29.09.2020 Was wollt ihr? Erste Jugendbefragung in Harheim

Erwachsene fragen. Jugendliche antworten.

Was wollen Jugendliche in Harheim eigentlich? Wo und wie verbringen sie ihre Freizeit? Eigentlich eine einfache, fast überflüssige Frage, denn natürlich sind die Harheimer Erwachsenen allesamt Experten in Sachen „Jugendliche“. Schließlich waren sie alle schon mal selbst jung. Daher wissen sie auch genau, dass die Harheimer Söhne und Töchter ihre Freizeit natürlich zu Hause bei Mama und Papa verbringen. Und wenn schon unbedingt außerhalb des elterlichen Überwachungsradius, dann in einem der vielen Harheimer Vereine, in denen auch ihre Eltern schon ihre Freizeit verbracht haben. Auf keinen Fall in einem Jugendhaus, nein, da würden die Harheimer Jugendlichen auf keinen Fall hingehen. Da sind sich die Senioren ganz, ganz sicher. Überflüssig, die Jugendlichen überhaupt nur zu fragen.

Nun ist aber die Frage doch plötzlich wieder aktuell. Im Windschatten einer seit vielen Jahren im Harheimer Ortsbeirat schwelenden Diskussion, ob denn für Jugendliche in Harheim nicht endlich auch eine offene Freizeiteinrichtung angeboten werden sollte. Und mit der Entscheidung der evangelischen Kirchengemeinde, so eine offene Begegnungsmöglichkeit zu schaffen. Die Frage: Was wollen Harheimer Jugendliche eigentlich? ist wieder aktuell. Nur der Zeitplan hatte sich wegen Corona verschoben. Die Befragung hätte ursprünglich schon im Frühsommer durchgeführt werden sollen. Sie findet jetzt statt. Zum ersten Mal werden Harheimer Jugendliche um ihre Meinung gefragt.

Jugendliche wollen Spass haben und Chillen. Oder nicht?

Das Frankfurter Jugendbildungswerk ist mit der Befragung beauftragt worden und Jugendliche sollten nun nicht erschrecken, wenn sie in den nächsten Wochen morgens vor der Schule an den Bushaltestellen, oder abends an den Skaterrampen der Spielstraße plötzlich angesprochen werden. Wichtig ist der Projektleiterin Sarah Volk, dass möglichst viele Harheimer Mädchen und Jungen zwischen 10 und 18 Jahren teilnehmen. Gefragt wird, wo und wie die jungen Menschen ihre Freizeit jetzt verbringen und was sie sich gerne wünschen würden. Der direkte Kontakt zu den Jugendlichen ist Sarah Volk und ihren Kollegen wichtig.

Ein kleines Problem bleibt allerdings. Wie erreicht man Jugendliche, die nicht auf der Spielstraße skaten oder ihre Freizeit in den Vereinen verbringen? Diese Jungen und Mädchen können sich auch online an der Befragung beteiligen. Unter der Internetseite www.participare.de .


Fakten
Die Harheimer Jugendbefragung findet über einen Zeitraum von vier Wochen im September/Oktober 2020 in Harheim statt und erforscht, wo und wie Harheimer Jugendliche ihre Freizeit verbringen, was für sie hinsichtlich Freizeitgestaltung wichtig ist und welche Angebote sie wünschen.

Jugendliche werden von Mitarbeiter*innen des Frankfurter Jugendbildungswerkes in Harheim angesprochen. Verantwortlich ist die Projektleiterin Sarah Volk, die bei Fragen auch unter 0178 6960409 erreicht werden kann.

Der Fragebogen kann auch online ausgefüllt werden auf der Internetseite www.participare.de

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22.09.2020: Harheim Cleanup 2020 – Frühjahrsputz im Herbst

Harheimer*innen räumen auf

Wir befinden uns im Jahr 2020 am 19. September. Auf der ganzen Welt engagieren sich Bürger*innen und öffentliche Einrichtungen, um wilden Müll im lokalen Umfeld zu sammeln und die Umwelt zu entlasten. Auf der ganzen Welt? Ja! Selbst ein von unbeugsamen Hessen bevölkertes Dorf am Rande der Großstadt Frankfurts hört nicht auf, dem Müll auf Wiesen Gräben und Wegen Widerstand zu leisten und ihn ausnahmsweise auch ohne Zaubertrank mit hölzernen Zangen einzusammeln.

Achtlos weggeworfener Müll stört alle“ – schreibt zumindest die veranstaltende FES auf der Frankfurt-Cleanup-2020-Internetseite. Dabei kann man in Frankfurt wie in Harheim leicht einen gegenteiligen Eindruck bekommen. Säckeweiser Müll, der am Sammelpunkt in Harheim zusammengestapelt wird, belegt eher, dass Müll in der Landschaft bei weitem nicht alle stört. Während in Frankfurt 2.379 Bürger*innen anpacken und aufräumen sind es im Coronajahr 2020 in Harheim sieben Familien, die gut gelaunt und mit allerhand Entdeckerdrang im Blut am Spielplatz Bürgerhaus treffen und von dort aus in Gruppen den Müll jagen. Im familienfreundlichen Harheim rechnet man übrigens in Familien, nicht in Einzelpersonen.

„Ich hab doch nur das Anmeldeformular ausgefüllt“ meint (Mit-)Organisator Ralf Kleinschmidt

Organisator Ralf Kleinschmidt steht an den Skaterrampen an der Spielstraße mit einem Dreirad in der Hand, dem aber ein Rad fehlt. „Nein, nicht ich“, er winkt ab, „Tanja Dieruff hat die Harheimer Aktion organisiert“, und er selbst habe nur das Anmeldeformular ausgefüllt. Die FES wollte den Namen für die Gruppe haben und die Anzahl. Da hat er eben 10 „Jungharheimer“ angemeldet. Der Harheimer Vereinsring hatte zu diesem Zeitpunkt schon abgesagt. Wegen Corona hätten sie sich schon im März gegen eine Reinigung entschieden. 

Organisatorin Tanja Dieruff räumt zur gleichen Zeit in einer kleinen Gruppe eifriger Müllsammler am Eschbach leere Flaschen, Dosen und weggeworfene Zigaretten mit den Holzgreifern in die Mülltüten. „Nein, ich nicht“, sagt sie. Sie habe nur ein bisschen im Internet Werbung gemacht und Nachbarn und Bekannte angesprochen. „Ralf Kleinschmidt hat die Harheimer Aktion organisiert und das Hygienekonzept ausgearbeitet“.

Danke an die Harheimer cleanup-Putztruppe

Hm, wahrscheinlich war der es auch, der das Drehbuch geschrieben und den Plastikkorb in den Eschbach gestellt hat, damit der von ein paar Jungharheimern in einer filmreifen, abenteuerlichen Rettungsaktion mittels provisorischer Angel geborgen werden konnte. „Gut dass ich nicht zu Oma und Opa gefahren bin, das hier ist ja viel cooler“ befand einer der jugendlichen Müllretter bei dem tollen und völlig kostenfreien Outdoor-Adventure, das aber schon nach einer guten Stunde vorbei war, nachdem die vielen prallen Müllsäcke, das Zweieinhalbrad und ein abgefahrener Fahrradreifen an der Sammelstelle am Harheimer Kirchplatz abgelegt worden war. Jetzt ist das kleine, unbeugsame Dorf wieder blitzblank.

Fakten:
Der nächste „World Cleanup Day“ ist am 18. September 2021 und voraussichtlich werden auch aus Harheim wieder Teilnehmer*innen gemeldet.

Der Vereinsring Harheim führt die nächste Aktion „Harheim räumt auf“ im Frühjahr 2021 durch. Dieser Outdoor-Event wird noch rechtzeitig angekündigt.

Kleinmüll einfach wegwerfen kann teuer werden.
Zigarettenkippen, Mülltüten, Sperrmüll, leere Flaschen und Dosen gehören nicht in die Landschaft sondern wenn schon nicht in die heimische Mülltonne, dann wenigstens in die Abfallbehälter, die entlang der Wege leicht zu finden sind. Ist auch billiger. Eine achtlos weggeworfene Zigarettenkippe wird als Kleinmüllverstoß geahndet und mit 55 Euro Verwarnungsgeld geahndet. Gilt auch z.B. für Bananenschalen, Kaugummis, Papiertaschentücher, Getränkedosen, Flaschen und Einwickelpapier.  

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16.09.2020 Traumhafter Harheim-Promenadenwalk. Aber wieso gibt´s keine Sitzbänke?

Der Promenadenweg am Niederfeld

Still, heimlich und fast unbemerkt hat sich der Harheimer Promenadenwalk zu einem beliebten Freizeitresort für Kinder und Erwachsene entwickelt. Harheimer Promenadenwalk? Das ist der Weg an der Bebauungsgrenze von Harheim-Süd, der parallel zu „Im Niederfeld“ zwischen den Häusern und den Feldern entlang führt. Wahrscheinlich als sogenannter „Dungweg“ geplant und dafür gedacht, dass die Gärten der Reihenhäuser auch von hinten erreicht werden können, bietet sich der Weg natürlich für ungestörte Kinderfahrradrennen, als Bolzplatz, oder einfach auch nur für einen romantischen Spaziergang in der Abendsonne und vielleicht einem gemeinsamem entspannten Betrachten des Sonnenuntergangs. Dass der Weg gut benutzt wird, darauf lassen die ziemlich vollen Müllbehälter schließen. Wobei das natürlich auch ein Hinweis darauf sein kann, dass sie nur zu selten geleert werden.

Aua. Bitte nicht drauftreten.

Das romantische Betrachten des Sonnenuntergangs dagegen leidet unter bodenständigen Beeinträchtigungen. Da wären einmal die müffeligen Duftwolken, die die Müllmengen in und an den Müllbehältern emittieren. Daneben aber die fehlenden Sitzbänke, die die Sunsetshow erst richtig romantisch und anschmiegsam werden lassen könnten. Und Vorsicht! Da wo die Sitzbänke irgendwann einmal stehen werden, ragen Schrauben zu deren Befestigung weit aus dem Boden, an denen man sich im Dunkeln allemal schmerzhafte Fußverletzungen zuziehen kann. Und dann findet der romantische Sonnenuntergang im Harheimer Paradies ein schnelles, qualvolles Ende. Achten Sie also bitte auf sich und andere, so lange die Sitzbänke dort noch nicht angeliefert und angeschraubt sind und sprechen Sie mit ihren Kindern, die ins Spielen vertieft die Stolperbolzen übersehen könnten.  


(16.09.2020): Nachtrag: Bitte Geduld haben. Die Sitzbänke sind beauftragt und werden voraussichtlich in den nächsten Wochen montiert. Die Leerung der Abfallbehälter wird nach Abnahme der Arbeiten dann regelmäßig vom Grünflächenamt durchgeführt.

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15.09.2020 Gehen Sie zurück auf Los! Schnallen Sie sich an. Planungsphase Null für das Gymnasium-Nord in Bonames beginnt in Kürze.

B-Plan 923 Nordwestlich auf der Steinernen Straße

Endlich ein Gymnasium Nord für die vielen Schüler*innen im Frankfurter Norden – davon träumen viele junge Familien in den paradiesischen Wohnvierteln am nördlichen Stadtrand schon lange. Bislang hatte die junge Generation auf dem Weg zur Karriere morgens lange, beschwerliche Wege in die Innenstadt oder wenigstens bis zum Riedberg, wenn sie denn schon unbedingt ein Gymnasium besuchen wollten. Jetzt kündigt das Bildungsdezernat eine neue Epoche an. Träume werden endlich real. Die Planungsphase Null für ein Gymnasium in Bonames beginnt. Momentchen mal. Planungsphase Null klingt seltsam. Waren wir nicht schon mal weiter?

Willkommen im Baugebiet Bonames-Ost

Einige Abonnementbesucher des Harheimer Ortsbeirats können sich noch vage erinnern. Im Januar 2016 hatte der damalige Planungsdezernent Olaf Cunitz (Grüne) in Harheim die Pläne für das neue Baugebiet „Am Eschbachtal“ geborenes „Bonames-Ost“ vorgestellt. An diesem Baugebiet hatte sich schon um die Jahrtausendwende Cunitz´ Vorvorgänger Martin Wentz (SPD) die Finger verbrannt, da alle Planungsversuche, auf den Wiesen am Ortsrand Bonames ein neues Wohngebiet mit rund 2000 Wohneinheiten zu schaffen, auf den galligen, erbitterten Widerstand der Bonameser traf. Die verteidigten nämlich die Wiesen und Kleingärten von Klein-Bonum nervig mit Zähnen und Klauen. Eineinhalb Jahrzehnte später fing Grünplanungsdezernent Cunitz die Sache ein wenig schlauer an, lud den Bonameser Widerstand zu mehreren Planungswerkstätten und erreichte am Ende mit der Festlegung auf 1580 Wohneinheiten plus einem Gymnasium im Baugebiet einen ziemlich brüchigen Burgfrieden mit den Widerständlern der l(i)ebenswürdigen streitbereiten Bürgerinitiative, die allerdings immer noch nachverhandeln wollte. „2020/21 könnte es losgehen“ schätzte der Projektleiter Ingo Lachmann damals und Dezernent Olaf Cunitz nährte die Hoffnung, dass 2022 vielleicht schon der Schulbetrieb im Gymnasium Nord in Bonames loslegen könne. Dann kam die Kommunalwahl 2016 und danach war nichts mehr wie vorher.

Willkommen in Bonames-Ost

Eine erstarkte SPD wollte angesichts der Wohnungsnot das Expressprogramm „bauen,bauen,bauen“ umsetzen, und der grüne Planungsdezernent musste nach der Abwahl den Chefsessel räumen, der nun mit dem ambitionierten Diplom-Politologen Mike Josef besetzt wurde. Danach war in Sachen Baugebiet „Am Eschbachtal geb. Bonames-Ost“ zuerst Funkstille. Dann aber schien es so, als wären dem neuen roten Planungsdezernent die Ergebnisse der Planungswerkstatt mit dem widerwilligen galligen Dorf nicht grün genug. Um schnell zu greifbaren Ergebnissen und  belegbarem Wohnraum zu kommen, teilte er das Baugebiet erst einmal in zwei Teile. Damit könnte man den einen Teil mit einem Gymnasium und einer Grundschule bebauen. Den anderen mit Wohnungen. Jetzt hat das halbe Baugebiet Nr. 923 einen neuen Namen bekommen: „Nordwestlich Auf der Steinernen Straße“ und jetzt lautet die Sache mit der Hoffnung auf ein Gymnasium Nord: „Mit der Konzentration der beiden geplanten Schulstandorte im Geltungsbereich des Bebauungsplans Nr. 923 soll eine beschleunigte Bereitstellung der Flächen und somit eine zügigere Fertigstellung der Schulen erreicht werden“. Zügiger?Damit sind die bildungswilligen Frankfurter*innen im Norden also nach einem kleinen Schlenker über die Cunitz´schen grünen Planungen jetzt immerhin in der Planungsphase … Null … angekommen. Wieviele Planungsphasen danach kommen? Wissen wir nicht. Wollen wir jetzt auch nicht wissen.


Fakten
Die „Ergebnispräsentation Planungsphase Null Gymnasium Nord“ findet am Donnerstag, 17. September 2020 ab 18.30 Uhr über Live-Stream statt.

wie die Teilnahme am Live-Stream möglich ist, erfahren Sie unter folgender Internetseite:

https://www.isep.frankfurt-macht-schule.de/informationen/ergebnispraesentation-phase-null-gymnasium-nord

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09.09.2020: Eschbach. Der Geruch des Wassers. Oder: was fließt denn da?

Leise plätschert der Eschbach

Romantisch plätschernd schleicht sich im Mondlicht langsam der Eschbach durch Harheim um sich mit der Nidda zu vereinen. Heiße Sommer und wenig Niederschlag haben aus dem Eschbach eher ein Eschbächlein werden lassen. Harheimer*innen schauen vielleicht verträumt von der Brücke am Bürgerhaus ins Spiegelbild im Wasser. Früher haben hier noch Kinder Papierschiffchen schwimmen lassen. Und Heute? Aber Moment mal, was müffelt da eigentlich so seltsam.

Der Eschbach entspringt in den Wäldern von Bad Homburg. Das Gewässer fließt durch Bad Homburg und überfließt bei Nieder-Eschbach die Grenze zur Großstadt Frankfurt. Hinter Nieder-Eschbach kommt nur noch Harheim, denn am Rand von Harheim endet die Existenz des Eschbachs Dass der Bach im Sommer wenig Wasser führt ist schon bekannt und in einer Studie zu den Frankfurter Oberflächengewässer 1996-2017 poetisch und schön beschrieben „Den Sommer über fallen die Oberläufe des Eschbaches manchmal trocken oder führen nur minimal Wasser. Der Eschbach führt dann erst unterhalb der Kläranlage wieder ausreichend Wasser“.

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Ist das wirklich nur Wasser?

Konkret gemeint ist die Bad Homburger Kläranlage. Rund 55.000 Heimarbeiter in Bad Homburg sorgen mit dem was sie durchs Klo spülen dafür, dass die örtliche Kläranlage genügend Rohstoff für ihre Arbeit hat. Wenn die Kläranlage dann den Rohstoff Abwasser weitgehend wiederaufbereitet hat, wird die Flüssigkeit wieder ins Bachbett eingeleitet und der Eschbach hat wieder was zum Fließen. Ob das allerdings, was da fließt, noch korrekt als Wasser bezeichnet werden kann, ist eine Frage des Geschmacks. Mindestens fließt neben Wasser noch eine ordentliche Portion Bakterien und ähnlicher Lebewesen. Zusätzliche Probleme bereiten möglicherweise Medikamente und Chemikalien, die oft unsachgemäß über die Toilette entsorgt werden. Wenn Sie es ganz genau wissen wollen, dann lesen Sie das in dem zitierten Bericht nach. Aber bevor sie das lesen, glauben Sie uns bitte, dass Sie es eigentlich lieber doch nicht so genau wissen wollen. Soviel sei aber aus der spannenden Studie verraten: „Sportplätze, öffentliche Parkanlagen, Freiland- und Gewächshauskulturen für den Rohverzehr sollten mit diesem Wasser nicht beregnet werden. Bei der Beregnung anderer Sportplätze ist durch Schutzmaßnahmen sicherzustellen, dass Personal und Öffentlichkeit keinen Schaden nehmen“.

Riecht es etwa danach, dass unsere reiche Bad Homburger Nachbarkommune entsorgt ihren Sch…. in den romantischen Eschbach entsorgen? Nein. Natürlich wäre das etwas zu krass ausgedrückt, wenngleich das zu dementieren gleichzeitig unehrlich wäre.

Könnte das Problem gelöst werden? Ja. Könnte. Dazu müsste in der Kläranlage Bad Homburg eine vierte Reinigungsstufe eingebaut werden. Mit diesen  Reinigungsstufen werden durch Ozonung und Aktivkohleadsorption noch viel gründlicher die Belastungen reduziert und vor allem auch biologisch schlecht eliminierbaren Stoffe, die von Menschen hergestellt wurden, wie etwa Medikamente aus den Taunuskliniken.

Aber so eine vierte Reinigungsstufe kostet einen Haufen Geld.

Fakten:
Daten entnommen aus
Stadt Frankfurt am Main/Gesundheitsamt, 2018:
„Oberflächengewässer in Frankfurt am Main 1996-2017“ – Bericht zur hygienischen Qualität.

(hs)

 

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