29.11.2022 Damit Blinde sehen, wohin sie gehen: ein Blindenleitsystem für Harheim.

Blindenleitsystem Bushaltestelle

Sieben Sinne hat der Mensch. Hören, Sehen, Schmecken, Riechen, Tasten, Fühlen und Körperbalance. So richtig bewusst wird sich darüber der Mensch erst, wenn einer der Sinne nicht richtig funktioniert oder ausfällt. Wie zum Beispiel das Sehen. Bildstörung, und schon ist der Mensch plötzlich verloren. Wo war gleich wieder die Tür, die Treppe, der Kühlschrank oder der Schlüssel? Wie kommt man zur Apotheke, zum Bus, zur S-Bahn. Wie orientiert man sich in einer anderen, unbekannten Stadt. Dabei gibt es unterschiedliche Arten von Blindheit. Unter Deutschlands 82 Millionen Einwohnern sind etwa 76.000 Menschen blind, das bedeutet, die sehen auf dem besser sehenden Auge maximal 2% dessen, was ein Mensch mit normalem Sehvermögen erkennt. 51.000 Menschen sind hochgradig sehbehindert – die sehen selbst mit Brille oder Kontaktlinsen maximal 5%. Weitere rund 450.000 Menschen sind sehbehindert. Die sehen maximal 30% von dem, was ein Normal-Sehender erkennt. Während sich die Gruppe der Sehbehinderten oft mit ihrer Rest-Sehkraft in der Öffentlichkeit grundsätzlich orientieren kann, sind die zwei anderen Gruppen auf Hilfen angewiesen, etwa durch speziell ausgebildete Blindenhunde, durch eine barrierefreie Gestaltung der Wege und/oder durch ein Leitsystem, das Blinde über Wege, Kreuzungen und Ampeln zuverlässig führt.

Blindenleitsystem an Bushaltestelle

Blindenleitsystem – Was ist das?
Als Bodenleitsystem oder Blindenleitsystem werden tastbare und sichtbare Leitmarkierungen bezeichnet, die es sehbehinderten Menschen ermöglichen, sich mit Hilfe eines Blindenstocks selbständig im öffentlichen Raum wie z.B. auch an Haltestellen von Bus und Bahn sicher und leicht zu bewegen. In der Regel handelt es sich um ertastbare und durch starke Kontraste leicht sichtbare Bodenmarkierungen, sogenannte „taktile Leitsysteme“. Solche „taktile Leitsysteme“ gibt es in Harheim an manchen Bushaltestellen, Kreuzungsbereichen und Ampeln. Jedoch längst nicht bei allen.

Das will die BFF im Harheimer Ortsbeirat ändern. Nach deren Antrag sollen viele Straßenüberquerungen und Fußgängerwege entlang starkbefahrener Straßen in Harheim blinden- und sehbehindertengerecht werden. Die Maßbornstraße etwa, auf der gesamten Länge. Alt-Harheim, die Korffstraße und In den Schafgärten der Weg zu Kinderzentrum und Grundschule, und auch den Harheimer Stadtweg über die Niddabrücke bis zum Berkersheimer Bahnhof sollen nachgerüstet oder umgebaut werden, damit sich blinde und sehbehinderte Menschen sicher in Harheim bewegen können.

Blindenleitsystem im Niederfeld

Kein Zweifel. Die BFF deutet auf einen eklatanten Mangel in Harheims öffentlichem Raum. Schließlich dürfen Menschen mit Einschränkungen und Handycap nicht benachteiligt werden, das steht schon seit 1994 in Artikel 3 des Grundgesetzes: „Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.“ Verhält sich die Stadt Frankfurt also möglicherweise verfassungsfeindlich? Nein, so einfach ist das nicht. Denn ob ein nicht vorhandens Blindenleitsystem Blinde benachteiligt ist philosophisch gesehen umstritten. Denn nicht das fehlende Blindenleitsystem, sondern die individuelle Behinderung benachteiligt Blinde.

So bleibt lediglich die Pflicht, öffentlichen Raum barrierefrei zu gestalten, soweit „dies durch Rechtsvorschrift vorgegeben ist“. Die Stadt Frankfurt ist daher nicht grundsätzlich verpflichtet, den Altbestand an öffentlichem Raum generell für Blinde barrierefrei nachzurüsten, sondern macht das praktischerweise bei neuen Projekten, also da, wo Straßen und Wege neu gebaut werden. Alles andere könnte wahrscheinlich die Stadt Frankfurt finanziell auch gar nicht stemmen und die Planung der Straßen und Wege unterliegt wie andere öffentliche Belange der Abwägung und damit auch der Finanzierbarkeit.

Blindenleitsystem an Fußgängerampeln

Fazit also: es gibt (auch für blinde Menschen) keinen pauschalen Rechtsanspruch auf barrierefreie Straßen und Wege. Solange nun Frankfurt am Main nicht im Geld schwimmt oder einen Dukatenesel beim Kämmerer im Römer stehen hat, wird sie auf jeden Fall erst einmal das tun, zu dem sie verpflichtet ist und erst darüber hinaus finanziell freiwillige Investitionen durchführen. Und ob die Stadt dann ausgerechnet im vergleichsweise abgelegenen Harheim beginnen wird, das kann aus einiger Erfahrung bezweifelt werden.

Neben den Fragen nach dem Rechtsanspruch und der Finanzierbarkeit gibt es aber noch eine viel grundsätzlichere Frage:

Könnte denn der Ortskern von Harheim grundsätzlich mit einem Blindenleitsystem ausgerüstet werden?
Damit Gehwege barrierefrei sind und auch mit einem Blindenleitsystem ausgerüstet werden können, müssen sie ausreichend breit sein. Gehwege sollen grundsätzlich mit dem Regelmaß von 2,50 Meter Breite geplant werden.

Jetzt haben wir aber ein dickes Problem. Im Ortskern des schönen Stadtteils Harheim sind die Gehwege oft nur zwischen 60 und 100 cm breit. Viel zu schmal schon für normale Menschen. Für Menschen mit Behinderungen geradezu gefährlich schmal. Wollte man etwa Alt-Harheim oder die Korffstraße mit einem Blindenleitsystem ausrüsten, müsste man die Gehwege erst auf eine dafür geeignete Breite umbauen. Stand der Dinge im Jahr 2022: Gehwegbreite 2,50 Meter. Vielleicht sogar auf beiden Seiten der Straße.

Blindenleitsystem an Bushaltestelle

Im Falle der aktuell zwischen sechs und sieben Meter breiten Straßenfläche in der Korffstraße hätte die einseitige Verbreiterung des Gehwegs nun zur Folge, dass eine von zwei Fahrspuren wegfallen würde. Denn wie freundlich man auch immer darumherum redet: Die Straßen im Ortskern sind nicht breit genug. Nächste Konsequenz des neuen Blindenleitsystems: da kann dann auch kein Bus mehr fahren. Der würde dann konsequenterweise an Harheim auf der Umgehungsstraße vorbei fahren. Eine Haltestelle am schiefen Kreisel. Die andere an Haltestelle Tempelhof. Dazwischen: genügend Platz für barrierefreie Gehwege. Eine gute Lösung? Auf diese Frage weiss auch die antragstellende BFF-Fraktion keine Antworten. Dieses Problem sollen eben andere lösen.

Aber könnte man sich vielleicht in Sachen Blindenleitsystem auf die Kreuzungsbereiche beschränken? Dann gibt es für Blinde und Sehbehinderte wenigstens beim Überqueren der Kreuzungsbereichen mehr Sicherheit. Ja, könnte man machen. Dann könnten Blinde zwar unter Lebensgefahr wenigstens bis zu den Kreuzungen kommen, diese aber sicher überqueren.

Der BFF-Antrag ist daher eine schöne Idee – aber leider nicht bis zum Ende gedacht. Die BFF fordert vom Magistrat etwas, was der gar nicht umsetzen kann. Zufall oder Absicht?

Und doch gibt es einen Konsens.
Am Ende der Diskussion einigen sich die Ortsbeiratsfraktionen von Grüne, CDU, SPD und BFF darauf, den Magistrat zu bitten, blinden- und sehbehindertengerechte Straßenüberquerungen und Fußgängerüberwege in Harheim zu ermöglichen. Der große Umbau des Harheimer Ortskerns wird abgesagt. Nun heißt es, die Antwort abwarten. Man darf gespannt sein.


Fakten:
Antrag von BFF „Blindengerechte Straßenüberquerungen in Harheim“ vom 20.10.2022


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27.11.2022 Bürgeramt Harheim öffnet am 5. Dezember wieder!

Weihnachtsüberraschung: Das Bürgeramt öffnet wieder!

Überraschung aus heiterem Himmel und rechtzeitig zum Nikolaustag. Als hätte der Nikolaus über Harheim ein Geschenkpäckchen fallen lassen: Die Verwaltungsstelle, genauer, die Außenstelle Harheim des Bürgeramtes Nieder-Eschbach, wird nach langer Schließung ab 5. Dezember wieder zu den regulären Öffnungszeiten geöffnet. Zur Erinnerung: Am 16.03.2020 wurden die Außenstellen der Bürgerämter in Kalbach, Nieder-Erlenbach und Harheim wegen Corona geschlossen. Denn plötzlich durften Schwangere nicht mehr im Kundenkontakt eingesetzt werden. Da gleichzeitig auch die Außenstellen in Nieder-Erlenbach und Kalbach aus den gleichen Gründen und das Bürgeramt Nieder-Eschbach wegen Renovierung geschlossen wurden, mussten die Frankfurterinnen und Frankfurter am nördlichen Stadtrand für die Verlängerung ihres Personalausweises, Pass oder für den neuen Führerschein sich beim Termin-Bingo im Internet einen freien Termin finden und dann irgendwie entweder ins Bürgeramt im Nordwestzentrum oder nach Eschesheim reisen. Bei ausgeschalteter S6 auch nicht gerade eine reine Freude.

Rechtzeitig zum Nikolaustag wieder offen

Grund zum Pessimismus hatten die Stadtrandbürger zudem, da Eileen O´Sullivan, die Dezernentin in Sachen Bürgerämter, zuletzt vor wenigen Wochen öffentlich darlegte, dass ohne eine kräftige Stellenaufstockung in Sachen Wiedereröffnung der Aussenstellen gar nichts laufen würde. Nun alles Schnee von gestern. Die Außenstellen Fechenheim, Kalbach und Harheim starten im Dezember wieder mit ihrem regulären Betrieb und nun können hier auch Pässe und Ausweise beantragt werden. In Harheim werden künftig zwei Mitarbeiter*innen in der Publikumsbedienung tätig sein.

Aber Achtung: Auch in Harheim läuft nichts ohne vorhergehende Online-Terminvereinbarung.

Fakten:
Die Harheimer Bürgeramt hat ab dem 5. Dezember 2022 wieder geöffnet.
Die Öffnungszeiten sind:
Montags 12:00 Uhr bis 17:00 Uhr
Mittwochs 8:00 Uhr bis 13:00 Uhr.
Online-Terminvereinbarung: Terminvereinbarung

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18.11.2022 Der TV Harheim eröffnet die Harheimer Weihnachtszeit.

TV Harheim eröffnet offiziell die Weihnachtszeit

Dass sich der Harheimer Kalender leicht vom allgemeingültigen gegoriansichen Kalender unterscheidet, weiß man schon wegen der fünften Jahreszeit in Harheim, der Kerb. Dass in Harheim die Weihnachtszeit nicht am ersten Advent beginnt und auch nicht an dem Tag, an dem die ersten Schokonikoläuse im Regal im Netto stehen, sondern an dem Tag, an dem der TV Harheim in seiner Sporthalle um 16 Uhr den Adventsmarkt öffnet, das zumindest wissen fast alle Harheimer*innen. Und so stehen auch diesmal wieder kurz vor dem 16-Uhr-Gongschlag kleine Warteschlangen am Eingang direkt neben dem Glühweinstand, und stürmen beim sekundengenauen Startschuss die Treppe hoch zu den mit kreativen Ideen und von geschickten Fingern gestalteten Adventskränzen und anderen Weihnachts-Fest-Kunst-Dekorationen. Alle wissen: hier wird keine Massenware zu billigen Preisen vertickert sondern individuelle und mit viel Liebe hergestellte Kunstwerke angeboten. Nur die Kuchentheke ist nicht zu finden. Diese opulente und gefühlt rund 30 Meter lange Theke mit konditorellen Köstlichkeiten. Dafür gibts aber dennoch gratis zur Weihnachtsdeko das Wiedersehen und Zusammentreffen mit den Nachbarn, Freunden, Bekannten und Fremden sowie nach erfolgreichem Einkauf der kleine Plausch am Glühwein- und Crepe-Stand vor der Halle, das Vergleichen und Vorzeigen der soeben erbeuteten Adventskränze, Engel und Nikoläuse. Adventsbasar beim TV Harheim. Gut. Jetzt beginnt die Weihnachtszeit nach dem Harheimer Kalender.

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16.11.2022 Wozu Licht auf der Spielstraße bei Nacht?

Spielstraße: Beleuchtung die ganze Nacht durch.

Stromsparen? Wenn´s dem Frieden dient – ja, gerne. Aber: „Warum brennt eigentlich auf der Spielstraße die ganze Nacht das Licht?“ Gute Frage. Tatsächlich brennen die Lampen entlang der Spielstraße Riedhalsstraße von der Schranke bis zur Sportanlage auf etwa 480 Meter Länge munter die ganze Nacht hindurch. Wenn alle Bürgerinnen und Bürger eifrig mithelfen sollen, den Energiekollaps im kommenden Winter zu verhindern, warum dann nicht an dieser Stelle anfangen. Denn außer einigen Spätheimkehrern von der S-Bahn oder Frühaufstehern auf dem Weg zur Arbeit dürften kaum nachts spielende Kinder oder halbwüchsige Jugendliche nach Licht fürs Basketballspielen oder Skaten verlangen. Und die wenigen Menschen, die nachts unterwegs sein müssen, können auf andere und zudem sichere Wege ausweichen. Außerdem liegt die Spielstraße in Zone 1 des Landschaftsschutzgebietes, und da mag der Magistrat ohnedies lieber keine Lampen haben, die sich auf Insekten negativ auswirken.

Also schlagen die Grünen in Harheims Ortsbeirat vor, der Magistrat soll die Beleuchtung in der Riedhalsstraße von Hausnummer 23 bis zur Sportanlage zwischen 23 Uhr und 5.30 Uhr entweder abschalten oder weitgehend dimmen. Dieser Vorschlag gefällt den anderen Fraktionen gar nicht. Marcus Kapust (BFF) warnt freundlich die Grünen, dass denen die jugendlichen Wähler davonlaufen würden, die abends nach 23 Uhr dort friedlich zusammensitzen. Stefan Quirin (CDU) hat Bedenken, dass im Dunkel der Nacht der Drogenhandel auf der Spielstraße noch weiter zunimmt und dass mehr Müll auf dem Parkplatz vor der TV-Sporthalle zurückgelassen wird, als es jetzt schon in beleuchtetem Zustand der Fall ist. Er schlägt stattdessen vor, die Lampen mit LED-Lichtern auszustatten.

Abgestellte Bagger auf der Spielstraße.

Die grüne Fraktion ist nun etwas irritiert. Können wir denn so sicher sein, dass der Drogenhandel zunimmt, sobald in der Spielstraße nachts stockdunkel ist? Das wurde doch noch nie probiert. Andere dunkle Ecken im Ort haben sich auch nicht zum Dealer-Hotspot entwickelt. Und sollte sich tatsächlich jemand die Mühe machen, den eigenen Müll illegal am Parkplatz der Sportanlage abzuladen, nur weil dort nachts stockdunkel ist?

In Frankfurt gibt es ungefähr 70.000 Straßenlaternen, die größtenteils mit Strom betrieben werden, zuzüglich 4.000 Gaslaternen. Jede Strom-Straßenlaterne verbraucht jährlich etwa 440 kWh. Ersetzt man eine konventionelle Straßenlaterne mit einer LED-Leuchte, kann etwa 80% des Energiebedarfs eingespart werden. Durch eine Teilabschaltung von Lampen kann um 50% Einsparung erreicht werden.  

Die 4.000 Gaslaternen, die in Frankfurt noch stehen, sollen sukzessive bis 2030 in LED-Leuchten ausgetauscht werden. Dreisatzfrage: wie lange wird es dauern, 70.000 konventionelle Strom-Leuchten auf energiesparende LED-Technik umzurüsten? Unklar. Wir schätzen: mehrere Jahre. Mindestens bis zu dem Jahr, in dem die Leuchten an der Spielstraße umgerüstet werden, verbrauchen die also noch munter 100% Strom, Nacht für Nacht, um eine in den Nachtstunden fast immer leere Spielstraße zu beleuchten. Fast so, als wäre der verbrauchte Strom kostenlos.  

Da sind die Harheimer Grünen sehr zuversichtlich, dass die junge Generation schon lange verstanden hat, dass mit Energiesparen der Ausstoß von CO2 gesenkt und der Klimawandel damit ein bisschen aufgehalten wird. Aber nur, wenn es bald geschieht.

Fakten:
Antrag von B90/Die Grünen vom 23.10.2022

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12.11.2022 Wieder zu: DB-Unterführung „Am Wiesengarten“.

Unterführung Am Wiesengarten ist wieder geschlossen.

Die für Radfahrer*innen ungeliebte aber praktisch wichtige Unterführung Am Wiesengarten ist wieder geschlossen – voraussichtlich für etwa 12 Monate. Anfang April wurde wegen der Schließung des Bahnübergangs am Berkersheimer Bahnhof und zur Entlastung der Aufzüge an dem dortigen provisorischen Fußgängersteg diese Eisenbahn-Querungs-Unterführung für den Rad- und Reitverkehr von der DB Netze AG noch in verengter Form provisorisch und vorübergehend geöffnet. Schon damals hatte die DB-Netze auf der speziell eingerichteten Internetseite geschrieben: „Die Querung muss zur finalen Fertigstellung im Spätsommer 2022 für ein weiteres Jahr geschlossen werden. Die endgültige Öffnung ist für Mitte/Ende 2023 geplant. Weitere Informationen werden frühzeitig auf dieser Seite veröffentlicht“.

Unterführung Am Wiesengarten ist wieder geschlossen.

Zu den „weiteren Informationen“, die „frühzeitig“ veröffentlicht werden, hat es bei der DB Netze AG offenbar mal wieder nicht gereicht. Das kennt die leidgeprüfte Radfahrgemeinde schon. Der Radverkehr rings um die Baustelle ist der DB Netze gründlich und herzlich egal. Wozu ein Hinweisschild aufstellen, das Menschen, die umweltfreundlich mit dem Rad pünktlich zur Schule, Arbeit, Ausbildung oder Arzttermin wollen, rechtzeitig von der Sperrung informiert? Da hat die DB Netze nur Arbeit damit. Die radfahrenden Menschen kriegen das doch eh irgendwann mit, dass der Wiesengarten zu ist.

Und dass die Projektleitung der DB Netze AG regelmäßig mehr verspricht, als sie hält ist nun auch keine neue Erkenntnis.

Jetzt nützt auch absteigen nichts mehr.



So kommen Sie trotzdem weiter:
Egal ob sie auf der Harheimer oder auf der Berkersheimer Seite des geschlossenen Wiesengartens stehen: mit ihrem Fahrrad kommen sie über die Aufzüge am Berkersheimer Bahnhof auf die andere Seite. Auf Harheimer Seite können Sie aber auch über den Niddaradweg und Frankfurter Berg die Reise Richtung Frankfurter Innenstadt fortsetzen. Achtung allerdings: Der Niddaradweg ist nicht beleuchtet.

Auf der Berkersheimer Seite gibt es keine geeignete Alternativumleitung zu den Aufzügen. Hoffen Sie also, dass die funktionieren.

Fakten:

Informationsseite der DB Netze: https://www.s6-frankfurt-friedberg.de/

Informationsstand der DB Netze zum EÜ Wiesengarten:
EÜ Wiesengarten: Öffnung der Querung ab dem 1. April 2022 – S6-Frankfurt-Friedberg

Bürgertelefon der Bahn für wichtige Anliegen der Anwohnerinnen und Anwohner, die direkt von den Bautätigkeiten betroffen sind (da gehören leider Radfahrer nicht automatisch dazu). 0160 974 64165

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