08.03.2021: Schon wieder Pfingstbergbebauung? Was bedeutet „Freiflächenentwicklung“ für Harheim?

Naturschutzgebiet Harheimer Ried

Freiflächenentwicklung!. Ein ganz schwieriger Begriff und viele Harheimer*innen zucken unwillkürlich zusammen, sobald dieses Wort das Trommelfell passiert. Unwillkürlich entstehen Assoziationen zu Pfingstbergbebauung oder der Idee, für die VGF einen Betriebshof auf den „Frei“-flächen zu planen. „Freiflächen“ – das klingt nach „Parkplatz“, so ähnlich wie „noch nicht aufgegessen“ oder „für spätere Verwendung. Freiflächen sind vielleicht für manche landwirtschaftliche Flächen, derzeit noch mit Zuckerrüben bebaut, die eigentlich nur noch auf ihre finale Bestimmung warten: die Umwandlung in Wohnraum.

Aber die Freiflächen Harheims oder Frankfurts sind so gesehen völlig unterbewertet. Diese Freiflächen sind klimawichtige Ackerlandschaften, Auen, Höhenzüge, Wälder mit Wegen fürs Wandern und Radfahren. Die unversiegelten und unbebauten Flächen sichern die Lebensqualität in Frankfurt und die Wohnqualität in der Innenstadt. Sie tragen viel dazu bei, dass über 80% der Frankfurter Bürger*innen gerne in Frankfurt wohnen. Diese Freiflächen kühlen durch die Verdunstungskälte die überhitzten Wohnquartiere, sie sind entscheidend für unser Wohlergehen und Gesundheit, aber auch für Artenvielfalt, für ein sich regenerierendes Klima, sauberes Wasser, wasserspeichernde Böden und saubere Luft zum Atmen.

Streuobstwiesen

Beschrieben ist das alles in der Bestandsaufnahme und Bewertung zur Fortschreibung des Freiflächenentwicklungsplans, ein schön gestaltetes Werk unter dem Titel „Was uns ins Freie zieht. Frankfurts offene Räume“. Die Universität Kassel hat alle Freiflächen erfasst und bewertet. Zu allen 46 Stadtteilen  gibt es detaillierte Steckbriefe und viele wissenswerte Informationen und eine tabellarische Übersicht. Ansehen lohnt sich. Der Stadtteil mit der geringsten Fläche an Überwärmung? Natürlich Harheim. 0,0%. Dank der Freiflächen.

Fakten:
Die gesamte Broschüre kann im Internet heruntergeladen werden:
https://tinyurl.com/4pmty2t7

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07.03.2021: Wahlplakate abgerissen und in den Bach geworfen. Ist das Kommunalwahlgesetz zu kompliziert?

Wahlplakat einfach in den Eschbach werfen? Kann teuer werden.

Nachdem sich in den Stadtteilen der Frankfurter Innenstadt die Beobachtungen häufen, dass Wahlplakate beschädigt oder abgerissen werden, hat dieser neue Trend nun vielleicht auch das paradiesische Harheim erreicht. Am Samstag wurden entlang des Eschbachs zwei Plakate der Grünen und zwei der BFF widerrechtlich entfernt oder klarer ausgedrückt: abgerissen. Vielleicht hatte ein(e) Erstwähler*in die Sache mit dem Panaschieren nicht ganz verstanden und gedacht, statt Durchstreichen von Kandidierenden auf dem Wahlzettel in der Wahlkabine wäre auch das Abreißen der jeweiligen Plakate dieser Kandidaten erlaubt. Leider aber ein großer Irrtum. Auch wenn die Fülle der Plakate wenige Tage vor der Wahl sicherlich nicht jederfraus und jedermanns Geschmack sind, bleibt die Entfernung in Eigeninitiative mindestens Sachbeschädigung und wenn – so wie im Harheimer Falle geschehen – die abgerissenen Plakate dann in den Eschbach geworfen werden, kommt eine Ordnungswidrigkeit wegen einem Umweltdelikt noch dazu.

Auch wer den Eschbach nicht trifft, machts nicht richtig.

Oberflächlich betrachtet mag ein Plakat im Bach keine große Sache sein. Im Extremregenfalle kann dieses Objekt dennoch zu einer Behinderung des abfließenden Wassers und Überschwemmungen führen. Auch bei den Plakaten gibt es einen Unterschied: die Plakate der Grünen sind aus recycelten Holzfasern und nachwachsenden Rohstoffen und können umweltschonend über das Altpapier entsorgt werden. Die Plakate der BFF sind wie die von vielen anderen Gruppierungen sogenannte Polypropylen-Hohlkammer-Stegplatten, die nicht einfach in den Müll geworfen werden dürfen, sondern fachgerecht entsorgt werden müssen.

Also daher: lieber Finger weg. Die Plakate übrigens müssen bis zum 28. März von den jeweiligen Parteien und Wählergruppierungen selbst abgehängt werden.

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01.03.2021: Stromausfall in Frankfurt – und was dann?

Was, wenn kein Strom mehr rauskommt?

Deutschland hat eines der sichersten Stromnetze der Welt. Normalerweise kommt ein „Blackout“ nur sehr selten vor und dauert auch nur wenige Minuten. Aber wenn´s nun wirklich mal hart kommt – sind wir darauf vorbereitet? Der letzte länger dauernde Stromausfall in Frankfurt war am 17. November 2020. Wegen eines Brandes im Umspannwerk Höchst kam in Höchst, Nied sowie in Teilen von Griesheim, Sossenheim, Zeilsheim, Sindlingen und Unterliederbach für mehrere Stunden kein Strom mehr aus der Steckdose. Was ist dann, wenn der Radiowecker morgens ausfällt, die Kaffeemaschine und der Herd nicht mehr geht und vielleicht das Handy auch ziemlich am Ende ist und nicht mehr geladen werden kann? Vor allem, wenn der Stromausfall länger andauert?

Auch die Stadt Frankfurt ist darauf nur eingeschränkt vorbereitet. In den Ämtern und Betrieben der Stadtverwaltung sind nur vereinzelt Notstromaggregate vorhanden. Damit kann der Betrieb von Trinkwassernotbrunnen und der Betrieb von Pumpwerken oder Wehren sichergestellt werden, um Überflutungen zu verhindern.
Jedes Krankenhaus verfügt über (mindestens ein) Notstromaggregat und kann über einen gewissen Zeitraum autark arbeiten.

überraschend viele Geräte laufen ohne Strom gar nicht mehr

Anders sieht es im öffentlichen Nahverkehr, bei den Tankstellen und in den Supermärkten aus. Der ÖPNV kann bei einem Blackout nicht aufrechterhalten werden. Der Betrieb von S- und U-Bahnen sowie Bussen wird eingestellt. Über mobile Tankstellen verfügt lediglich die Branddirektion. Daneben gibt es weitere notstromversorgte Betriebstankstellen mit Zugriffsmöglichkeit für die Branddirektion. „Normale“ Tankstellen für normale Bürger werden dagegen ohne Strom vermutlich auch kein Benzin oder Diesel verkaufen können. Natürlich haben auch E-Autos keinen Innovationsvorteil. Die Wallbox bei Ikea oder Aldi wird genauso stromlos sein, wie des Möbelhaus oder der Supermarkt selbst.

Genauso dunkel sieht es für die Bürger*innen in Harheim aus. Abgesehen davon, dass kein Licht mehr brennt, kein Kühlschrank, Herd oder Wasserkocher mehr geht, wird auch der Versuch scheitern, bei Netto noch kurz hamstern zu gehen. Keine Ladenkasse wird mehr funktionieren, kein Kreditkartenlesegerät mehr die Zahlung freigeben. Sofern ihr Telefon über einen Router funktioniert, wird es genauso im Tiefschlaf bleiben, wie ihr PC. Ihr Laptop läuft vielleicht, ins Internet kommt man mit etwas Glück vielleicht über das Smartphone. Sie müssen dann nur hoffen, dass die Notstromversorgung der vielen Frankfurter Rechenzentren angesprungen sind.

Schlechte Aussichten also. Beruhigend ist da nur noch die abschließende Ansicht des Energiereferats: „Nach Bewertung des städtischen Energiereferates wird das Risiko eines möglichen Blackouts auch in Zukunft als gering eingeschätzt.“

Und wenn es doch mal passiert? Alle betroffenen Frankfurter*innen mit einem Campingkocher, Holzkohle-Grill, mit einem guten Buch zur Hand, ein paar Kerzen, vielleicht sogar mit einer Solaranlage auf Dach oder Balkon die lokal Strom liefern kann, sind dann leicht im Vorteil. Ebenso die, die in ihrem Klein- oder Gemüsegarten von den selbst angebauten Erzeugnissen leben können. Wenn´s mal wirklich lange dauert. Darüber hinaus hilft nur eine ordentliche Portion Geduld.


Fakten:
Bericht des Magistrats B417 vom 28.08.2020:
„Möglicher Blackout in Frankfurt“
https://www.stvv.frankfurt.de/download/B_417_2020.pdf

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27.02.2021: Soll, ist geplant, ist beauftragt. Die Bildungsdezernentin informiert: Schulen und Kinderbetreuung in Frankfurt-Nord.

Wann wird die Grundschule Harheim digitalisiert werden?

Dass bei der Digitalisierung der Schulen und beim digitalen Unterricht noch etliches im Argen liegt ist kein Geheimnis. Was da so alles geschehen kann, führte Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD) bei ihrem Nord-Gespräch eindrucksvoll vor. Die rund 80 Teilnehmer in einer Videokonferenz waren gut beraten, etwas Geduld mit zu bringen und ausgerechnet die ewigen Zuspätkommer, die früher schon immer in der Schule einen Verweis bekommen hatten, wurden zur Abwechslung einmal richtig belohnt. 30 Minuten später als angekündigt begann die Informationsdialogshow. Und sie begann vor der immer noch geduldig wartenden Gästeschar mit einem live-Soundcheck, der aus einem unerfindlichen Grund nicht in die ohnehin langweiligen 30 Minuten Verspätungswartezeit verlegt werden konnte. Ist halt Murphy-Gesetz.  

Dann endlich konnte die Bildungsdezernentin berichten, was sich in den Schulen und anderen Bildungsstätten in den vergangenen fünf Jahren so getan hat. Pandemiebedingtes Highlight ist natürlich die Digitalisierung und die freudige Nachricht, dass alle 165 Frankfurter Schulen mit insgesamt 9340 Laptops ausgestattet sind. Wie viele davon schon im Betrieb sind, darüber gab es jedoch keine Angaben. Die Zahl der Schulen, in denen WLAN zur Verfügung steht, wächst weiter. In der Ausdrucksweise des Bildungsdezernates klingt das im O-Ton so: „…Die Geschwindigkeit der WLAN-Ausstattung wurde seitdem [2020] verdreifacht. Von 30 Schulen im Jahr auf 100 Schulen im Jahr 2021. Alle anderen Schulen werden im Jahr 2022 ausgestattet….“. Auch die Harheimer Grundschule wird im Jahr 2022 dabei sein und auf Digitalisierung und WLAN noch ein bisschen warten müssen, aber vereinzelten Stimmen von Eltern zufolge will die Schule in den Schafgärten sich mit Digitalisierung ohnehin etwas Zeit lassen, da zuerst einmal das Lehrerkollegium digitalsicher gemacht werden müsste.

Grundschule Berkersheim: Hier gibts 42 Hortplätze für Harheimer Kinder.


Zurück zum Bericht der Dezernentin, der im Wesentlichen einen Ausblick auf die Zukunft skizzierte und im Top-Ten-Ranking der Worte das „Soll“ mit Abstand den Spitzenplatz belegte. Im Gebäude am Gen-Gurion-Ring sollen Schulen einen Platz finden, mindestens fünf Jahre sollen diese dort verbleiben, das Areal im Bereich der Hausnummern 172-174 soll zum Pausenhof werden, für fast 60 Millionen Euro sollen 100 Frankfurter Schulen mit WLAN ausgerüstet werden die Lehrer sollen eigene Geräte erhalten, der bestehende Personalbedarf soll über eine weitere Offensive gedeckt werden. Darüber hinaus wird derzeit der Neubau der Johanna-Tesch-Schule geprüft, der Umzug der IGS Kalbach-Riedberg verzögert sich, Auslagerungsräume werden gesucht und Alternativen geprüft. Der Neubau der Kita Sonnenwind ist in Planung. 2022 will man ausserdem eine Schulbau-Offensive einbringen, und, jetzt ganz sicher…  „Wir werden die Ausbildungszahlen erhöhen“.

Damit die mit Verspätung begonnene Informationsveranstaltung nicht erst mitten in der Nacht endet, wurden taktisch klug die Fragen verschoben auf Themenkleingruppen und jede der Gruppen durfte sich aus den vielen Fragen auf drei Exemplare an die Dezernentin einigen. Die Harheimer Gruppe wollte gerne wissen, wann der Ortsbeirat die Machbarkeitsstudie zur Erweiterung der Grundschule bekommt („Ja, können wir machen“) und weshalb die Dezernentin ankündigt, den U3 Ausbau in Harheim weiter „zu verfolgen“, wenn im Harheimer fact-sheet doch steht, dass keine Erweiterung geplant ist. Ein fragender Blick der Dezernentin zur Regie. „Da müssen wir das fact-sheet updaten“.  Schön, dass solche gravierenden Probleme sofort gelöst werden können.

Die allerletzte Frage an dem fast gelungenen Informationsabend dann schließlich vom Ortsvorsteher des Ortsbeirates 10, Robert Lange. „…wie werden denn die Harheimer Hortkinder mit dem Bus zu ihren Räumlichkeiten in der Berkersheimer Grundschule kommen, wenn der Bahnübergang am Berkersheimer Bahnhof endgültig geschlossen wird?“  Die Dezernentin zögert und befindet sich auf sehr dünnem Eis, ohne es zu wissen. Sie entscheidet sich zur Antwort, davon habe sie ja noch nie gehört, sie wolle mal mit dem Verkehrsdezernenten darüber reden.

Bildungsdezernentin Sylvia Weber am 16.06.2020 zusammen mit Kiz Leiter Dietmar Gutjahr in Berkersheim

Schade eigentlich. Am 16. Juni 2020 waren die Ortsbeiräte zum Vorort-Termin über die Betreuungssituation in die alte Berkersheimer Grundschule in der Berkesheimer Untergasse 18 eingeladen worden. Ein namentlich bekannter Ortsbeirat könnte Stein und Bein schwören und seine Sonnenbrille verwetten, die Dezernentin auf des Problem mit dem Bahnübergang am Berkersheimer Bahnhof  und den Bussen angesprochen zu haben. Aber er irrt sich bestimmt. Vielleicht hat er versehentlich mit einem Schrank oder einer Türe gesprochen.

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24.02.2021: Widersprüche aushalten leicht gemacht (Folge 2): Frankfurter Verkehrspolitik 2021 und die Lastenradförderung.

Lastenrad umweltfreundlich und praktisch.

Warum sollte das nicht möglich sein, etwas zu fördern und es zu wollen, aber es gleichzeitig zu unterbinden? Wie das geht zeigt ein weiteres Mal vorbildlich die Stadt Frankfurt. Während die Bundesregierung das Problem mit dem Klima und dem CO2 endlich beherzt anpacken will und seit letztem Jahr die Anschaffung weitgehend emissionsfreier E-Fahrzeuge mit bis zu 9.000,00 €uro pro Exemplar fördert, bremst die reiche Stadt am Main die umweltfreundlichen Stromer elegant aus. Denn wer ein E-Fahrzeug hat, muss es auch irgendwo laden. In Frankfurt gibt’s aber auf die rund 750.000 Einwohner mit ihren 5.500 E-Fahrzeugen lediglich 199 öffentliche Ladestationen. Wer also weder eine (auch geförderte) Wallbox in seiner Garage hat noch im Ikea-Möbelhaus oder im Maeusel-Baumarkt wohnt, schaut da schnell in die Röhre. Denn ein Stromkabel von Wohnzimmer über den Gehweg bis zum Auto zu verlegen ist grundsätzlich nicht zulässig. Die Stadt Frankfurt ist dennoch überzeugt, alles richtig gemacht zu haben. Sie wird selbst keine Ladestationen betreiben (zu teuer, unrentabel). Aber jeder Stromanbieter kann beantragen, eine Ladesäule aufzustellen und zu betreiben.
Mit dieser zukunftsweisenden Politik ist es mühelos gelungen, einen der wenigen hinteren Plätze hinsichtlich mobiler Klimawende zu belegen. Irgendwo hinter Regensburg, Hannover und dem 1. FC Köln.

Was mit der E-Mobilität nicht richtig funktioniert, das kann man nun analog auch auf die Förderung von Lastenrädern übertragen. Und das geht so.

Der Magistrat der Stadt Frankfurt hat die von Verkehrsdezernent Klaus Oesterling vorgelegte Förderrichtlinie zur Lastenradförderung (M32/2021) beschlossen. Vorgesehen sind pauschale Förderungen von 500 €uro für Lastenräder ohne und 1000 €uro für solche mit E-Motoren. Das Förderprogramm soll für eine Dauer von drei Jahren insgesamt 660.000 €uro umfassen.

Der Sozialdemokrat und Verkehrsdezernent wird in der Frankfurter Pressemeldung zitiert mit den Worten: „Wir haben uns entschieden, die Anschaffung von Lastenrädern finanziell zu unterstützen, es geht darum einen Anreiz zu setzen in der Stadt aufs Auto zu verzichten. Für die meisten Einkäufe und Erledigungen ist kein Kraftfahrzeug erforderlich, wir möchten diesen Umstieg weg vom Auto erleichtern und das umweltfreundliche Transportmittel Lastenrad stärken“. Schön dass der Verkehrsdezernent sich so um umweltfreundliche Mobilität kümmert.

Wenn Sie nun im Frankfurter Norden, im schönen Harheim, Nieder-Erlenbach oder Berkersheim wohnen und schon aufgeregt dabei sind, sich in den vielen Prospekten ihr neues Lastenrad auszusuchen, dann schauen Sie besser mal auf den „Beipackzettel“.  Eingefleischte Schwaben hätten die Äußerungen des Verkehrsdezernenten möglicherweise kommentiert mit einem „Was goht mi mei saudomms Gschwätz von geschtern ah….“ („Welche praktische Relevanz haben meine gestrigen Äusserungen zu dem heutigen Problem“).

Blöd für die Lastenräder. Der Bahnübergang wird abgebaut.

Der gleiche Verkehrsdezernent, der Lastenräder aus Umweltgründen fördert, unterstützt gleichzeitig, dass ab Ende 2021 Lastenräder nicht mehr von Harheim über die Bahngleise am Berkersheimer Bahnhof in den Nachbarstadtteil fahren können. Und natürlich auch nicht mehr auf diesem Weg umweltfreundlich in die City. Denn der Bahnübergang wird geschlossen und Verkehrsdezernent Oesterling ist aus Kostengründen nicht bereit, den Lastenrädern eine brauchbare Überquerung der Gleise zu schaffen – was er im Übrigen könnte, wenn er wollte. Solche Widersprüche muss man eben aushalten lernen.

Also überlegen Sie sich das noch einmal, ehe Sie mit oder ohne Förderung viel Geld in ein Lastenrad investieren und anschließend nicht einmal ihr Kind von der Tagesmutter abholen können.  

Fakten:
Frankfurt steigt in die Lastenradförderung ein

Stellungnahme des Magistrats vom 19.06.2020 ST1171

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