19.08.2018: Heisser Tag der offenen Tür. Feuerwehr löscht zwar den Durst, die Hitze bleibt trotzdem.

Tag der offenen Tür bei der Feuerwehr

Eindeutig der kühlste Platz am Tag der offenen Tür war im Spritzenhaus drin. Die Theke war an der richtigen Stelle aufgebaut, im Schatten, allerdings die wenigen Schattenplätze schnell belegt. Belegt mit Zuschauern die mit einem kühlen Bier in der Hand den in voller Montur angetretenen Floriansjüngern der Jugendfeuerwehr zusahen, wie die einen Brand in Nullkommanix löschen. Allerdings hatte die Trockenheit dem Programm einen Strich durch die Rechnung gemacht. Anstelle einen richtigen Palettenstapel zu löschen, mussten sich die Experten der Brandbekämpfung mit einem eher künstlichen Feuer aus der Gasflasche begnügen. Offenes Feuer bei diesen Temperaturen ist augenblicklich verständlicherweise n Frankfurt verboten.

Feuerwehr

Löschen üben.

Höhepunkt war allerdings der Feuerwehrwagen der Floriansjünger, den Christian Bieneck zusammen mit den Jugendbetreuern in mühevoller Kleinarbeit liebevoll zusammengebaut haben. Ein vollausgerüstetes Löschfahrzeug, nur eben im Kleinformat. Vom Blaulicht über Schläuche und den Verbandskasten bis zum Martinshorn – alles dran, was zum Löschen benötigt wird.

Eigentlich beruhigend, wenn man weiß, dass die Harheimer Freiwillige Feuerwehr gut gerüstet ist für heiße Tage, und nicht nur bei Feuer, sondern auch bei vielen anderen grossen oder kleinen Katastrophen. Auch wenn Feuerlöschen in Frankfurt in der Regel von der Berufsfeuerwehr erledigt wird, das macht die Freiwilligen Feuerwehren keineswegs überflüssig. Wer sollte denn den jungen Menschen sonst erklären, was man im Katastrophenfalle macht. Und wer erinnert die Verkehrsteilnehmer, eine Rettungsgasse auf der Autobahn im Stau zu machen. Und überhaupt: Wer würde in Harheim so einen wundervollen Tag der Offenen Tür veranstalten und den Raum und die Gelegenheit für die Harheimer bieten, sich hier zusammenzufinden.

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14.08.2018: Brücke am Berkersheimer Bahnhof: CDU lehnt Gespräch mit allen Fraktionen ab.

Bahnügergang zu – und was dann?

Die Harheimer CDU will keine gemeinsamen Gespräche mit den Fraktionen der Ortsbeiräte 10 (Berkersheim) und 14 (Harheim) wegen der Brücke, die am Berkersheimer Bahnhof über die S-Bahn-Gleise gebaut werden soll. Der Ausbau der Bahnlinie S6 und die Querung der Schienen mit oder ohne Brücke – ein schwieriges und komplexes Problem. Der Bahnübergang wird Anfang 2019 endgültig geschlossen. Wie danach Fahrradfaher, Fussgänger oder auch Landwirte die Schienen überqueren können – alles völlig unklar. Auch wie danach die Berkersheimer nach Hause fahren, die auf der anderen Seite der Schienen wohnen. Niemand weiß es.

Monatelang haben insbesondere die Grünen in Harheim darum gekämpft, dass das Verkehrsdezernat alle Pläne, die die DB entworfen hat, den Ortsbeiräten zur Verfügung gestellt werden. Als die Pläne dann endlich da waren, wurde im Harheimer Ortsbeirat lange und intensiv beraten und Kompromisse erarbeitet. Die Harheimer hatten ihre Forderungen an die Brücke in einem Antrag genannt.

Der Verkehrsdezernent Klaus Österling – unwillig zunächst die Pläne herauszugeben – forderte jedoch dann plötzlich, die Ortsbeiräte 10 und 14 sollen sich auf eine Lösung einigen, und die würde dann (vielleicht) umgesetzt. Eine vergiftete Forderung. Denn allein die Fraktionen im Ortsbeirat 10 sind sich über die Notwendigkeit oder Art der Brücke alles andere als einig. Der Wunsch, der Verkehrsdezernent solle so ein Planungstreffen leiten oder moderieren, lehnte der ab.

In dieser Situation hatten nun SPD und Grüne in einem Antrag den Harheimer Ortsvorsteher Dr. Frank Immel (CDU) auffordern wollen, sich mit dem Ortsvorsteher des Ortsbeirates 10, Robert Lange, (CDU) noch einmal zu verständigen, eine gemeinsame Sitzung oder ein Treffen aller Fraktionen einzuberufen. Um endlich Bewegung in die Sache zu bringen. Und vor allem um nicht weiter Zeit zu verlieren. Überraschend hatten die CDU Ortsbeiräte in Harheim den Antrag jedoch abgelehnt. Vor wenigen Wochen noch beklagte sich die Harheimer CDU, dass mit ihren Kollegen im Ortsbeirat 10 und dem Ortsvorsteher Lange es schwierig bis unmöglich sei, sich zu verständigen. Jetzt plötzlich erwähnte Ortsvorsteher Immel, dass er in ständigem Austausch mit Lange stehe, und der, Lange, würde keinen Sinn in so einer gemeinsamen Sitzung sehen.

CDU Fraktionssprecher Stefan Quirin ergänzte dann, dass sich die CDU Ortsbeiräte Harheims und Berkersheims auf eine einspurige Brücke geeinigt hätten. Die SPD und Grünen sollten doch diesem Vorschlag einfach blind zustimmen, dann hätte man ja den Konsens.

Grüne und SPD waren verwirrt. Bislang waren sie davon ausgegangen, dass ein Ortsbeirat alle Bürger vertritt, also auch die verschiedenen Meinungen. Bislang waren sie davon ausgegangen, ein neutraler Ortsvorsteher würde alleine bei Äußerung eines solchen Vorschlags alle Beteiligten einmal zur Vernunft rufen und an demokratische Gepflogenheiten erinnern.

Nach vier Jahren, in denen das Problem bekannt ist, will die CDU will das jetzt alleine entscheiden. Politik nach Gutsherrnart. Irgendwie demokratisch. Die Interressen der Radfahrer, der Fußgänger, der S-Bahn-Benutzer und Bus-Fahrer? Niemand weiss es.

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10.08.18: Endlich! Der goldene Löwe brüllt wieder.

Harheim

Der goldene Löwe brüllt wieder…

Ein wunderschön gelegener Biergarten, aber leider außer Betrieb. Wer sich an die alten Zeiten im Goldenen Löwen erinnerte, dem blutete das Herz. Damals brummte der Laden und im Sommer gab es nicht selten für die vielen Radfahrer entlang des Niddaradwegs nicht mal mehr einen Sitzplatz. Aber nach der abgebrannten Theke und das Ende des berühmten Rühmann versuchte sich ein kroatisches Pächterpaar. Anfänglich mit Erfolg, aber dann sorgten wohl private Differenzen dazu, dass sich das Geschäftsmodell selbst zerlegte. Und der wunderschön gelegene Biergarten mit überregionaler Bedeutung in einen Dornröschenschlaf fiel.

Harheim

das echte Harheimer Biergartenfeeling ist zurück.

Jetzt aber bricht eine neue Ära an. Plötzlich und ganz leise hat Anfang Juli der goldene Löwe neu eröffnet. Aus dem goldenen Löwen ist „Leon / Restaurant goldener Löwe geworden“, die kroatische Speisekarte ist ersetzt worden und die neue Karte bietet jetzt griechische und auch deutsche Spezialitäten. Wobei das Fleisch regional frisch und gut direkt vom Schlachter Schaak kommt.

Alleine durch Mundpropaganda haben die Harheimer den goldenen Löwen schon ins Herz geschlossen und der Biergarten entwickelt sich zum Treffpunkt und zum Wohnzimmer des Stadtteils. Schön, dass der goldene Löwe endlich wieder brüllt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind flink und freundlich, über die Küche gab es bislang ausschließlich lobende Worte. Der goldene Löwe – eine Bereicherung für Harheim.

Harheim

Die goldenen Löwen über dem Eingang bleiben. Tradition ist Tradition.

Der goldene Löwe hat Montags Ruhetag, Dienstags bis Freitags ist er von 17 bis 23 Uhr geöffnet und Samstags und Sonntags von 12 Uhr bis 23 Uhr. Und Achtung: Küche bis 22.30 Uhr. Also, wir sehn uns …..

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02.08.2018: Achtung Postkunden: Massive Zustellprobleme bei Paketen wegen mangelnder Sprachkenntnisse der Zusteller

DHL: weder sicher noch pünktlich

Was ist los mit Postagentur, Paketversand und DHL? Froh und glücklich waren die Harheimerinnen und Harheimer, als Anfang April im Comet in Alt Harheim eine Postagentur öffnete. Doch die anfängliche Freude, wieder unter regelmäßigen Öffnungszeiten Pakete versenden zu können, schlägt aktuell bei vielen Kunden um in Entsetzen und Verzweiflung. Egal ob Pakete versendet werden oder empfangen werden sollen: Die Klagen der Kunden besonders über Zusteller, die teilweise kein einziges Wort Deutsch sprechen, dafür aber fließend Russisch, nimmt deutlich zu. Jüngstes Beispiel: Der Versand eines elektronischen Gerätes nach Weiden. Das Paket wurde am Montag, dem 23. Juli in der Postagentur korrekt adressiert und frankiert in Richtung Franken verschickt und stand zum Erstaunen des Absenders bereits am nächsten Tag schon wieder vor seiner Türe. Der Zusteller hatte offenbar den Unterschied zwischen „Absender“ und „Empfänger“ nicht verstanden. Aufgrund der fehlenden Sprachkenntnisse verstand der Zusteller genauso wenig, dass das Paket gar nicht nach Frankfurt, sondern in eine ganz andere Stadt transportiert werden muss. In der Folge versuchte DHL drei Mal das Paket dem Absender zuzustellen, der das aber gar nicht haben wollte. Schließlich lösten die Zusteller das Problem einfach dadurch, dass sie die eigentlich gültige Empfängeradresse durchstrichen und das Paket mit einem Aufkleber, „Empfänger nicht ermittelbar“ zurück an den Absender lieferten. Der lehnte die Annahme verständlicherweise ab und legte Belege vor, die die korrekte Empfängeradresse bestätigte, und forderte den Mitarbeiter von DHL nun schon wieder auf, den Beförderungsauftrag ordentlich durchzuführen. Der allerdings löste das Problem viel einfacher. Er gab im Computer einfach ein, dass das Paket korrekt zugestellt ist.

Dass das Paket den Empfänger im 300 km entfernten Weiden noch nicht einmal von der Ferne gesehen hat, sondern nur das sommerliche Frankfurt, das interessiert bei DHL niemanden. Hauptsache: Paket irgendwo zugestellt. Aus die Maus. Der Harheimer DHL-Kunde ist nach der € 6,99 teuren Lehrstunde irritiert. Die Deutsche Post/DHL hatte es doch tatsächlich geschafft, das Paket erfolgreich an einen Empfänger zuzustellen, den es nach DHL-Angaben gar nicht gibt. Allerdings mit dem Problem, dass auch der Empfänger nichts davon weiß. Das Paket selbst gilt mittlerweile als verschollen. Möglicherweise hat es sich aus Frust selbst vernichtet.

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24.07.2018: Imkerei und die Sache mit den Bienen und Blümchen

Imkerei

Sieht gefährlich aus, aber eigentlich sind die Tierchen ganz harmlos

Was wissen Sie über Bienen?  Hm, vielleicht dass sie Honig erzeugen und dass sie im Gegensatz zu Wespen beruhigenderweise nur einmal stechen können? Oder die Sache mit den Bienen und Blümchen – verzeihung, besser: – mit den Blüten. Denn ohne die Bestäubung der Bienen würden viele Obstbauern ziemlich in die reichlich leere Röhre gucken. Nach dem Rind und dem Schwein ist die Biene das drittwichtigste Nutztier in der Landwirtschaft. Nicht, weil man sie essen kann, auch nicht wegen dem Honig, sondern weil die Biene im Frühling sieben Tage die Woche ohne Streik arbeitet um Blümchen und Blüten zu bestäuben und nebenbei gleichzeitig Honig zu produzieren. Ein fliegender landwirtschaftlicher Betrieb also. Ohne Bienen keine Bestäubung. Dann sähe es mit den Äpfeln, Birnen und Erdbeeren schnell mau aus. Anke Schumacher, Mitglied bei der Vereinigung der Naturschützer und Jäger und im Hauptberuf Polizistin, beschäftigt sich in ihrer Freizeit seit einigen Jahren mit den emsigen kleinen Tierchen. Sechs Bienenvölker betreut sie in Harheim. Jedes Bienenvolk hat im Sommer so etwa 50.000 Bienen. 300.000 Bienen schwärmen also über dem kleinen Stadtteil aus. Bienen findet sie einfach faszinierend, auch wenn sie gelegentlich einmal gestochen wird. „Da übersieht man schnell mal, dass eine Biene irgendwo ein bisschen eingeklemmt wird, dann wehrt sie sich eben“. Der ökologische Aspekt wiegt das aber alles wieder auf. Bienen sind für ein ausgewogenes Gleichgewicht im Ökosystem extrem wichtig.

Bienen

Imkerin in Uniform bei der Arbeit

Besonders die jungen Zuhörer und Zuschauer sind ohne Angst und gebannt bei der Sache. „Biene Maja gibt’s doch nur im Fernsehen“, das wissen sie genau und einige haben auch schon im Kinderzentrum Honig geerntet. 20 Kilo Ertrag pro Volk kann da schon zusammenkommen. Reich wird man damit nicht. Aber das schöne Hobby trägt sich finanziell. Da haben alle eine Menge dazugelernt, die sich an diesem Samstag Vormittag ein bisschen Zeit genommen haben für diese Informationsgelegenheit der Naturschutz- und Jägervereinigung. Aber eigentlich …. zum Umtrunk hätte es Met geben müssen….

Imkerei

Interessierte Zuhörer von Jung bis Alt

 

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