26.11.2021 Zu erfolgreich? Impfaktion in Harheim.

Impfen in Harheim – aber klar!

Kommt der Mensch nicht zur Impfung, dann kommt eben die Impfung zum Menschen. Zum dritten Mal ist es erfolgreich gelungen, allen Harheimerinnen und Harheimern ein „niedrigschwelliges“ Impfangebot zu machen. Keine Anmeldung erforderlich, keine schwierige Terminvereinbarung. Einfach kommen. So jedenfalls die Theorie. Vielleicht war aber die dritte Impfveranstaltung in Harheim doch ein wenig zu erfolgreich. Denn mit so vielen vor der evangelischen Kirche in langen Schlangen wartenden Impfwilligen hatten die Veranstalter offenbar nicht gerechnet, und so war nach drei Stunden erst mal Schicht im Schacht, weil der Impfstoff alle und eine Eil-Nachlieferung angekündigt war. Dabei waren der Harheimer Ortsvorsteher und Stadtbezirksvorsteher als Organisatoren gar nicht schuld daran, denn die Situation war in ganz Hessen ähnlich. Die zugesagte Liefermengen des Biontech-Impfstoffs für Hessen waren rationiert worden und der Impfexpress ist an vielen Impfstellen und Impfzentren ins Stocken geraten. Auch in der nächsten Woche soll Hessen anstelle von bestellten 19380 Impfdosen nur etwa 10000 bekommen.

Nicht genug Impfserum für so viele Impfwillige?

Fatal natürlich, wenn die Bereitschaft für die Impfung oder fürs Boostern groß ist, viele Menschen endlich bereit sind, sich trotz aller Vorbehalte doch Impfen zu lassen, und ausgerechnet dann der Impfstoff gar nicht in ausreichender Menge zur Verfügung steht.

In Harheim hat sich gezeigt, dass die Aktion ein voller Erfolg war und viele hoffen, dass es auch ab Dezember wieder lokal im Stadtteil Impfaktionen geben wird. Damit die vierte Welle tatsächlich gebrochen werden kann. Und damit alle Menschen wieder ein wenig Normalität und Freiheit zurückerhalten.


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23.11.2021 Blowin in the wind. Ein Dezernent hinterlässt tiefe Spuren.

Frankfurts Verkehrsdezernent von 2016 bis 2021: Klaus Oesterling (SPD)

288 Anträge (zweihundertachtundachtzig) haben die Harheimer Ortsbeiräte in der Wahlperiode 2016 bis 2021 geschrieben. Die meisten davon hatte der Ortsbeirat beschlossen und an den Römer weitergeleitet. Die Antwort kam gelegentlich innerhalb von Wochen, manchmal dauerte es Monate, manchmal kam die Antwort auch nie. Verständlich: Verwaltung und Dezernent(inn)en haben halt einfach eine Menge zu tun.

Dieser Tage kam nun eine unerwartete Nachricht vom neuen Dezernenten für Mobilität (früher Verkehr) und Gesundheit an alle Ortsbeiräte. Der neue Dezernent schreibt, dass er nach dem Übergang vom alten Verkehrsdezernat auf das neue Dezernat : … eine Vielzahl auch sehr alter Stellungnahmen an die Ortsbeiräte vorgefunden habe, welche offenbar [den Ortsbeiräten] nicht zugeleitet wurden….“ Die Gründe dafür sind dem neuen Dezernent, Stefan Majer (Grüne), nicht bekannt.

Jetzt geht manchen Ortsbeiräten ein Fernlicht auf, weshalb sie so häufig vergeblich auf eine klärende oder informative Antwort aus dem Dezernat für Verkehr gewartet haben. Der gut bezahlte Dezernent hat sie für sich behalten. Aber wieso?

Drama Bahnausbau: Der Bahnübergang in Berkersheim wird geschlossen. Und was dann?

Den Harheimer Ortsbeiräten ist in besonderer Erinnerung, dass sie die Pläne der Omegabrücke und der Überquerungsmöglichkeiten der Gleise am Berkersheimer Bahnhof vom (Ex-)Verkehrsdezernenten Klaus Oesterling (SPD) erst nach einem etwa 18-monatigen zähen Kampf und Einschaltung des Oberbürgermeisters Peter Feldmann bekommen haben. Bis dahin hatte der Dezernent Oesterling offenbar lediglich homöopathisch kleine Informationsdosen verteilt. Und auch die vorzugsweise an Mitglieder der SPD-Fraktionen. Warum sollten die anderen Stadtteilpolitiker nicht informiert werden? Niemand weiß es.  

Welche Intention hinter dem Zurückhalten der Informationen gestanden haben mögen, ist alles andere als verständlich. Dass aber Oesterlings Geheimhaltungspolitik Harheims Bemühungen um eine möglichst schnelle, barrierefreie Wiederherstellung der Wegeverbindung zwischen Harheim und Berkersheim um Jahre zurückgeworfen haben, liegt auf der Hand. Denn schon zu Oesterlings Amtsantritt im Jahr 2016 war klar, dass am Berkersheimer Bahnhof nach dem Wegfall des Bahnübergangs eine Brücke als Ersatz gebaut werden muss. Die Pläne dafür lagen bereits fertig in der Schublade des Verkehrsdezernats. So ein Projekt braucht wegen dem vorgeschriebenen Planänderungsverfahren nach Meinung der Experten etwa sechs bis acht Jahre bis zur Fertigstellung, es kann aber auch deutlich länger dauern. Hätte Oesterling bereits damals zügig dieses Projekt angefasst, wäre eine barrierefreie Verbindung von Harheim nach Berkersheim, Preungesheim oder Innenstadt gerade für den Radverkehr und für mobilitätseingeschränkte Senioren nach dem Streckenausbau deutlich früher wieder möglich gewesen.

So soll es einmal werden. Alle Verkehrsteilnehmer, egal ob zu Fuß, mit dem Rollator, Fahrrad oder Lastenrad können die Gleise Queren. Diese Planung liegt seit 2015 im Verkehrsdezernat.

Jetzt beginnt die Uhr für diese acht Jahre erst im nächsten Jahr zu ticken, wenn dann gleichzeitig auch der Bahnübergang abgebaut ist. Damit wird es über viele Jahre Verkehrsbehinderung, Umleitungen und längere Wege für Fuß- und Radverkehr und auch für die Benutzer öffentlicher Verkehrsmittel geben. Wir werden Klaus Oesterling daher sicherlich in Erinnerung behalten.


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19.11.2021 Mutiger TV-Adventsbasar bringt Weihnachtsfeeling zurück.

Da haben viele fleissige Heinzelfrauchen mitgearbeitet.

Der Harheimer Weihnachtsmarkt abgesagt, die Indzidenzen schießen überall in die Höhe wie Elon Musks Raketen. Aber was ist das? Ein kleiner unbeugsamer Harheimer Turnverein sträubt sich beherzt gegen eine trübdepressive Lockdown- Stimmung, gerade so, als wollten sie sagen: Kick Corona, Frohe Weihnachten und jetzt erst recht! Der Adventsbasar ist zwar verlegt auf den Boule-Platz im Freien, das macht nichts, da entfällt das Stoßlüften und es gibt schon keine lästigen Schuhabdrücke in der Halle. Die Schlange der auf Einlass Wartenden vor der Turnhalle war traditionell ist immer lang gewesen. An diesem Adventsfreitag ist sie nur geringfügig kürzer, was damit zu tun hat, dass nur reingelassen wird, wer eines der drei berühmten G´s nachweisen kann: genesen, geimpft oder getestet. Und das wird erst mal akribisch gecheckt, dann steht dem Weihnachts-Shopping-Erlebnis nichts mehr im Wege.

Jetzt kanns Weihnachten werden

Die vielen Gestecke, Kränze, der Weihnachtsschmuck, die vielfältigen kleinen, kreativen Ideen und Geschenke fürs Fest, das alles lässt wieder ein bisschen Advents- und Weihnachtsstimmung zu. Auch ohne singende Engelschöre im Hintergrund. Der einzige bittere Glühweintropfen ist dabei, dass die Pandemie tatsächlich zwei große Opfer abverlangt: die Bewirtung mit Glühwein und die Kuchentheke muss ausfallen. Sonst aber ist alles irgendwie so, wie Adventsbasar sein muss: Andere Harheimer*innen treffen, ein kleines Schwätzchen, ein wenig Stadtteilgemeinschaft spüren und fühlen und sich über die kreativen Kleinigkeiten freuen.

Gut gemacht, liebe TVH-ler. Genauso wie die kreativen Wunderwerke ist so viel Mut und sture Initiative einfach bewundernswert.  

Wein schenkt freude, Adventsbasar auch.

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17.11.2021 Harheimer Weihnachtsmarkt: Abgesagt wegen Corona.

Die Heiligen Drei Könige müssen coronabedingt zu Hause bleiben.

Endlich wieder traditionell auf dem Harheimer Weihnachtsmarkt die frohe Weihnachtszeit beginnen. Von Stand zu Stand ziehen, Glühwein trinken und der Musikverein sorgt für die standesgemäße musikalische Einstimmung. Bis zuletzt hatten die Harheimer*innen, die Vereine und der Vereinsring gehofft und gebangt, dass dieses festliche Harheimer Ereignis in diesem Jahr stattfinden kann. Jetzt ist aber klar, dass sich dieser Wunsch nicht erfüllen lassen wird. Zu kompliziert sind die vom Frankfurter Gesundheitsamt vorgegebenen Hygieneregeln.  Und mit der sich verschärfenden Coronasituation steigt das Risiko, dass neue Erlasse der hessischen Landesregierung weitere Einschränkungen bringen könnten. Die Harheimer Vereine haben sich daher schweren Herzens entschieden, keine Hütten auf dem Harheimer Kirchplatz aufzustellen. Es gibt keinen Weihnachtsmarkt in Harheim in diesem Jahr.

stimmungsvolle Weihnachtsmusik? Wenn überhaupt, dann vom Band.

Alleine schon die Durchführung unter der 2G Regel, dass also nur geimpfte oder genesene Besucher*innen des Weihnachtsmarkts Zutritt haben dürften, würde erfordern, dass der Markt auf dem Harheimer Kirchplatz eingezäunt werden müsste und der Zugang kontrolliert.  

Auch die als Plan B angedachte Idee, einen dezentralen Weihnachtsmarkt zu organisieren, bei dem die Vereine an verschiedenen Orten in Harheim die Marktstände aufbauen, ist letztlich verworfen worden. Auch hier müsste wegen der 2G oder der 3G-Regel der Zugang kontrolliert werden, was die Vereine schon alleine personell gar nicht organisieren können. Abgesehen davon, dass sich festliche Weihnachtsstimmung unter erschwerten Bedingungen, Maskenpflicht und Abstandsregeln kaum einstellen würde.

So fällt also der Harheimer Weihnachtsmarkt 2021 leider aus, so wie viele Weihnachtsmärkte in den umliegenden Stadtteilen. Alle Augen richten sich augenblicklich auf den Frankfurter Weihnachtsmarkt, der am kommenden Montag, 22. November, starten soll.

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11.11.2021 Jetzt richtig sparen! Mit dem neuen Bußgeldkatalog.

Au weia! Parken im Halteverbot jetzt € 55,00

Ohne Ende. Die Preise für Benzin und Diesel steigen seit Wochen in schwindelerregende Höhen. Autofahrer werden zur Kasse gebeten. Handwerker kalkulieren die Anfahrtskosten und die Preise für die Kunden neu. Autofahren wird so richtig krass teuer. Aber da gibt es zum Glück eine gute Nachricht: Seit dem 9.11.2021 gibt es einen neuen Bußgeldkatalog. Natürlich sind auch die Bußgelder deutlich angehoben worden. Wer jetzt sein Auto im Halte- oder Parkverbot abstellt, zahlt 25 Euro, statt früher 15 Euro. Falschparker, die Radfahrende behindern, zahlen 80 Euro und bekommen noch ein Pünktchen in Flensburg. Ganz neu ist: Wer sein Fahrzeug unberechtigt auf einem Parkplatz für E-Autos oder Car-Sharing-Fahrzeuge abstellt und erwischt wird, muss 55 Euro Verwarnungsgeld zahlen. Das allerdings wird in Harheim nicht möglich sein, denn hier gibt es keine ausgewiesenen E- oder Car-Sharing-Parkplätze. Abbiegen ist im Straßenverkehr immer ein Risiko. Auto- und Motorradfahrende, die beim Abbiegen keine Rücksicht auf Fußgänger nehmen und sie gefährden, zahlen jetzt 140 Euro statt früher 70 Euro. Zusätzlich gibt’s noch einen Punkt im Flensburger Fahreignungsregister. Und einen Monat Fahrverbot. Sie denken, Radfahrende kämen ungeschoren davon? Irrtum. Für Radfahrer, die abbiegen, ohne auf Fußgänger Rücksicht zu nehmen, ist die Sache mit 70 Euro und einem Flensburg-Punkt zwar preisgünstiger als für die motorisierten Straßenverkehrskollegen, aber trotzdem kein Schnäppchen. Vorausgesetzt natürlich immer, sie werden auch erwischt.

Au weia. Parken auf dem Gehweg? Jetzt € 55,00

Die Harheimer Standardbußgeldfälle sind natürlich: a) Parken auf dem Gehweg. Das kostet im einfachen Falle jetzt 55 Euro statt 20 Euro früher. Behindern Sie dabei eine*n Fußgänger*in, sind es schon 80€ und Sie kriegen einen Flensburgpunkt. Man merkt, das Bundesverkehrsministerium hat aus den Zubehörpreislisten der deutschen Automobilindustrie gelernt. Und b) sind Sie in der T30 Zone mit 46km/h unterwegs, beläuft sich die Rechnung auf 70 Euro – früher 35 Euro. Also unterm Strich: jede Menge Einsparpotential.

Denn sehen wir´s nüchtern: Dank der neuen, stark angehobenen Buß- und Knöllchengelder können Sie mit nichts anderem so einfach viel Geld sparen als mit dem Einhalten der Verkehrsregeln. Parken Sie sich reich, indem Sie ihr Fahrzeug nicht auf dem Gehweg abstellen. Fahren Sie in der T30-Zone in der Maßbornstraße, Korffstraße oder auch Philipp-Schnell-Straße eben ruhig und gelassen nur 30 statt 48. Schneller und einfacher können Sie die gestiegenen Benzinpreise gar nicht kompensieren.

Au weia! mit 46 km/h in der 30er Zone? € 70,00

Der einzige Fehler im System: Die A-Karte gezogen haben alle braven und gesetzestreuen Verkehrsteilnehmer*innen, die bisher schon entspannt mit 30 km/h durch die Dreißigerzone gerollt sind und ihr Vehikel mit allen vier Rädern korrekt auf der Straße abgestellt haben, ohne eine Einfahrt zuzuparken. So wie sie es in der Fahrschule gelernt haben. Für die ist das finanzielle Einsparpotenzial schlicht Null. Vielleicht hätte der scheidende Bundesverkehrsminister doch noch ein Bußgeld für alle völlig unnötigen Autofahrten einführen sollen.


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