01.02.2020: After the BREXIT Party? Nö. Après-Ski-Party? Yessss!!!

Harheim

Regen wie aus Eimern und trotzdem gute Stimmung? Klar, das geht…

Regen wie aus Eimern und stürmische Böen. Als hätten die Briten nach dem Brexit ihr schlimmstes Wetter nach Europa ausgewiesen. Als wolle das Klima doch mal zeigen, wie gemütlich eine Après-Ski-Party in dreißig Jahren sein wird, wenn man Schnee nur noch aus den Märchenbüchern kennt. Die Après-Ski-Party des MVH wird’s ohne jeglichen vernünftigen Zweifel dann aber bestimmt immer noch geben, alleine schon, um nostalgisch dran zu erinnern, wie es damals war, als es noch Schnee und Skipisten gab, und richtige Bretter, die nicht an Hütten genagelt wurden, sondern auf denen man die Pisten runter fuhr. Mit richtigen Après-Ski-Feeling und an mondbeschienenen, schneebedeckten Alpenhängen und leise rieselt der Schnee. Aber aktuell vor Ort hatten sich von den vorgegebenen meteorologischen Widrigkeiten weder die vielen bienenemsigen Hände der Harheimer Vereinsmusiker beeindrucken lassen, noch die Harheimer und –innen selbst, die gekommen waren, um auf Harheims Piste, dem Alten Kirchplatz, Party und Stimmung zu haben.

Harheim

… dank den Party Cräääckers

Das wiederum war wesentlich einer Urberacher Musikkapelle mit starker Bläserabteilung zu verdanken, nämlich den Party Cräääckers. Die hatten einfach trotz strömendem Regen angefangen zu spielen, als ginge jeden Moment die Sonne hinter dem Harheimer Hof wieder auf, und eine halbe Stunde später war tatsächlich kein Regen mehr da, die Party Cräääckers aber, die alten und neuen Urberach-Mukke-Fans immer noch. Und die wollten eindeutig noch viel mehr. Zu diesem Zeitpunkt hatte es ein paar große, dicke Schirme durch ein paar Böen schon vom Tisch geweht, aber egal, das tat der Stimmung keinen Abbruch. Ein Glück, dass die Harheimer Musikvereinler darauf eingestellt waren, genügend Flüssigtreibstoff und Käsespätzle beizuschaffen. Also, der Beweis ist vom MVH erbracht. Zu einer coolen, heißen Après-Ski-Party braucht´s gar keinen Schnee.

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02.02.2020: Harheimer Niddabrücke ab Montag, 3. Februar, für Fußgänger und Radfahrer wieder offen.

Niddabrücke

Freitag nachmittag vor der Brückeneröffnung: noch ist allerlei zu tun, damit am Montag früh Menschen über die Brücke nach Berkersheim können.

Zwei Wochen längstens sei die Niddabrücke vollständig gesperrt, so war die Ankündigung der Deutschen Bahn (DB Netze). Erstaunlicherweise eine der wenigen Versprechungen, die möglicherweise eingehalten werden. Wie die Bahn auf der eigens für den Bau eingerichteten Internetseite am Donnerstag bekanntgegeben hat, können Fußgänger und Radfahrer die Brücke ab Montag, 3. Februar wieder passieren und so zum Bahnhof Berkersheim oder nach Berkersheim und weiter nach Preungesheim kommen. Die Arbeiten an der Brücke sind soweit fertiggestellt. Die Fußgänger und Radfahrer werden künftig an einem seitlich an der Brücke angebrachten Steg über die Nidda geleitet und sind vom motorisierten Verkehr getrennt – sobald der auch wieder über die Brücke fahren darf. Im nächsten Schritt werden die Rampen für die nun höher liegende Brücke gebaut. Der motorisierte Verkehr, also LKWs aber auch die Busse, werden noch ein paar Tage warten müssen, bis diese Rampen angebaut sind. Voraussichtlich ab dem 1. März wird die Brücke dann auch für den motorisierten Verkehr freigegeben werden.

Also:
Harheimer Niddabrücke ist wieder offen:
Für Fußgänger und Radfahrer ab dem 3.2.
Für Fahrzeuge ab dem 1.3.

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29.01.2020: Henne oder Ei? Ladestationen oder Elektroautos – was braucht man zuerst?

Ladestationen

öffentliche Ladestation in Pontassieve (ca. 20.000 Einwohner) bei Florenz.

Ein E-Auto kauf ich erst, wenn es ausreichend Ladestationen gibt“, sagt A. B dagegen sagt: „Ladestationen würde unser Unternehmen ja bauen, aber es gibt zu wenige Nutzer von E-Autos und zu wenig Nachfrage“. Ladestationen für E-Autos – brauchen wir die in Harheim? Auch wenn es kaum E-Autos gibt?

Die SPD im Ortsbeirat sagt ja, und will eine am Alten Harheimer Kirchplatz aufstellen, da wo heute Taxis parken dürfen. Die Grünen sagen auch ja, die wollen die Ladestation aber auf dem Parkplatz an der Bleiche (Zur Untermühle). Wahrscheinlich werden nun beide ihre Ladestationen nicht kriegen, und das hängt nicht einmal mit der CDU zusammen, die weder für das eine noch für das andere ist, und meint, Einzelaktionen bringen nichts, da muss erst mal ein Konzept her. Dieses Konzept gibt es überraschenderweise schon seit wenigen Wochen. Mit dem schön klingenden Titel „Elektromobilitätskonzept und Umsetzungsstrategie für die Stadt Frankfurt am Main“. Eine Studie im Auftrag der Stadt Frankfurt. Und beschreibt, wie es in der Bankenstadt Frankfurt mit dem Ausbau der E-Mobilität funktionieren soll. Viel Hoffnung für Harheim macht dieses Konzept aber leider nicht.

E-Mobilität

Ladestationen in Premeno am Lago Maggiore

Ladesäule ist nicht gleich Ladesäule. Das muss man wissen, um die Studie zu verstehen. Neben den Normalladesäulen mit haushaltsüblicher 220V Steckdose und einer Ladeleistung von bis zu 22kW gibt es Gleichstrom Schnellladesäulen mit 22kW bis 50kW. Die lassen sich meist einfach ins Niederspannungsnetz einbinden und könnten auf Parkplätzen, in Parkhäusern oder auch auf P&R-Parkplätzen stehen. Richtig interessant wird es aber erst mit den Schnellladesäulen mit mehr als 50kW (bis etwa 350kW) für das „urbane Schnelladen“. Bei diesen Ladestationen ist der aufwändige Anschluss ans Mittelspannungsnetz erforderlich, und das geht nicht überall. Damit kann ein Fahrzeug in etwa 20 Minuten fast voll geladen werden und man träumt nun von tankstellenähnlichen Ladeanlagen. Hinfahren – einstöpseln – 20 min Zeitunglesen – abstöpseln – zahlen – weiterfahren. Alles super. Hätten diese Super-Schnellladestationen nicht einen eklatanten Nachteil: die sind sehr viel teurer. Da aber das E-Auto um so mehr Sinn macht, je schneller es geladen werden kann, werden möglichst viele von diesen E-Tankstellen gebraucht. Man möge sich doch nur die Horrorsituation vorstellen, dass Hunderttausende morgens stolz mit ihrem E-Auto zur IAA aber abends nicht mehr nach Hause kommen, weil vor den wenigen Ladestationen lange Schlangen stehen.

Das E-Mobilitätskonzept schlägt da nun vor, möglichst viele E-Tankstellen an den Hauptverkehrsadern der Stadt einzurichten, damit halbwegs problemfrei auf dem Weg zur Arbeit oder zum Mandanten ein Paar Watt Strom eingefüllt werden können. Harheim liegt aber nicht an einer Hauptverkehrsader. Also wird es keine E-Tankstelle geben. Und schon gar nicht an der Bleiche oder am Alten Kirchplatz.

Ladestation_20200118_163145

Ladestation bei Baumarkt Maeusel, Bad Vilbel

Nun gibt es aber noch ein anderes Problemchen, das beim Lesen des Konzepts sich in den Vordergrund drängt. Die Stadt Frankfurt hat dargestellt, dass Hochleistungsladestationen aktuell eine hohe finanzielle Investition erfordern und nicht wirtschaftlich betrieben werden können. Und da will die Stadt sich raushalten. Analysiert man die Aufteilung der To-Do-Liste des Konzepts, überlässt man die Anschaffung der E-Fahrzeuge den Bürgern und Gewerbetreibenden, die Einrichtung und den Betrieb der Ladestationen sollen Energieversorger, Industrie, Handel und gewerbliche Anbieter stemmen, – inclusive der Investitionen. Und was bleibt nun noch für die Stadt Frankfurt übrig zu tun? Ganz einfach: Die Stadt stellt die Rahmenbedingungen auf.
Wer also nun vermutet, die Stadt der Banken überlässt alles, was Geld kostet anderen, und stellt nur die Spielregeln auf, wie das Geld ausgegeben wird, der liegt nicht so ganz daneben.

Den Bedarf an Ladestationen rechnet die Studie für Harheim bis auf 17 hoch. Aber werden Ladestationen in Harheim entstehen? Eher nicht. Viel spricht dafür, dass die großen Energieversorger teure öffentliche Ladestationen dort einrichten werden wo viel Verkehr und viel Umsatz ist. Aber da bliebe ja noch die Möglichkeit, dass Handel, Gewerbe und Industrie oder sogar Vereine Ladestationen auf ihrem Parkplatz aufstellen, so wie Aldi in Nieder-Erlenbach oder Maeusel in Bad Vilbel, und die Kunden oder Mitglieder während ihres Fussballtrainings oder beim Einkaufen ihr Fahrzeug mit Strom betranken.

Tatsächlich gibt es diese Möglichkeit. Sie muss aber auch von Handel, Gewerbe, Industrie und Vereinen vorfinanziert werden. Ob sich darum Netto, der Comet, die SG Harheim oder der TV Harheim reißen werden, das kann man nicht ausschließen. Aber sechs Richtige im Lotto könnten wahrscheinlicher sein.

Aber – braucht man überhaupt eine Ladeinfrastruktur für E-Autos? Wenn es kaum E-Autos gibt?

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21.01.2020: Geschichte statt Gerüchte: Die feierliche Enthüllung der Harheimer Geschichte seit der Steinzeit.

Ortstafeln Harheim werden enthüllt

Pünktlich um 11:30 werden die Tafeln von Dr. Frank Somogyi und Ralf Kleinschmidt enthüllt

Eigentlich standen die beiden Ortstafeln neben dem alten Harheimer Rathaus schon seit dem Weihnachtsmarkt und waren nur wenigen aufgefallen. Jetzt mussten die in Edelstahl gefassten historischen Informationen erst verhüllt werden, damit sie beim Neujahrsempfang des Kulturverein Harheims wieder enthüllt werden konnten. Natürlich wäre es ein magischer Zaubertrick gewesen, wären bei der Wiederenthüllung plötzlich ganz andere Informationen ans Tageslicht gekommen. Aber so viel Harry-Potter-Zauber war dann den Tafeln doch nicht gegeben, vielleicht hätten sie dafür in der „Winkelgasse“ stehen müssen. Die historischen Abbildungen und Daten, der Stadtteilplan, die Luftaufnahme sind natürlich unveränderbar in die Platten geätzt und so beschichtet, dass auch alle Versuche verhinderter Graffitykünstler erfolglos bleiben werden, ihre Initialen oder Tags darauf anzubringen.

Ortstafeln Harheim werden enthüllt

„Und an dieser Stelle war 1861 ……“ Margot Schäfer ist sowas wie das Wikipedia der Harheimer Historie.

Leise geflüsterter Sarkasmus „Wieso hängt denn der Busfahrplan nicht da drin“ konnte die Freude von Dagmar Wendler, der Vorsitzenden des Kulturvereins, nicht trüben. Knappe Darstellungen zeigen die Geschichte von der Jungsteinzeit bis heute in Momentaufnahmen „vom Dorf Harheim bis zum Stadtteil“. Eine Stadtteilkarte zeigt das heutige Harheim mit den aktuellen Straßennamen. „Die Tafeln haben einen hohen Informationswert“, meint die Vereinsvorsitzende, auch wenn sie zugeben musste, dass einige der Angaben schon wieder überholt sind. Seit letztem Jahr ist die Zahl der Harheimer Einwohner schon wieder gestiegen. Aber aktuelle Informationen können für Smartphonebesitzer auch über den QR-Code auf den Tafeln abgerufen werden, die direkt auf die Internetseite des Kulturvereins führt.

Ortstafeln Harheim werden enthüllt

Ortsbeirat Axel Schmidt und Ex-Stadtbezirksvorsteher Horst Schmidt sehen sich den Übersichtsplan von Harheim an.

Etwas mehr als 5000 Euro und viel Schweiß, Zeit und Engagement von Mitgliedern und Unterstützern des Kulturvereins haben die Tafeln den Kulturverein gekostet. Der Ortsbeirat hat das Projekt mit einem Zuschuss von 2000 Euro gefördert. Und während der Kulturverein den Neujahrsempfang nach der Enthüllungszeremonie schnell im wärmeren Inneren des alten Rathauses bei Häppchen, Quiz und Wein fortsetzt, stehen neugierige Harheimerinnen und Harheimer schon vor den Tafeln und erzählen sich Anekdoten aus der Vergangenheit. Schön, wenn die Ortstafeln auch zu mehr Gespräch und Verständigung beitragen.

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20.01.2020 Niddabrücke gesperrt.

Niddabrücke

Ende einer Dienstreise an der Nidda

Die Niddabrücke ist seit Montag gesperrt. Der S-Bahnhof Frankfurt Berkersheim kann weder zu Fuß, noch mit Fahrrad und auch nicht per Bus erreicht werden. Viele Harheimerinnen und Harheimer sind von ihren gewohnten Verbindungen zu Schule und Arbeitsstelle abgeschnitten. Wer also kein eigenes Auto vor dem Haus hat, dem bleibt nur noch die deutlich längere Umleitungsstrecke mit dem Bus 25. Verbunden mit einer etwa 15 Minuten längeren Fahrtzeit. Schlimmer als die Harheimer, die nach Berkersheim wollen und vor der Brücke bedröppelt in die Nidda schauen, sind die S6-Fahrgäste dran, die in Berkersheim aussteigen, durchs schöne Niddatal bis zur Niddabrücke laufen, und sich dann Fragen, wie die Reise denn weitergehen soll. Mindestens bis zum Sonntag hatte die Deutsche Bahn es für überflüssig gehalten, aussteigende Fahrgäste mit deutlich sichtbaren Hinweisschildern zu warnen.

Niddabrücke

..für höchstens zwei Wochen gesperrt…. (O-Ton DB)

Auf diese Situation hatten die Grünen in Harheim seit rund 15 Monaten nachdrücklich hingewiesen, waren aber von Magistrat und von der DB Netze AG mit Zusagen und Versprechnungen beruhigt worden, die aber allesamt nicht eingehalten wurden. Dass Radfahrer und Fußgänger nicht so ganz ins Geschäftsmodell der DB passen, ist noch nachvollziehbar. Dass die Interessen der Radfahrer und Fußgänger am Stadtrand der Fahrradstadt Frankfurt von Magistrat und Verkehrsdezernat ignoriert werden, ist ärgerlich. Gut dran ist, wer rechtzeitig vorgesorgt und einen Job mit Dienstwagen geangelt hat.

Niddaradweg

Auch der Niddaradweg ist betroffen. Fahrradverkehr wird über Bonames umgeleitet.

Betroffen sind übrigens nicht nur Harheimer, sondern auch der Stadtteil Nieder-Erlenbach auf der Frankfurter Gemarkung und die Fahrradfahrer aus Bad Vilbel, weil sie auf dem Niddaradweg an der Harheimer Niddabrücke nicht auf die andere Flussseite wechseln können. Für diesen Radverkehr wurden eine Reihe von Umleitungsschilder aufgestellt und die Radfahrer Richtung Bonames geschickt.

Die Harheimer Grünen hatten seit September 2018 immer wieder darauf hingewiesen, dass für den Fußgängerverkehr und Radverkehr die Verbindung über die Brücke nicht ersatzlos gekappt werden dürfe. DB und Magistrat hatten danach zwar versprochen, dass das THW vorübergehend eine provisorische Ersatzbrücke einrichtet. Aber im allerletzten Moment muss der DB Netze AG überraschend aufgefallen sein, dass die Pegelstände in der Nidda zu unterschiedlich sind, um eine Pontonbrücke über mehrere Tage einzurichten.

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