18.06.2018: Bargeld ohne Geldautomat? Bei Netto schon ab einem Einkauf von 10€

Netto

Eine Bank ist der Netto noch nicht, aber Bargeld kann man trotzdem kriegen.

An Bargeld vom eigenen Konto rankommen ohne Geldautomat? Vor wenigen Tagen hatten wir berichtet, dass in Harheim die einzige Möglichkeit nur noch im Netto-Markt in der Maßbornstraße besteht, wenn man dort für mindestens 20€ einkauft. Wir sind darauf aufmerksam gemacht worden, dass seit geraumer Zeit der Netto Markt eine Barabhebung vom Konto aber schon ab 10€ Einkauf anbietet. Auch wenn Geldabheben noch nicht kostenlos möglich ist – aber die Absenkung dieser Eingangsschwelle ist besonders für Singles und Senioren eine deutliche und spürbare Erleichterung. Vielen Dank an den Netto – und noch einmal kurz und knapp:

Im Netto Markt in der Maßbornstraße 60 kann während der Öffnungszeiten mit EC-Karte bei einem Einkauf von mindestens 10,00 € bis zu 200,00 € bar vom eigenen Konto abgehoben werden.

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11.05.2018 Schluss mit lustig. Schluss mit Konsens. Die Harheimer CDU will keine Omegabrücke am Berkersheimer Bahnhof.

Omega-Brücke Berkersheimer Bahnhof

Omega-Brücke Berkersheimer Bahnhof Das ist Variante 1

Seit 2014, als klar wurde, dass es keine Unterführung geben würde, kämpfen die Ortsbeiräte Harheims gemeinsam für eine sinnvolle Verkehrsführung am Berkersheimer Bahnhof. Lange Zeit gab es eine weitgehende Einigkeit, dass dort eine Omegabrücke die beste – von allen schlechten – Lösung sei. Jetzt hat die Harheimer CDU diesen gemeinsamen Konsens aufgegeben. Die CDU will die Omegabrücke nicht mehr. Jetzt haben damit die Harheimerinnen und Harheimer zwei Alternativen, zwischen denen sie wählen müssen. So ist eben Demokratie.

Seit bald vier Jahren kämpfen die Harheimer Ortsbeiräte einig und gemeinsam um eine sinnvolle Gestaltung des Verkehrsknotenpunkts am Berkersheimer Bahnhof. Seit Ende 2014 klar wurde, dass die geplante Unterführung aus technischen Gründen nicht gebaut wird,
forderten die Harheimer Ortspolitiker unablässig und immer wieder, dass eine Lösung geschaffen werden müsse, die für Fußgänger, Radfahrer und Busfahrgäste des 25er einen kurzen Weg zum Bahnsteig der S6 und die barrierefreie und schnelle Kreuzung der Schienen besonders für Radfahrer schafft. Über viele Monate hinweg hatten die Ortsbeiräte aller Fraktionen beim neuen Verkehrsdezernenten Klaus Oesterling (SPD) und beim Magistrat immer und immer wieder eingefordert, dass ihnen die Pläne für die von der Stadt Frankfurt geplanten Omegabrücke überlassen werden. Als die Pläne schließlich vom Verkehrsdezernat herausgegeben wurden, deutete noch nichts darauf hin, dass sich der Harheimer Ortsbeirat nicht gemeinsam – vielleicht mit ein paar Änderungen – für eine der Varianten entscheiden könnte.

Berkersheimer Bahnhof

Spätestens ab Anfang 2019 endgültig zu: Der Bahnübergang

Erst im März tauchten plötzlich Zweifel auf. Während GRÜNE und SPD die Variante 1a der Omegabrücke forderten, weil diese Lösung für Umsteiger, Fußgänger und Radfahrer die kürzesten und einfachsten Wege schuf. Und zusätzlich eine Option, die Buslinie 25 über die Brücke bis nach Berkersheim Mitte zum Bus 39 führen zu können. Die CDU-Fraktion drohte aber plötzlich an, ihre Zustimmung zu verweigern, wenn der Begriff „Omegabrücke“ nicht gestrichen würde und die Forderung der Verlängerung der Buslinie nicht rausgenommen würde. GRÜNE und SPD kamen der CDU Fraktion dabei entgegen, um den Minimalkonsens nicht zu gefährden, denn mit dem wollte man in die Verhandlungen mit dem Ortsbeirat 10 und dem Verkehrsdezernenten gehen. Immer noch waren alle Beteiligten überzeugt, dass sich der Ortsbeirat weitgehend einig wäre. Ganz im Gegensatz zum Ortsbeirat 10.

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Berkersheim

Um den Dezernenten Klaus Oesterling (SPD) nun endlich dazu zu bewegen, den Entscheidungsprozess in Gang zu setzen, wollten die Harheimer Ortsbeiräte im Juni mit  einem vielleicht gemeinsamen Antrag an die Stadtverordnetenversammlung nachzuhelfen.
Die CDU führte in ihrem Antragsentwurf ihre Forderungen auf. Schneller und bequemer, barrierefreier Zugang zu den Bahnsteigen der S6, schneller und bequemer Umstieg zwischen Bus 25 und S6, der Schutz des Niddatals vor Individualverkehr mittels KfZ, – nichts Überraschendes also, aber weiter: eine „Querungsmöglichkeit für Fußgänger und Radfahrer“ und eine „bauliche Gestaltung, die der Lage im Landschaftsschutzgebiet Rechnung trägt“. Punkt.

Auf den ersten Blick sind es die gleichen Ideen, die alle Harheimer Fraktionen seit langem vertreten. Allerdings nur auf den ersten Blick. Schaut man genauer hin, dann ist aber bei der Querungsmöglichkeit für Fußgänger und Radfahrer plötzlich das „zügig und unbehindert“ entfallen. Die CDU schraubt ihre Ansprüche zurück. Fußgänger und Radfahrer sollen immer noch die Gleise überqueren können. Zügig und unbehindert ist für die CDU nicht mehr so wichtig. Erst nach Debatte hatte die CDU aber dann die Attribute „zügig“ und „barrierefrei“ noch eingefügt.

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Buslinie 25 – nur bis zum Berkersheimer Bahnhof – oder auch weiter?

Die Verlängerung der Buslinie 25 war im CDU Antrag gar nicht mehr aufgeführt. Weil – nach den Worten des Fraktionssprechers Stefan Quirin „….die Busfahrgäste eben auf der einen Seite aussteigen, über die Brücke laufen und auf der anderen Seite wieder in den Bus25 einsteigen….“ . Nun gut. Eine Laufstrecke, deren Länge wir ja derzeit aus den vorliegenden Plänen entnehmen und abschätzen können.

Vielleicht sollte man bei solchen Vorschlägen nicht vergessen, dass in ein paar Jahren vielleicht auch die Berkersheimer Kinder eine Busverbindung morgens ohne viel Umsteigen zum neuen Gymnasium in Bonames brauchen. Daran denkt man aber im Jahr 2018 nicht. Verständlich. Wir wissen ja gar nicht, ob es dieses Gymnasium überhaupt einmal geben wird.

Völlig neu im Spiel und besonders interessant war dagegen die Forderung nach der „baulichen Gestaltung entsprechend der Anforderungen an ein  Landschaftsschutzgebiet“. Dort oben am Berkersheimer Bahnhof könnte weder eine Brücke, noch zwei neue Gleise und auch kein 6 Meter hoher Lärmschutzwall entstehen, ohne gegen die Landschaftsschutzverordnung zu verstoßen. Für Klarheit sorgten auch hier die Ausführungen des Fraktionssprechers Quirin. Man wolle da kein Bauwerk, das die Landschaft verschandelt. Eine viel kleinere Brücke ein wenig weiter östlich würde völlig ausreichen.

Soweit so gut. Nachdem sich der Ortsbeirat 10 mittlerweile uneins ist, gibt es nun auch im Harheimer Ortsbeirat zwei konkurrierende Ideen. Der normale Bürger mag verwirrt sein. Da teilt die Harheimer CDU ihre Ideen weitgehend mit denen der Berkersheimer SPD und dem Bürgerverein Berkersheim, während die Wünsche der Harheimer Grünen und SPD mit den Fraktionen von CDU und GRÜNEN in Ortsbeirat 10 ziemlich kompatibel sind.

Wie sagte der Verkehrsdezernent Oesterling zuletzt süffisant? Die Ortsbeiräte 10 und 14 sollen sich auf eine Lösung einigen, die würde die Stadt Frankfurt dann umsetzen. Eine Einigung ist aber jetzt deutlich weiter in die Ferne gerückt.

Mittlerweile hat die DB erklärt: der Bahnübergang in Berkersheim wird nach dem jetzigen Planungsstand Anfang 2019 final geschlossen. Damit die Bahnanlagen erreicht bzw. überquert werden können, plant die DB Netz AG ein Behelfsbrückensystem mit Aufzugsanlage als Baubehelf. Also wird ein Provisorium das jetzige 35 Jahre alte Provisorium ersetzen. Vielleicht wieder für 35 Jahre.

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10.05.2018 Bornfest: Harheimer feiern mit Quietscheentchen, Äppler und ohne Fernsehen.

Bornfest

Quietscheentchen waren auch beim Bornfest

Wer auch immer im KJV diese wundervolle Idee gehabt hatte, die irgendwo im Keller herumliegenden Hundertschaften von quietschegelben Badewannenplastikenten mitzunehmen und sie den Kindern am Born für Wasserspiele zur Verfügung zu stellen – er oder sie müsste mit einem Bürger-Familien-Preis ausgezeichnet werden. Fortan war nämlich für alle Kinder die Belustiung, die Rutsche und das Schminken weitgehend abgemeldet. In Scharen spielten die kleinen Bornfestgäste seltsame Spiele, deren Regeln kein Erwachsener verstehen konnte und die etwas damit zu tun hatten, mittels der gelben Quietscheentchen hauptsächlich die anderen Mitspieler*nnen so nass wie möglich zu machen. Die auf dem Trockenen gebliebenen

Bornfest

Immer wieder Bornfest….

Erwachsenen konnten derweil weitgehend ungestört vor Kindern aber auch unabgelenkt von irgendwelchen Fernsehteams oder gar Fussballübertragungen  mit Nachbarn oder Fremden plaudern, diskutieren, nach Herzenslust Äppler mit oder ohne gespritzt leeren und bei Hunger sich an den besten Pommes, Steaks und Würstchen im Frankfurter Norden laben. So ist das sensations- und höhepunktlose Bornfest der geeignete Ort, friedlich und entspannt ein wenig Ruhe zu finden und Seele baumeln lassen in einer ansonsten ringsherum verrückten Welt. Und dass der KJV hinsichtlich Wetter offenbar besonders guten Draht nach oben hat, das hatte sich herumgesprochen. Und stellvertretend für die vielen, die sich genauso wohlgefühlt und dann am Ende doch irgendwie vergessen hatten, das den vielen freiwillig helfenden Hände einmal mitzuteilen: Danke, liebe Leute im KJV. Ohne euch gäbe es diese einzigartige Kreuzung zwischen Fest und Party nicht und Harheim wäre um eine fast unbekannte Attraktion ärmer.

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08.06.2018: Endgültiger Abschied! Der letzte Geldautomat hat Harheim verlassen.

Schluss mit Geldautomat.

Nun ist es endgültig. In dieser Woche ist aus der ehemaligen Postagentur in der Philipp-Schnell-Straße der Geldautomat ausgebaut und abtransportiert worden, genauso wie das Hinweisschild der Postbank. Die Postbank hatte selbst vor wenigen Tagen das Aus für den Harheimer Geldautomaten angekündigt, da der Apparat zu wenig genutzt worden wäre. Wie hätte man ihn auch nutzen können. „Wegen Krankheit geschlossen“ steht dort schon seit April und der Zugang zur Geldausgabe ist abgeschlossen. Damit verflüchtigt sich auch die letzte Hoffnung, dass das kleine TotoLotto Geschäft an der Ecke zur Hermannspforte unter neuer Leitung wieder geöffnet werden könnte, und die Postbank den so selten benutzten Geldautomaten möglicherweise irgendwie vergessen. Ortsvorsteher Dr. Frank Immel hatte beim Wirtschaftsdezernenten Markus Frank noch vor wenigen Tagen darauf hingewiesen, dass damit für die Harheimer Bürgerinnen und Bürger die letzte Möglichkeit genommen wird, kostenlos Bargeld vom eigenen Konto zu besorgen. Den Wirtschaftsdezernenten scheint das kleine Harheimer Problem aber nicht besonders zu beunruhigen.

Kiosk Stern in der Philipp-Schnell-Straße

Jetzt bleibt nur noch der Netto-Markt, bei dem man Bargeld mit EC-Karte abheben kann, sofern für mindestens € 20,00 eingekauft wird. Aber nicht jeder mag für so viel Geld etwas kaufen, was er vielleicht nicht dringend braucht. Weitere Alternativen sind die Frankfurter Volksbank in Bonames oder Nieder-Erlenbach oder der Geldautomat bei der Hessol in Massenheim. Mit dem Auto zum Geldautomaten fahren? Das klingt nicht gerade umweltfreundlich. Blöde Situation also für manche ältere Mitbürger. Die Rente kriegt man zwar aufs Konto überwiesen, trotzdem kommt man nicht an sein Geld ran.

Alternativen? Auf die Aufstellung eines neuen Automaten – egal ob bei Netto, oder in der neuen Postagentur bei Comet in Alt-Harheim – wird man vergeblich warten müssen. Wegen der Sicherheitsstandards ist der Betrieb von Geldautomaten für die Betreiber in wenig frequentierten Lagen zu teuer. Da wird Harheim auch nicht der einzige Stadtteil mit Problemen dieser Art bleiben.

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05.06.2018: Wohnanlage für Senioren und Flüchtlinge im Niederfeld: Alles im Plan.

Wohnanlage

Behält die Übersicht, auch wenns stürmisch wird: Bauleiter Siegbert Schütz

Bauverzögerung wie in Berlin oder bei Stuttgart 21? „naa des woll mer net“, Siegbert Schütz schüttelt den Kopf und lächelt breit. „Alles wird gut!“ – der fränkische Bauleiter steht auf seiner Baustelle mit dem Plan in der Hand und freut sich über das freundliche sonnige Wetter in Harheim. Hinter ihm werken, hobeln, hämmern und mauern ein gutes Dutzend erfahrener Bauhandwerker und wortwörtlich täglich wächst die Wohnanlage ein paar wichtige Zentimeter nach oben. Eine gewisse Gelassenheit, ja fast Ruhe, herrscht auf dem ganzen Gelände vor. Jeder weiß offenbar genau, was zu tun ist, jeder Handgriff sitzt, ohne Diskussionen folgt alles dem Plan, oder besser, den Plänen. Selbst der Magistrat der Stadt Frankfurt hat noch einmal Doppelgrün zur Baugenehmigung ausgeprochen, und nach einer Anfrage der Harheimer CDU bestätigt, dass die Baugenehmigung zu Recht ausgestellt worden ist.


Projektentwickler Markus Gildner und der Hans-Dampf-auf-allen-Baustellen und mit gemütlichem oberfränkischen Dialekt ausgestattete Bauleiter Siegbert Schütz sind daher zuversichtlich, dass der Zeitplan des Baus eingehalten wird und die ersten Bewohner vielleicht noch im Dezember 2018 einziehen können.

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