18.10.2018: Immer Ärger mit der Bahn. Jetzt ist die Fußgängerbrücke am Berkersheimer Bahnhof gesperrt.

Brücke

Brücke ist da. Aber leider gesperrt.

Immer Ärger mit der Bahn! Das neueste Kapitel erzählt von einer Fussgängerbrücke, die gesperrt ist, von fünf Fahrgästen, die mitten in der Nacht ihren Bus sehen, aber nicht hindürfen, einem Busfahrer der aufmerksam mitdenkt und von anhaltend mangelnder Kommunikationskompetenz der Deutschen Bahn.

Aus dem Bericht vom Dienstag Abend eines Harheimer ÖPNV-Fans: „….hat meine Frau folgendes erlebt: Wegen einer Überholung wartete die S6 an der Haltestelle Frankfurter Berg um 22.46 Uhr … und traf mit fünf Minuten Verspätung in Berkersheim ein. Als sich die Schranke nach Abfahrt der S6 nicht öffnete und 5 Personen an der geschlossenen Schranke warteten, fuhr der Busfahrer der Linie 25 zur Schranke vor, öffnete die Türen und fragte über die geschlossene Schranke hinweg, ob jemand mit dem Bus nach Harheim fahren wolle. Das bejahten alle 5 Wartenden. Der Busfahrer wies darauf hin, dass er nun aber nicht mehr lange warten könne. Weil die Schranke immer noch geschlossen war, entschieden sich die 5 Wartenden über das Absperrband der Brücke zu steigen und über die gesperrte Brücke zu gehen, um den Bus noch zu erreichen ….“

Dabei hat die Brückensperrung gar nichts mit dem Ausbau der S6 zu tun. Auf der Brücke müssen routinemässig einige Holzdielen ausgetauscht werden, weswegen die DB-Abteilung „Station & Service“ erst einmal die Brücke gesperrt hat. Für eine Information der Fahrgäste war in der bahntypischen Eile keine Zeit. Man merkt, das muss eine wichtige und schwierige Austauschoperation sein. Nach Information der DB sollen die Arbeiten Ende der 44. Kalenderwoche abgeschlossen sein. Das wäre der Freitag, 2.11.2018. So lange also müssen Fahrgäste, die die Schienen queren müssen, an den Bahnschranken warten, bis sie hochgehen. Die Schranken natürlich … nicht die Fahrgäste. Und das kann dauern.

Bahn

Dann halt in die andere Richtung fahren …..

Wenn Sie als Benutzer des öffentlichen Nahverkehrs auf den Berkersheimer Bahnhof als Station und dort auf die Fußgängerbrücke angewiesen sind, dann sollten Sie ein wenig Gelassenheit und Zeit mit im Gepäck haben. Oder Sie nehmen diese Minibaustelle mit Maxiwirkung schon mal als Anlass, für die kommende dreimonatige Sperrung der Niddabrücke zu üben. Kann ja sein, dass die dann auch plötzlich über Nacht gesperrt wird.

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12.10.2018: Müllkippe Harheim. Wieder haben Kriminelle illegal Müll auf dem Acker abgeladen

Altreifen

Altreifen einfach mal auf den Acker geworfen….

Vor zwei Wochen waren es noch eine Anhängerladung alter Autoteile, Müll und die Kontoauszüge und Personalakten der wahrscheinlich längst insolventen Firma Baran Bau GmbH aus Schwalbach, die auf einem Feld bei Harheim abgeladen wurden. Nun liegen über Nacht wie vom Himmel gefallen eine Anhängerladung alter Reifen auf zwei Feldern in der Nähe des Harheimer Wegs nach Bonames. Einfach abgeladen, nachts rausgeworfen. Weg mit dem Dreck. Soll doch der Landwirt zusehen, wie der den Müll anderer Leute wieder wegkriegt. Und jeder Eigentümer des Ackers oder des Stücks Streuobstwiese, den diese seltsame Art des russisch Roulette trifft, hat ein fettes Problem an der Backe, um das ihn niemand beneidet. Wäre der umweltschädliche Müll auf einem öffentlichen Weg abgeladen worden, dann wäre er ein paar Tage später im Auftrag der Stadt Frankfurt abgeholt worden. Haben die Umweltschweine aber ihren Abfall auf Privatgrund verklappt, bleibt der Eigentümer auf Reifen, Sperrmüll und Dreck sitzen. Nun kann er nicht nur zusehen, wie er das Zeug loskriegt, oft genug muss er es auch auf eigene Kosten tun.

Feld, Streuobstwiesen und Altreifen

Der Müll mit den Personalakten konnte durch eine gut funktionierende Zusammenarbeit zwischen Polizei, Stabstelle Sauberes Frankfurt und FES entfernt werden. Ob das mit den Reifen auch funktioniert, muss sich zeigen. Die einzige auf der Hand liegende Erkenntnis: Offenbar ist das drohende Bußgeld von bis zu € 1000 immer noch viel zu wenig, um Umweltsünder effektiv abzuhalten, ihren Müll im Landschaftsschutzgebiet auszukippen.

Illegale Müllentsorgung gilt immer noch als ein Bagatelldelikt.

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01.10.2018: Wichtige Eilmeldung: Harheim hat ein neues Kerbemädchen.

Giggelschnmiss

Wenn der Spaten auf den Bembel kracht oder Die Sache mit dem Giggelschmiss…

Letztes Highlight in der Reihe seltsamer Harheimer Traditionen am letzten Tag der Kerb: der Giggelschmiss. Weshalb der Giggelschmiss Giggelschmiss heißt, das kann so gut wie niemand erklären. Ist am Ende aber auch egal. Unwahr ist die Tatsache, dass Giggel geworfen werden würden, egal, ob lebend, gebraten oder gekocht. Es geht einfach darum, ein maximales Quantum an Spass zu haben und weshalb sollte Spaß auch immer logisch erklärbar sein. In Harheim werden am Giggelschmiss mehrere junge Damen des Ortes jeweils nacheinander mit verbundenen Augen von ein Paar Kerbeburschen in den Schafgärten entlang vor den Kerbeburschenpräsidenten geführt, der kurz vor Ende des Laufstegs versucht, mit einem Spaten einen auf dem Boden stehenden Bembel zu zerdeppern. Diejenige der Damen, bei dem er es schafft, die wird auf der Stelle zum neuen Kerbemädchen und der erfolgreiche Kürvorgang wird hernach mehrere Stunden lang gefeiert.

Böswillige Zungen behaupten zwar, das alles wäre abgekarterte Sache. Ein Beweis dafür konnte jedoch noch nie erbracht werden. Was bestätigt werden konnte, war lediglich, dass alle an der Kerb beteiligten an der Sache ausgiebig und lange Spass haben. Spass auf Vorrat sozusagen. Denn bis zur nächsten Kerb muss etwa 360 Tage gewartet werden. Bis es wieder heißt: die Kerb ist unser. Ach ja, das wichtigste hätte unser Berichterstatter vor Ort nahezu vergessen. Das neue Kerbemädchen ist die bezaubernde Erina Walther. Herzlichen Glückwunsch.

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29.09.2018 Ausnahmezustand! Harheimer Kerb ist eröffnet.

Kerb

Harheimer Kerb ist eröffnet

28 Meter? 24 Meter? Die Schätzungen über die Höhe des Kerbebaums gehen je nach Kerbsympathie und Alkoholpegel etwas auseinander. Beeindruckend hoch ist der Baum mit der angenagelten Kerbelies auf jeden Fall. Und mit seiner Länge hatte er schon auf dem Transportwege für ein paar technische Probleme gesorgt. Aber nun steht der Baum.
Die rund zwei Dutzend Kerbeburschen haben den etwa 900 Kilogramm schweren Baum unfallfrei unter Zuhilfenahme einiger Hektoliter Äppler in die Grube vor dem Bürgerhaus eingepflanzt und standesgemäß begossen. Startschuss für den offiziellen Teil der Kerb.

Ab jetzt wird Kerbmuffeln empfohlen, den Bereich ums Bürgerhaus möglichst weiträumig zu umfahren und den Ablauf der Festivitäten nicht mutwillig aufzuhalten. Am Sonntag wird der Kerbumzug den Verkehr am frühen Nachmittag lahmlegen, am Montag wird nach dem Frühschoppen das neue Kerbemädchen beim Giggelschmiss gekürt. Die Ablaufregeln des Giggelschmisses, die ähnliche Komplexität wie die eines amerikanischen Footballspiels aufweisen, sind bei den Kerbeburschen zu erfahren. Während der Kerb wird darum gebeten, die Kerbeburschen jedoch nicht unnötig zu erschrecken oder ungebührlich anzusprechen oder sie in ihrer meditativen Tätigkeit zu stören. Geregelter Tagesablauf ist in Harheim erst wieder ab dem Dienstag, 2. Oktober zu erwarten.

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26.09.2018 Die Deutsche Bahn unterbricht ab Januar den Verkehr zwischen Harheim und Berkersheim völlig.

Niddabrücke

Die Brücke über die Nidda. Der Weg von und zur S-Bahn

Im Zuge der Baustelleneinrichtung am S-Bahn-Ausbau unterbricht die Deutsche Bahn voraussichtlich von Januar bis März 2019 für drei Monate die Verbindung zwischen Berkersheim und Harheim über die Niddabrücke dauerhaft und vollständig. Diese Brücke muss ertüchtigt und verbreitert werden, damit dann auch durch Harheim in den nächsten Jahren täglich insgesamt etwa 200 LKW zur Baustelle an der S6 fahren können. Während der Bauzeit an der Niddabrücke wird es für Fußgänger, Radfahrer und Busse keine Möglichkeit geben, die Nidda zu überqueren. Der Weg zum Berkersheimer Bahnhof und der S6 wird völlig unterbrochen sein, außer, man überquert die Nidda mit dem Schlauchboot.

Niddabrücke

Für Autos zwar verboten, dennoch aber gerne genutzt.

Der Kfz-Verkehr wird während der Sperrung über Bonames, die Homburger Landstraße und den Frankfurter Berg umgeleitet. Kfz-Verkehr ist auf der Niddabrücke jedoch ohnehin nicht zulässig.

Der 25er Bus von und zur S6
Für die Benutzer von Bussen und Bahnen, speziell für den 25er Bus, wird eine Umleitung eingerichtet. Dieser Bus bringt die Harheimer Fahrgäste dann zur S-Bahn Haltestelle Frankfurter Berg. Diese Umleitung wird die Fahrzeit erheblich verlängern.

Fußgänger
Eine Behelfsbrücke oder eine Umleitung für Fußgänger wird nicht eingerichtet. Das ist für die DB zu kompliziert und zu teuer. Schließlich können Fußgänger den etwa 6 km längeren Weg über Bonames und die Homburger Landstraße nehmen.

Niddabrücke

Für Radfahrer der schnellste Weg in die Innenstadt

Radfahrer
Ähnliches gilt für die Radfahrer. Auch für die umweltfreundlichen Fahrradfahrer gibt es in der bemüht radfahrfreundlichen Metropole Frankfurt keine Umleitungsempfehlung. Der Weg entlang der Nidda bis zur Homburger Landstraße kann natürlich ebenfalls wegen der Brückensperrung nicht erreicht werden. Sowohl Bahn wie auch die Straßenverkehrsbehörden in Frankfurt sind offenbar davon überzeugt davon, dass besonders im Januar nur einige wenige Spaßradler betroffen sind. Dieses Problem ist daher vernachlässigbar.

Die Deutsche Bahn sieht den Fall Harheim nicht als ihr Problem.
Diese Informationen hatten die Fraktionen des Ortsbeirates am Montag bei einem Gespräch mit der DB erhalten. Die Frage, wie sich die DB denn vorstelle, wie die Harheimer während dieser Zeit etwa zu ihrem Arbeitsplatz in Frankfurt, zur Schule, zur Messe oder zum Flughafen kommen sollen, blieb unbeantwortet. Das sei nicht Problem der DB. Die habe an der Stelle in Harheim schon genug Probleme.

„Aktuell bringt der gesamte Ausbau den Harheimern ausschließlich Nachteile“, so erinnerte der Vertreter der GRÜNEN die DB-Mitarbeiter. Die Sperrung der Niddabrücke ist dabei lange nicht das einzige Problem. Auch nach Wiedereröffnung der verbreiterten Brücke wird der Zugang zur S6 oder die Überquerung der Bahnlinie für Harheimer keinerlei Vorteile bringen. Dafür aber eine Reihe von Nachteilen bescheren, die den prophezeiten Zeitgewinn von fünf oder acht Minuten bei der Fahrt zur Messe oder auch die angekündigte Verbesserung der Pünktlichkeit nicht aufwiegen können.

Heute noch hält der Zubringerbus zum Umsteigen wenige Meter neben den Schienen und der Brücke. Im Endzustand wird auf die umweltfreundlichen ÖPNV Nutzer ein um ein vielfaches längerer Weg zwischen Bus und Bahn drohen, da die Bushaltestelle verlegt werden muss.

Die steile Holztreppe über die Schienen – seit rund 30 Jahren Dauerprovisorium -, die für Radfahrer, Fahrgäste mit viel Gepäck oder Eltern mit Kinderwagen schon immer ein unüberwindbares Hindernis war, die wird ersetzt durch eine Metallkonstruktion – aber ebenfalls ohne Rampen oder Fahrhilfen. Ein Aufzug für die Barrierefreiheit würde von der DB freundlicherweise eingebaut werden, aber nur, wenn die Stadt Frankfurt die Kosten dafür übernehmen würde.

Einzig und allein die Mitteilung, dass der beschrankte Bahnübergang erst im Jahr 2020 oder 2021 geschlossen würde und nicht schon in den nächsten Monaten, war die gute Nachricht für die Ortsbeiräte. So lange noch können Radfahrer und Fußgänger die Querungsmöglichkeit über die Schienen nutzen, bevor sie durch eine voraussichtlich schlechtere Querungsmöglichkeit ersetzt wird.

Wann dann schließlich das Ersatzbauwerk – also eine Omega-Brücke oder ähnliches – gebaut würde, das konnten die freundlichen DB-Mitarbeiter nicht sagen. Da müsse sich erst einmal die Stadt Frankfurt entscheiden, was sie nun wolle. Darauf würde die DB nun schon mehrere Jahre warten. Auch hier bemerkten die DB-Mitarbeiter, dass die Harheimer geduldig bleiben müssten. Für eine neue Brücke müsste erst einmal ein Planänderungsverfahren durchgeführt werden. Im günstigsten Falle müsse man mit zwei Jahren Dauer rechnen, sofern niemand dagegen klage.

Fazit: Wer im Stadtteil Harheim mobil sein und bleiben möchte, sollte vorzugsweise über ein Auto verfügen. Harheim ist einer der wenigen Stadtteile, die nicht in der Umweltzone liegen. War das Zufall – oder weitblickende Planung?

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