09.07.2021: Zugausfälle, Umleitungen und Busersatzverkehr: Hier ist der Sommer-Nicht-Fahrplan von DB und VGF.

Berkersheimer Bahnhof: Hier fährt erst mal (fast) keine S6 mehr

Wegen Gleisbauarbeiten werden Harheim und andere Frankfurter Stadtteile nördlich der Nidda vom Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) abgeschnitten. Sowohl die S6 am Berkersheimer Bahnhof wie auch die U2 in Kalbach fahren zumeist gar nicht.

Die DB gibt richtig Gas mit dem Streckenausbau an der S6, da sind fahrende Züge und wartende Fahrgäste natürlich erst mal im Weg. Von Anfang Juli bis Mitte September nutzt die Bahn die Sommerferienzeit und sperrt die S-Bahn-Strecke zwischen Bad Vilbel und Frankfurt weitgehend total und die S-Bahn-Züge fallen ganz aus. Nur zwischen dem 2. August und dem 13. August fährt die S6 stündlich und der Bus 25 bringt abgestimmt noch Fahrwillige von Harheim zum Berkersheimer Bahnhof.

Lediglich zwischen Bad Vilbel und Frankfurt wird ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet, der von Vilbel über Konstablerwache zum Hauptbahnhof fährt. Achtung, Harheimer*innen: Die Fahrt per Busersatzverkehr über Vilbel nach Frankfurt dauert nicht nur länger, ist auch teurer. (Sie genießen das Busfahren ja auch länger).

Hier eine grobe Übersicht:

(siehe auch:
https://www.s6-frankfurt-friedberg.de/files/page/01_Aktuelles/1_AIs/2021/pdf/20210528_S6_kbs630_Sommer_Sperrpausen.pdf)

Die Angaben der Bahn

Für aktuelle Informationen hat die DB eine eigene Internetseite eingerichtet:
https://www.s6-frankfurt-friedberg.de/aktuelle-meldungen.html

Hier fährt der Bus 25 – vorläufig nicht mehr

Als wär´s nicht schlimm genug, fährt die U2 wegen Gleisbauarbeiten vom 17. Juli 2021 bis zum 30. August 2021 vom Südbahnhof kommend nur bis zur Station Riedwiese/Mertonviertel. Die U9 wird wegen Bauarbeiten vollkommen eingestellt.

Die Frankfurter ÖPNV-Experten von VGF, TraffiQ und DB haben es offenbar ausgezeichnet hingekriegt, ein paar Stadtteile von Frankfurt abzukoppeln. Harheim ist voll dabei. Mal sehn, was als nächstes kommt.

Wie kommen die Harheimer*innen nun im Sommer in die Innenstadt? Ganz einfach: mit dem Fahrrad! Zwei praxisnahe Tips: Erstens ist die Schranke am Berkersheimer Bahnhof vermutlich durchgehend offen, weil auch die Fernverkehrszüge der DB umgeleitet werden. Also Null Wartezeit an der geschlossenen Schranke. Nutzen Sie die Gelegenheit, solange es den offenen Bahnübergang noch gibt. Per Rad sind sie über Preungesheim und Eckenheim in ca. 30 Minuten in der Innenstadt. Wer es nicht so weit haben mag, kann mit dem Rad bis zur U2-Haltestelle Riedwiese/Mertonviertel fahren und von dort aus mit der U2 weiter zum Südbahnhof.

Das klingt anstrengend, wer es aber mal gemacht hat wird feststellen, das kann entspannend sein, solange es nicht regnet. Für alle, denen das auch noch zu kompliziert ist, bleibt der ultimativ schönste Tip: ab in den Urlaub. Am besten sechs Wochen lang.

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06.07.2021: Schotterweg bleibt Schotterweg

Fahrradfreundlicher Schotterweg. Mountainbike empfohlen.

Dauerbrennerthema Schotterweg bleibt Dauerbrennerthema. Nachdem noch im Mai Ortslandwirt Axel Schmidt (CDU) angegeben hatte, dass die geschotterten Wege „…in den nächsten Tagen erneut ausgebessert werden..“, erklärt dagegen Ortsvorsteher Dr. Frank Immel (CDU) am Montag in der Bürgerfragestunde nun, das Amt für Straßenbau und Erschließung habe eine Nachbesserung abgelehnt, da der Schotterbelag sich im Laufe der Zeit von alleine fahrrad- und fußgängerfreundlich verdichten und glätten würde. Fraktionssprecher Stefan Quirin (CDU) fügte noch hinzu, dass sich die Harheimer*innen eben entscheiden müssten, ob das nun ein Wirtschaftsweg oder ein Fahrradweg sein solle. Stirnrunzeln bei manchen Harheimer*innen. Was sollten die Harheimer*innen gerade entscheiden?  

zu grob für normale Fahrräder

Vielleicht wäre es hilfreich gewesen, noch einmal einen Blick in den Antrag der BFF vom Juni 2020 zu werfen, in dem die Ortsbeiräte einstimmig gefordert hatten, dass die Feldwege in Abstimmung mit dem Ortslandwirt saniert und instand gesetzt werden sollen. In der Begründung stand klar verständlich: „..Feldwege sind Wirtschaftswege und dienen überwiegend land- und forstwirtschaftlichen Zwecken sowie der Benutzung zur Erholung, etwa durch Spaziergänger und Radfahrer…“. Damit war vom Ortsbeirat doch die Berücksichtigung der Spaziergänger und Radfahrer bei der Wegesanierung schon verpflichtend in die Wiege gelegt.

Die eigentlich offene Frage ist nur noch: weshalb setzt das Amt für Straßenbau und Erschließung den Beschluss des Ortsbeirates nicht um? Eine Frage, die der Ortsvorsteher sicherlich leicht klären kann.

Fakten
Stellungnahme des Magistrats vom 5.10.2020, ST1744

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30.06.2021: Bürgerhaus bleibt Bürgerhaus?

Das Bürgerhaus Harheim

Am 27. April 1974 wurde das Harheimer Bürgerhaus eingeweiht. 1974 trat in den USA Präsident Nixon wegen der Watergate-Affäre zurück, die meistverkaufte Single in Deutschland war Kung Fu Fighting von Carl Douglas, ABBA gewann den Grand Prix d´Eurovision mit Waterloo, Volkswagen brachte den ersten VW Golf als Nachfolger des legendären Käfers auf den Markt. Und in Harheim eben Bürgerhauseröffnung. Die Baukosten hatten damals etwa drei Millionen DM betragen. Vermutlich hatte bei der Einweihung der Musikverein Harheim gespielt, völlig unabgelenkt von Smartphone Klingeltönen, die alle erst noch erfunden werden mussten. Zukunft hieß damals noch 1984. Das Jahr 2021 kam höchstens im Science Fiction vor. 1979 erlangte das Bürgerhaus kurzzeitig weltweite Berühmtheit durch das dritte Russell Tribunal, das hier stattfand. Nun ist Harheim in der Zukunft angekommen und macht sich Sorgen um den weiteren Bestand des Bürgerhauses, das vielen Vereinen Räume für Proben und Versammlungen zur Verfügung stellt und gleichzeitig der einzige öffentliche Harheimer Veranstaltungsraum für Familienfeiern oder andere Partys ist.

Frankfurts Bürgerhäuser waren in der Hand der städtischen Saalbau und 1993 war erstmals deutlich geworden, dass der Unterhalt und Betrieb der vielen Bürgerhäuser erhebliche Kosten mit sich bringt. Deshalb mussten nun die Vereine für die Räume von da an eine geringe Miete bezahlen, die allerdings regelmäßig erhöht wurde. Einige Jahre später war das Bürgerhaus Harheim komplett von einem Pächter übernommen und firmierte nicht mehr unter der Flagge der Saalbau. Vereine und Familien konnten nahtlos weiterhin zu den günstigen Konditionen buchen – jetzt aber beim Pächter. Nun führten zunehmend die Gedanken an fällige Renovierungen und Modernisierungen zu zentimeterdicken Sorgenfalten auf einigen Stirnen. Was wäre, wenn das Dach oder die Heizung saniert werden müsste? Was wird sein, wenn das Bürgerhaus Modell 1974 nicht mehr den Anforderungen des Brandschutzes Ausgabe 2021 entspricht?

Seniorentreffpunkt? Schon lange nicht mehr

Nun ist in den letzten Monaten ein neuer Vertrag zwischen der ABG (als neue Muttergesellschaft der Saalbau) und dem Pächter ausgehandelt worden. Damit wird die Saalbau wieder die Belegung und Vermietung übernehmen, das Catering ist nicht mehr an den Pächter gebunden. Aber die Saalbau/ABG wird offenbar auch einige Umbaumaßnahmen durchführen. Der Clubraum 1+2 soll als Brandschutzgründen nicht mehr abgeteilt werden. Damit sind Familienfeiern mit 80 Gästen wohl weiterhin möglich, aber nur noch im großen Saal.

Deswegen haben nun Vereine und die Harheimer*innen zunehmend Sorge, dass „Ihr“ Bürgerhaus über kurz oder lang ein ähnliches Schicksal wie das Nieder-Erlenbacher Exemplar erleiden wird. Der Pächter geht raus. Die Küche muss saniert werden, die Sanierung ist aber zu teuer. Also werden nur noch Räume ohne Restauration vermietet. Und bei der nächsten Revision taucht vielleicht die Frage auf, ob das alles tatsächlich wirtschaftlich ist.

Der Ortsbeirat hatte zur nächsten Sitzung am 5. Juli eine*n Vertreter*in der ABG eingeladen, um dem Ortsbeirat und den Bürger*innen die mittel- oder langfristigen Pläne und Perspektiven für das Bürgerhaus darzulegen. Die ABG sieht jedoch keinen Gesprächsbedarf und verweist nur in der Frankfurter Neuen Presse darauf, „…dass sich die Saalbau [künftig] um die Vergabe der Räumlichkeiten kümmern wird, weil wir die Nutzung des Bürgerhauses durch Vereine langfristig sichern wollen

Die Räumlichkeiten würden damit in Zukunft zu den üblichen Saalbau-Konditionen zur Verfügung stehen, wie das bei anderen Bürgerhäusern auch der Fall ist. Punkt.
Ob das die Harheimer Vereine wirklich beruhigen wird?

Mit oder ohne ABG oder Saalbau: in der nächsten Ortsbeiratssitzung am 05.Juli 2021 um 20 Uhr wird über das Bürgerhaus weiter diskutiert. Im Bürgerhaus.

Ortsbeiratssitzung
Montag, 05. Juli 2021, 20 Uhr im Bürgerhaus Harheim.  

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29.06.2021: Geht das nicht besser? Deutsche Bahn plant eine 25er Bushaltestelle.

Noch ist die 25er Bushaltestelle wenige Meter neben dem Bahnsteig

Ausbau auf vier Gleise und Wegfall des Bahnübergangs am Berkersheimer Bahnhof. Die DB-Baustelle bringt für einige Jahre eine Menge Veränderungen und Einschränkungen für die Menschen, die am nördlichen Stadtrand wohnen. Zum Beispiel für die Bushaltestelle. Wenn Sie mit dem 25er Bus bis zur S-Bahn und weiter nach Frankfurt fahren wollen, sollten Sie zukünftig ein wenig mehr Zeit einplanen. Heute noch können Sie direkt neben dem Bahnsteig aus dem Bus aus- und 10 Meter später in die S-Bahn Richtung Frankfurt einsteigen. So einfach werden Sie das dann nicht mehr haben, denn nach der Planung der DB wird die Bushaltestelle etwa 200 Meter vom Bahnsteig weg Richtung Harheim verlegt. Für das Bauteam der DB ist das vielleicht die einfachste Lösung, denn dann steht der wartende Bus dem Baustellenverkehr nicht mehr im Weg. Die Nutzer*innen von Bus und Bahn müssen nach Ansicht des Projektleiters nur 150 Meter weiter laufen. Aber geht das nicht auch besser?   

Hierhin ungefähr will die Deutsche Bahn die Haltestelle für den 25er Bus verschieben. 200 Meter weiter weg vom Bahnsteig. Aber warum?

Wir schlagen dagegen vor: Die Haltestelle bleibt grundsätzlich da, wo sie ist, und wird wegen den neuen Gleisen baubedingt falls erforderlich nur um wenige Meter verlegt. Platz für Haltestelle und Wendeschleife ist dort genug.

Für die umsteigenden Fahrgäste ändert sich dann nichts. Die müssen nicht 200 ExtraMeter bei Wind und Wetter von Haltestelle über Baustraßen laufen und sind aus der Gefahrenzone. Sie steigen vom Bus aus und gehen auf den Treppenstufen des neuen provisorischen Fußgängerstegs sicher zum Bahnsteig.

Fehlplanung? Ausgerechnet da, wo die Wendeschleife für den Bus Platz hätte, hat die DB Bürocontainer aufgestellt. Damit die Angestellten und Projektleiter nicht so weit zu den Schienen laufen müssen.

Neben der Haltestelle kann der Bus weiterhin an einer Wendeschleife wenden und warten, denn der Platz dafür ist vorhanden. Ja ABER, hören wir die DB schon einwenden .. dort ist die Fläche belegt durch Bürocontainer der DB oder Zulieferfirmen. Nun ja, das ist dann wirklich blöd gelaufen und war unüberlegt geplant. Denn dann müssten die Harheimer Pendler*innen jahrelang täglich den zwei mal 200 Meter längeren Weg laufen. Selbst wenn die Bürocontainer der DB längst wieder weg sind.

Fazit:
Die Verlegung der Haltestelle bietet dem DB-Bautrupp keinerlei Vorteile und bringt den Bus- und Bahnkunden über viele Jahre nur längere und gefährlichere Wege.



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24.06.2021: Langfinger unterwegs? Garageneinbrüche in Harheim.

Immer gut abschließen, wenn was wertvolles in der Garage steht.

Frühaufsteher*innen reiben sich vor ihrer offener Garage überrascht die Augen und klingeln frühmorgens die Nachbarn aus dem Bett. Im Bereich Riedhalsstraße/Bürgerstraße waren in der Fußballdramanacht zum Donnerstag eine Reihe von Garagen von Unbekannten geöffnet oder aufgebrochen und nach Verwertbarem durchsucht worden. Geklaut wurde nach ersten Angaben der Anwohner allerdings nichts, in mindestens einem Falle wurden zwar Fahrräder aus der Garage an die Straße gestellt – möglicherweise für die geplante Abholung. Aber irgendetwas musste den oder die offenbar nach Wertvollem Suchenden gestört haben. Beobachtungen und sachdienliche Hinweise nimmt das 14. Polizeirevier Frankfurt (069 75511400) gerne entgegen. Auch im normalerweise friedlichen und sicheren Stadtteil Harheim kommt es zu solchen Geschehnissen, wenn auch selten. Achten Sie also bitte darauf, Ihre Wertsachen stets an einem sicheren Ort aufzubewahren.

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