15.12.2017 Bescherung als ob Weihnachten wär: SG-Harheim bekommt 2018 einen Kunstrasenplatz.

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Sportdezernent Marcus Frank übergibt die Pläne für den Kunstrasenplatz

Tobias Quirin ist fast am Ziel und glücklich. Für den Chef bei der SG Harheim lief es in den letzten Monaten nicht unbedingt ohne Schwierigkeiten. Aber jetzt ist offenbar der Knoten geplatzt. Von Kunstrasenplatz haben die SG Kicker schon geträumt, als die jetzige Jugendmannschaft noch in den Windeln lag. Das muss so um die Jahrtausendwende gewesen sein. Und dann wurden die Pläne Jahr für Jahr verschoben und die die Fertigstellung des Berliner Flughafens immer wieder neu versprochen. Natürlich ist verständlich, dass die Stadt Frankfurt nicht alle Sportplatze auf einmal mit Kunstrasen beziehen kann, schließlich kostet ein Kunstrasenplatz und eine satte Million Euro. Rund 40 Kunstrasenplätze gibt es schon in Frankfurt. Der Vorteil dabei: diese Plätze können ganzjährig bespielt werden und sind leichter zu pflegen. Aus diesem Grunde wandern Fussballspieler von Vereinen ab, die noch einen alten Rasenplatz haben und hin zu den Ganzjahresplätzen. Das können die Vereine in der Konkurrenzsituation nicht unendlich lange leisten. Ein ernstes Problem, für Vereine, die keine Kunstrasenfelder haben.

Nun aber wird alles gut für die SG-Sportler. Die Pläne sind schon fertig und vom Sportdezernenten Marcus Frank übergeben worden. Im Frühjahr beginnen die Bauarbeiten und bis zum Spätsommer können die neuen Felder eingeweiht werden. Bis dahin wird auch die neue Küche im Vereinsheim funktionsfähig sein und das Restaurant wieder in Betrieb. Nur weiter so, Go, SG, Go, wir wollen euch in der Bundesliga spielen sehn!

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von Bäumen umsäumt – der Kunstrasenplatz

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14.12.2017 Öffentlicher Bücherschrank – warum eigentlich nicht in Harheim?

Obs regnet oder schneit – die Bücher sind stets im Trockenen.

57 öffentliche Bücherschränke gibt es mittlerweile in Frankfurt. Nur in zwei Stadtbezirken gibt es keinen. In Rödelheim und – natürlich – in Harheim. Warum ist das so? Lesen die Harheimer weniger? Der erste offene Bücherschrank in Frankfurt ist 2009 auf dem Merianplatz aufgestellt worden. Vorgeschlagen und finanziert wurde er vom Ortsbeirat 3 (Nordend). Bei diesem Weg der Finanzierung ist es geblieben. Öffentliche Bücherschränke können die Stadtbezirke bekommen, wenn der zuständige Ortsbeirat das will aber auch aus seinem Etat bezahlt. Nur, einfach aus dem nächsten Möbelhaus einen Bücherschrank zu kaufen und an einem öffentlichen Platz aufzustellen, das geht so nicht. Da diese Bücherschränke nicht nur Leseratten anziehen sondern auch Menschen, die mit Lesen weniger im Sinn haben, müssen nach einer Vorgabe des Magistrats alle Frankfurter öffentlichen Bücherschränke vandalismussicher sein. Und dazu gehört auch nicht die eigentlich pfiffige Idee, alte ausgediente Telefonzellen zu einem Bücherschrank umzubauen. Nicht sicher genug. Abgelehnt. Frankfurt will das immer ein bisschen nobler und stabiler haben, daher kommt nur ein einziges Modell von einem ausgesuchten Hersteller in Frage. Und das kostet mittlerweile stolze 6700 Euro.

Bei den Harheimer Ortsbeiräten ist dieses Thema nicht neu. Schon seit über sechs Jahren taucht der Wunsch nach so einem Schrank immer wieder auf. Nun wurde diese Idee erneut von der SPD Fraktion im Ortsbeirat aufgegriffen. Die Stadtteilpolitiker aller Fraktionen sind sich im Prinzip völlig einig, dass so ein Schrank gut auf dem alten Harheimer Kirchplatz vor dem Bürgeramt stehen könnte. Gleichzeitig haben sie jedoch Magenschmerzen beim Thema Finanzierung. In den Etat des Harheimer Ortsbeirat fließt jährlich pro Bürger 0,50 Euro, für Harheim also etwa 2300 Euro insgesamt. Da haut so ein Schrank mit 6700 Euro schon ganz schön rein.

Außerdem haben sowohl die Evangelische Kirchengemeinde im Gemeindehaus Am Eschbachtal wie auch der TV Harheim in ihrer Turnhalle einen Schrank mit Büchern zur kostenlosen Entnahme eingerichtet. Aber eben nur während der Öffnungszeiten. So viele Tausende von Euro also ausgeben, nur damit Tag und Nacht Bücher entliehen werden können, während es ein vielleicht viel wichtiger Geldautomat in Harheim nicht mehr gibt, das ist auch nicht wirklich logisch. Und dann steht immer noch das Hammerargument im Raum: dass nämlich die Bücherschränke weniger das Angebot an guten Büchern zum Nulltarif erweitert, sondern dass sie zur teuren Abstellfläche von gebundenem Altpapier aus der letzten Haushaltsentrümpelung verwendet werden.

Die Harheimer Ortsbeiräte haben das Problem bislang noch nicht lösen können. Einig sind sie sich interessanterweise, dass es nicht durch eine Mehrheitsabstimmung entschieden, sondern dass ein Konsens erarbeitet werden soll. Im Augenblick wird darüber nachgedacht, ob möglicherweise an der katholischen Kirche in der Philipp-Schnell-Straße ein öffentlich zugänglicher Bücherschrank aufgestellt werden könnte. Unklar ist jedoch, ob die Stadt Frankfurt zustimmt, dass die Finanzierung dann auch aus dem Ortsbeiratsetat erfolgen kann. Zusätzlich ist nicht klar, ob der Schrank dann gegen Vandalismus versichert ist. Skeptiker befürchten nun, dass es längst keine Buchhandlungen mehr geben wird, bis in Harheim eine Entscheidung fällt.

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10.12.2017 Alle Jahre wieder: Weihnachtsmarkt in Harheim.

Weihnachtsmarkt Harheim

Alle Jahre wieder ….

Der OB-Wahlkampf wirft lange weihnachtliche Schatten voraus, auch auf dem Harheimer Weihnachtsmarkt. In dem Gedränge ist fast unvermeidlich, dass man über kurz oder lang vor eine freundlich lächelnde OB-Kandidatin oder einen redseligen Stadtverordneten geschoben wird. Aber darüber hinaus kann man auf alle Zutaten eines traditionellen Weihnachtsmarktes in Harheim vertrauen. Natürlich sind die Schafe von Pfarrer Ackermann wieder da (bitte bitte nicht füttern) und für die kleinen Weihnachtsmarktbesucher der Höhepunkt. Neben Glühwein an fast allen Ständen gibt’s bei der Feuerwehr (wo sonst?) Feuerzangenbowle, beim TV-Harheim Kartoffelpfannekuchen mit Apfelmus, Chips bei der CDU, Kuchen beim Kulturverein, und ein Chili con carne, dass einem fast die Zähne wegfliegen bei der SG Harheim. Die Weihnachtsmusik steuert der MVH bei, vor dem Stand der CDU werden Weihnachtslieder gesungen und alles in allem fehlt lediglich die Fussbodenheizung oder mindestens eine Aufwärmstelle für die blaugefrorenen Fusszehen. So viel Glühwein kann man oben ja gar nicht reinschütten, dass die Wärme unten ankäme.

Weihnachtsmarkt 2017

MVH spielt stimmungsvolle Weihnachtslieder

Für alle, die den Harheimer Weihnachtsmarkt am Samstag verpasst haben: Heute am Sonntag gibt’s noch eine Gelegenheit. So ab etwa 16 Uhr bis …. die Lichter gegen 22 Uhr ausgehen oder der Glühwein möglicherweise sogar schon früher.

 

 

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04.12.2017 Endgültiges Aus für Autobahnabfahrt Bonames

Zeithistorisches Verkehrsschild

Zeithistorisch wertvolles Schild: Anschlussstelle F-Bonames wird am 16.07.2005 geschlossen. Und nie mehr geöffnet.

Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) will die seit zwölf Jahren stillgelegte Autobahnabfahrt Kalbach/Bonames rückstandslos zurückbauen. Damit wird endgültig die Hoffnung vieler Bürger in Harheim, Nieder-Erlenbach und Kalbach begraben, eine weitgehend umweglose und schnelle Zufahrt von und zur Autobahn 661 zu haben. Kaum jemand kann sich noch erinnern, weswegen die Abfahrt Bonames geschlossen worden war. Eine große Rolle dabei hat der ehemalige legendäre Planungsdezernent Martin Wentz (SPD) gespielt. In den 1980er und 90er Jahren wuchs unter seiner Ideengebung ein Bauplan zur Umgestaltung des Frankfurter Nordens. Der erste Versuch, den Schlachthof aus Sachsenhausen nach Nieder-Eschbach zu verlegen, damit das Areal am Schlachthof für Wohnbebauung genutzt werden könnte scheiterte zwar im ersten Anlauf und wurde abgelöst von der praktischen Überlegung, dass in Frankfurt auch ein Ikea-Möbelhaus vertreten sein muss. Als Standort war das Gewerbegebiet Nieder-Eschbach auserkoren. Und da nur ein Ikea und daneben ein Hornbach zu wenig ist, plante der oberste Frankfurter Planer gleich noch das Gewerbegebiet am Martinszehnten. So viel Gewerbe zieht entsprechend Arbeitnehmer und Verkehr an. Dieses Gesamtkonzept der Umgestaltung des Frankfurter Nordens packte daher noch das Baugebiet Bonames-Ost hinein, zusammen mit einer Umgehungsstrasse, die den Verkehr aus Bonames herausholen sollte und den Kfz-Verkehr an Bonames-Ost vorbei über die Berner Straße direkt bis zum neuen Autobahnanschlusspunkt Frankfurt Nieder-Eschbach leiten sollte. Soweit das ordentliche und schlüssige Konzept.

Anfangs des neuen Jahrtausends war mehr als die Hälfte des Konzepts umgesetzt. Ikea und Hornbach wohnten auf der Nieder-Eschbächer Gewerbegebietsseite und auf der anderen Seite der Autobahn residierten Hessol, McDonalds und die Großmarkthalle im Gewerbegebiet „Am Martinszehnten“. Alle die neu angesiedelten Betriebe samt ihrer Kunden konnten über den neuen Autobahnanschluss „Nieder-Eschbach“ einfach hin- und wieder wegfahren. Das Baugebiet Bonames-Ost erwies sich dagegen wegen dem zähen Widerstand der Bonameser als problembehaftet, überdies waren die Zahlen der Zuzügler nach Frankfurt ein paar Jahre rückläufig. Wo kein Baugebiet, da auch keine Umgehungsstraße. Kurz: das gesamte schöne Projekt wurde in halbfertigem Zustand einfach für „vollkommen“ erklärt und mit der Eröffnung der neuen Autobahnauffahrt Nieder-Eschbauch die alte Auffahrt in Bonames für überflüssig. Seitdem fahren die Harheimer und die Nieder-Erlenbacher nicht mehr in Bonames von der A661 und dann über die Obere Kalbacher Straße und den Harheimer Weg nach Hause. Jetzt fahren sie an der Autobahnabfahrt Nieder-Eschbach raus und den rund zwei Kilometer längeren Weg über die Obere Kalbacher Straße und den Harheimer Weg. Die Planungs- und Verkehrsexperten hatten darauf bestanden, dass sich dadurch eine deutliche Verkehrsentlastung in Bonames ergäbe. Vor allem, wenn die Harheimer aufgrund des komplizierteren Wegs vielleicht doch geneigt sind, über Bad Vilbel über die B3a zur A661 zu fahren.

Anfangs wehrten sich die Nordfrankfurter noch tapfer, was immerhin soweit gegangen ist, dass Frankfurter Bundestagsabgeordnete das Problem damals zur Sache des Bundesverkehrsministers Wolfgang Tiefensee (SPD) machen wollten. Ausgebremst wurde diese Initiative aber nachhaltig durch Störfeuer der zuständigen hessischen Verwaltung.

Den Normalbürgern war in diesem gesamten Durcheinander immer noch nicht verklickerbar, weshalb „Autobahnabfahrt Bonames“ geschlossen werden musste. Die unterschiedlichen Stadtregierungen Frankfurts entschlossen sich dazu, das Problem als nicht-existent zu behandeln. Jetzt sind wieder ein paar Jahre vergangen und der seit 2016 neue Verkehrsdezernent (SPD) hat nun doch noch mit den Menschen im Frankfurter Norden ein paar Hühnchen zu rupfen, und nimmt sich des Fehdehandschuhs an. Er berichtet, dass der Landesrechnungshof 13 Millionen Euro von der Stadt Frankfurt zurückfordern wollte, wenn die ehemalige Autobahnzufahrt und das jetzige Biotop nicht endlich zurückgebaut werden sollte. Diese 13 Millionen kann man sich ja schließlich sparen.

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01.12.2017: Achtung! Auf der Insel der Seligen werden vermehrt Autos geklaut.

Winkelgasse

In Harheims Winkelgasse verschwinden teure Autos

Kriminalität in Harheim? Nicht, wenn man mit den Polizeivertretern des 14. Reviers spricht. Danach ist Harheim schlicht ein von Verbrechen nicht tangierter Stadtteil, wenn man von den gelegentlichen Wohnungsaufbrüchen absieht. Offenbar scheint die Halbwelt aber nun doch Harheim als ein Stadtteil Frankfurts entdeckt zu haben, denn in der vergangenen Woche sind gleich zwei Fahrzeuge an einem Tag geklaut worden. In den frühen Morgenstunden zwischen 2 Uhr und 5 Uhr am Mittwoch war Am Römerbrunnen ein BMW 320d xDrive plötzlich wie vom Erdboden verschluckt, und wenige Stunden später, so gegen 7.30 Uhr und 9.00 wurde in der Winkelgasse auch wieder ein BMW, diesmal ein M4, widerrechtlich „ausgeliehen“. Dass sich die Autoknacker BMWs aussuchen hängt sicherlich mit der allgemeinen Beliebtheit dieser Automarke in Osteuropa zusammen und sollte allen BMW-Besitzern in unserem Stadtteil ein Hinweis sein, dass Fahrzeuge dieser Marke auf jeden Fall entweder gut versichert oder vielleicht in einer abschließbaren Garage abgestellt sein sollten. Aber auch die Eigentümer anderer Fahrzeugmarken haben keinen wirklichen Anlass zur Beruhigung.

Wer übrigens im Zusammenhang mit den Diebstählen gewisse Beobachtungen gemacht hat, möge sich doch bitte bei der Polizei unter Telefonnummer 069/755-53111 melden.

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