12.04.2021: Zu schnell gefahren? Zu falsch geparkt? Warum kommt da nicht mal die Polizei und kontrolliert?

Zum Beispiel an der Niddabrücke. An manchen Wochenenden ist es schon für Fußgänger schwierig, sich mit dem Fahrradkreuzungsverkehr unfallfrei zu arrangieren. Dann kommt auch noch der illegale Schleichverkehr von oder nach Berkersheim dazu, der sich an den Radlern vorbei über die Brücke quetschen will. Oder die im Altkönigblick auf den öffentlichen Parkplätzen „geparkten“ Campingbusse, Anhänger und Kleintransporter. Dürfen die da überhaupt wochenlang stehen? Könnte da nicht mal die Polizei….? Und was ist mit den notorischen Schnellfahrern, denen T30 für ihr entspanntes Ego einfach zu lahm ist und das mit 350 PS ausgestattete Nobelfahrzeug nicht mal ansatzweise zum Röhren bringt. Und die vielen Autos, die auf dem Gehweg parken, weil eben der doofe Ortsbeirat nicht überall Parkplätze für alle steuerzahlenden Autos geschaffen hat. Manche Eltern kommen mit ihrem Kinderwagen da gar nicht mehr durch. Warum macht die Polizei da nichts? Wollen Sie wirklich wissen warum die Polizei da nichts macht? Ganz einfach: Das Personal fehlt.

Gehwegparker

Aber warum ist das so? Dafür gibt der Magistrat Frankfurts zwei Gründe an: Zum einen werden die Bediensteten der Städtischen Verkehrspolizei offenbar so schlecht bezahlt, dass sie lieber in den umliegenden Gemeinden auf besser bezahlte Streife gehen. Denn mehr Geld kriegen und weniger für die Miete bezahlen müssen, das kann schon ein starkes Argument sein. Zum anderen besteht das Problem darin, geeignete Bewerber für den Dienst bei der Städtischen Verkehrspolizei zu gewinnen. Im März waren nämlich immer noch 32 Stellen im Bereich der Verkehrsüberwachung vakant. Und nur dann, wenn „….ein hoher Stellenbesetzungsgrad erreicht, die neuen Bediensteten eingearbeitet und der Besetzungsgrad dauerhaft auf hohem Niveau gehalten werden kann, wird dies zu einer Entspannung der personellen Situation führen…“ (Bericht des Magistrats B113 vom 12.03.2021)

Träumen Sie also noch immer davon, dass die Falschparker, die Campingbusabsteller, die Raser und die illegalen Niddabrückenfahrer von einem uniformierten Polizisten angehalten und vielleicht aus dem Verkehr gezogen worden? Träumen Sie besser von etwas anderem, denn der Magistrat hat da eine klare Antwort: „Vor dem Hintergrund der beschriebenen Ausgangssituation besteht gegenwärtig kein Spielraum für eine grundsätzliche Erhöhung der Kontrollintensität in bestimmten Ortsbezirken“. Welche Ortsbezirke gemeint sind? Darüber gibt das Verkehrsdezernat keine Auskunft.

Fakten:
Bericht des Magistrats B113 vom 12.03.2021

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07.04.2021: Was Sie schon immer über Harheimer Jugendliche wissen wollten! Die Ergebnisse der Jugendstudie werden vorgestellt.

Die Harheimer Jugendlichen – die unbekannten Wesen? Über Jugendliche in Harheim wurde in der Vergangenheit immer wieder im Ortsbeirat diskutiert und bisweilen heftig und hitzig gestritten. Leider aber immer nur über Jugendliche und fast nie mit Jugendlichen. Erst im letzten Jahr sollte das anders werden. Im Zuge des Aufbaus einer offenen Jugendfreizeiteinrichtung in den umgebauten Räumen der evangelischen Kirchengemeinde hatte das Frankfurter Jugendbildungswerk eine Befragung direkt in Harheim und mit Harheimer Jugendlichen zwischen 10 und 18 Jahren geplant, und – trotz aller Schwierigkeiten und Einschränkungen der heranziehenden Coronawellen – durchgeführt.

Am Freitag, 23.04.2021 von 17:00 Uhr bis 18:30 Uhr werden nun die Ergebnisse vorgestellt und diskutiert. Natürlich nicht in einer großen Live-Veranstaltung sondern – coronazeitgemäß – mit AHA-Regeln in einer Zoom-Video-Konferenz. Alle Teilnehmer*innen der Studie und alle Interessierte können mit folgenden Einwahldaten teilnehmen:

https://zoom.us/j/96417459992?pwd=aHRtbWs5Q1dvZjBQV3h2alZMZUw0Zz09

Meeting-ID: 964 1745 9992
Kenncode: 140275

Das Jugendbefragungsteam um Julia Gramzow und Sarah Volk freuen sich, über die Ergebnisse zu berichten und beantworten gerne Fragen. Dabei ist die Veröffentlichung der Ergebnisse keineswegs ein Abschluss sondern ein Beginn. In Kleingruppen soll überlegt werden was mit den Befragungsergebnissen passieren könnte und zu welchen Veränderungen in Harheim sie führen könnten.

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01.04.2021: Deutschlands erstes Bike-In-Impfzentrum wird in Harheim aufgebaut.

Das erste Bike-In-Impfzentrum Deutschlands: in Harheim

Drive-In-Impfzentrum ist out. Im fahrradfreundlichen Frankfurt entsteht das bundesweit erste Bike-In-Impfzentrum für Radfahrer*innen und zwar genau: in Harheim. Da wo sich der Niddaradweg und die Radschnellverbindung vom Frankfurter Norden in die Frankfurter City kreuzen, an der Harheimer Niddabrücke, noch genauer: an der Sportanlage der SG Harheim. Da arbeiten fieberhaft Menschen an den Vorbereitungen und dem Aufbau des neuen Impfzentrums. Zu beiden Seiten der Nidda werden Wartespuren und Wartestationen eingerichtet, an denen auch mit Abstand am Fahrrad das fachärztliche Vorbereitungsgespräch stattfindet. Direkt nach dem Pieks im großen DRK-Zelt können dann die frisch geimpften Radfahrer*innen entweder den nahegelegenen Ruhebereich aufsuchen, der im Sommergarten des Goldenen Löwen (Leon) eingerichtet worden ist. Dort werden sie zur Stärkung mit Handkäs und Harheimer Musik und einem Gerippten verköstigt. Eilige erhalten einen Minisnack mit Mineralwasser und Äpfel von Harheimer Streuobstwiesen und können ihre Radtour unmittelbar nach der Impfung fortsetzen. 

Noch ist das Tor zum Impfzentrum verschlossen


Die geniale Idee dazu hatten zwei Harheimer Hausarztpraxen, denen bislang die Sache mit dem Impfen viel zu schleppend voran gegangen ist. „Da muss man eben einfach mal ein bisschen Zug reinbringen“ meint Dr. B. am Vormittag bei einem Kontrollgang bei den Vorbereitungsarbeiten. Mit Wartezeiten und längerem Stau rechnen die Ärzte übrigens nicht, allerdings werden radelnde Harheimerinnen und Harheimer gebeten, die Harheimer Niddabrücke bei hohem Radverkehrsaufkommen lieber weiträumig zu umfahren. Ungeklärt ist nur noch, ob der Impfstoff rechtzeitig in ausreichender Anzahl angeliefert wird. Aber das kleine Harheimer medizinische Start-up und Bike-In Unternehmen ist nach der Zusage des hessischen Ministerpräsidenten zuversichtlich, dass auch diese logistischen Probleme rechtzeitig aus der kleinen Harheimer Welt geschafft werden. Sobald die Impfdosen da sind, wird geimpft, was das Zeug hält. Und das zudem umweltfreundlich und Co2-neutral. Manchmal liegt das Gute eben doch so nah.

Letzte Vorbereitungen im Goldenen Löwen / Leon, bevor die geimpften für die Nach-Impf-Party zusammenkommen können
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29.03.2021: Wahlplakate – jetzt müssen sie weg sein!

Eine Weile kann man´s ja ansehen, aber dann….

Die Wahlen sind vorbei und immer noch schauen kommunale Politikerköpfe oder schlaue Sprüche von den Pappplakaten an Lampen und Zäunen herunter? Spätestens seit heute, Montag, 29.3.2021 müssen sie weg sein. Denn die Vorgaben der Stadt Frankfurt sind klar und eindeutig: „Die Plakatwerbung ist innerhalb von zwei Wochen nach dem Wahltag aus dem öffentlichen Verkehrsraum rückstandsfrei zu entfernen“.  Nun haben häufig gerade kleine Wählergruppen oder Parteien Schwierigkeiten, sich an die vielen Plakatstandorte zu erinnern. Aber auch von „großen“ Parteien ist noch gelegentlich ein Plakat zu sehen und nicht immer steckt Absicht und böser Wille dahinter. Daher, wenn Sie noch eines der noch nicht abgeräumten Wahl-Dekoelemente am Wegesrand entdecken, dann senden Sie der vergesslichen Partei oder dem erschöpften Kandidierenden eine freundliche Mail und bringen Sie das vergessene Plakat in Erinnerung.

Sollten Sie in Harheim noch ein übersehenes Plakat der Grünen entdecken, dann senden Sie doch bitte eine Mail und die Angabe des Standorts an: mail@gruene-harheim.de und wir werden uns schnellstmöglich darum kümmern. Denn Ordnung muss sein.

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24.03.2021: Totalschaden Brustmuskeltrainer. Schluss mit Fitness

Wer rastet, der rostet….

Dass gerade der Seniorenfitnessparcours in der Riedhalsstraße gegenüber vom Sportgelände in Coronazeiten einen richtigen Besucherboom zu verzeichnen hat, hängt weniger mit Corona zusammen, sondern damit, dass Fitnessstudios und Kurse in den Sportvereinen dem Lockdown zum Opfer gefallen waren. Genau das, was älteren Menschen von Krankenkassen und Apothekermagazinen unaufhörlich eingeimpft wurde, dass sie sich besonders im Alter durch regelmäßige Leibesübungen ihre Beweglichkeit und körperliche Fitness erhalten können, das war jetzt plötzlich nicht mehr möglich. Allenfalls noch internetaffine Seniorinnen und Senioren nutzten vielerlei Webinare und Fitnessvideokonferenzen, aber – Hand aufs Herz – ist das vergleichbar mit gemeinsamem Schwitzen, Stöhnen und sich Quälen in der Gruppe Gleichgesinnter? Aber da gab es zum Glück für die Harheimer Seniorensportfitnessfans eben diesen wunderbaren Fitnessparcours an der frischen Luft. Aber was macht man mit Geräten, die defekt sind?

Reparieren. So lautet die naheliegende Antwort. Nachdem das defekte Gerät über Monate hinweg abgesperrt war und die Selbstheilungskräfte offenbar nicht wirken wollten, beantragte der Ortsbeirat im November, alles zu überprüfen und defekte Geräte wieder gangbar zu machen. Zusätzlich wurde noch eine Klimmzugstange oder Hängeleiter beantragt, an dem sich der Ortsbeirat finanziell beteiligen wollte.

Soweit, sogut. Wer aber gehofft hatte, bei den ersten warmen Tagen im Frühling wieder ein volles Trainingsprogramm absolvieren zu können, wird enttäuscht werden. Der defekte Brustmuskeltrainer, der kurz vor Reparaturantragstellung noch – hinter Gittern – seinen sechsten Geburtstag feiern konnte, muss ersetzt werden. Denn eine Reparatur ist nicht mehr möglich. Der Hersteller hatte aber kulanterweise ein neues Gerät angeboten. Für € 8.000,00. Da setzt dann bei manchem Senior und mancher Seniorin doch die Schnappatmung ein. € 8.000 für ein Fitness-Gerät? Klar. Das Ding ist solide und massiv gebaut. Dabei ist allerdings verwunderlich, weshalb es angesichts der Stabilität nach 6 Jahren Betriebszeit als Totalschaden verschrottet werden muss. Manche alte Dampflock schaffts bei guter Pflege locker auf das 10-fache der Zeit.

Brustmuskeltrainer voraussichtlich für lange Jahre hinter Gittern.

Und nun haben wir ein neues Problem an der Backe. Im vorläufigen Haushalt der Stadt Frankfurt stehen derzeit für ein neues Gerät keine Mittel zur Verfügung. Kurz: Ebbe in der Stadtkasse. Ob die sich in absehbarer Zeit wieder auffüllen wird? Die Wirtschaftsweisen schütteln da eher den Kopf. Daher wird der abgesperrte Brustmuskeltrainer vielleicht am Einfachsten zum Denkmal erklärt und mit dem Spruch verziert: Wer rastet, der rostet.

Nicht viel weiter ist übrigens die Idee mit der Klimmstange oder Hangelleiter gekommen. Deren Kosten würden sich auf etwa € 10.000 belaufen und dann müsste vor Montage noch ein geeigneter Fallschutzbereich hergestellt werden. Tatsächlich! Fitness und Gesundheit – sind Gold wert.


Fakten:
Stellungnahme des Magistrats vom 26.02.2021, ST560

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