungszeiten des Kinder- und Jugendclubs Harheim finden Sie oder Ihre Kinder auf https://www.kijuclub.de/zeiten/

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