18.05.2021: Kneipe wieder offen aber kein Schnelltest zur Hand? Das DRK macht mittwochs kostenlose Corona-Schnelltests in Harheim.

Bei den freundlichen DRK-Mitarbeiter*innen ist der Test schnell gemacht und gar nicht unangenehm.

Die Inzidenzwerte sind im Sinkflug und eeeeeendlich öffnen bald in  Hessen die ersten Kneipen, Biergärten, Fitnessstudios und Figaros und Figaras. Nur gibt’s da ein kleines Problem: In der hessischen Stufe eins der Öffnungssymphonie braucht man einen aktuellen Test um in den Biergärten an den Tresen, bei der Haarschmiede an die Lockenwickler und in den Fitnessstudios an die Gewichte gelassen zu werden. Was man in der City in fast jedem Drogeriemarkt kriegt, hier draußen am Stadtrand ist das ein schwieriges Scotland Yard Suchspiel und benötigt Zeit. Die Harheimerinnen und Harheimer haben nun immer mittwochs eine schnelle und kostenlose Testmöglichkeit direkt in der Nähe. Von 13:00 Uhr bis 18:30 Uhr bietet das DRK auf dem Alten Harheimer Kirchplatz (Alt-Harheim 11) kostenlose Corona Schnelltests an. Eine vorherige Anmeldung zum Schnelltest ist hilfreich aber nicht unbedingt erforderlich. Das Ergebnis erhält man wenige Minuten nach dem Test auf die eMail-Adresse zugemailt. Nur Ihren Personalausweis sollten Sie zum Termin mitbringen.

Terminvergabe:
Link zur Terminvereinbarung kostenloser DRK-Covid-19 Antigen Bürgertest in Harheim, Alt-Harheim 11, mittwochs, 13-18:30 Uhr

https://drk-frankfurt-mobiler-firmentest.probatix.de/de/pick-slot/rapid/harheim

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17.05.2021: OB Peter Feldmann (SPD) will doch wieder den Pfingstberg bebauen.

Zwischen Harheim, Nieder-Eschbach und Nieder-Erlenbach ist doch noch Platz für ein Stadtviertel meint Frankfurts Oberbürgermeister

Eigentlich ist alles klar gewesen. Die Idee, auf den Grünflächen zwischen Nieder-Eschbach, Nieder-Erlenbach und Harheim einen neuen Stadtteil hochzuziehen war eingemottet. Die Flächen sollten unbebaut bleiben und der fruchtbare Boden weiterhin landwirtschaftlich genutzt werden. Hier sollte weder ein Betriebshof für die VGF noch ein neues Stadtviertel mit allen dazu erforderlichen Straßen, Schulen, Kindertagesstätten und öffentlichem Nahverkehr entstehen. Aber die aktuellen Koalitionsgespräche in Frankfurts Römer sind noch nicht mal abgeschlossen, da bringt Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) in einem Interview mit der Frankfurter Rundschau ohne Not den Pfingstberg wieder für billigen Wohnraum ins Gespräch. „Auch die Bebauung des Pfingstberges sollte eine Option bleiben. Die Menschen in dieser Stadt fordern endlich preisgünstigen Wohnraum“. Zur Erinnerung: es war genau der gleiche Oberbürgermeister, der wenige Monate nach seinem Amtsantritt 2012 das Pfingstberg-Areal für sein Programm „bauen, bauen bauen“ ins Visier nahm. Schließlich sind für ihn die landwirtschaftlich genutzten Flächen viel zu schade, weil da nur Zuckerrüben angebaut werden. Und Salat und Erdbeeren kann man ja auch aus China importieren. Passende Pläne für das neue Stadtviertel liegen zufälligerweise schon seit vielen Jahren in den Schubladen, entwickelt vom ehemaligen Planungsdezernenten und heutigen Projektentwickler Martin Wentz (SPD), ein ausgebildeter Diplom-Physiker. Diese Pläne könnten nach langen Jahren Schattendaseins endlich Realität und die Grünflächen doch noch erfolgreich zugebaut, versiegelt und wirtschaftlich verwertet werden.  

Noch gibts hier Landwirtschaft und klimawichtige Grünfläche

War Feldmanns Vorschlag nur ein Ablenkungsversuch von der penetrant anhänglichen AWO-Diskussion oder schafft es des Oberbürgermeisters Lieblingsidee tatsächlich in den Koalitionsvertrag von Grünen, SPD, FDP und Volt? In ein paar Tagen wissen wir vielleicht mehr. Im betroffenen Harheim wird OB Peter Feldmann und Planungsdezernent Mike Josef (SPD) absehbar auf humorlosen Widerstand stoßen, wenn es darum geht, die fürs Frankfurter Stadtklima wichtigen Grünflächen zuzubauen und zu versiegeln und gleichzeitig der regionalen Versorgung mit Lebensmittel den Garaus zu machen. Nicht nur die Grünen Harheims lehnen eine weitere Versiegelung von Grünflächen aus Klimagründen klar ab und sie hatten es geschafft, ins Grüne Frankfurter Wahlprogramm eine Pfingstbergbebauung ausdrücklich als no-go zu verankern. Auch Harheims CDU versprach bislang eisern, eine Bebauung des Pfingsbergs zu verhindern. Einzig bei der Harheimer SPD war eine ähnlich klare Position gegen ein neues Stadtviertel auf dem Pfingstberg aktuell nicht mehr in Sicht.  

Fakten:
OB Peter Feldmann zitiert aus „Frankfurter Rundschau, S-Ausgabe, 15.05.2021, Seite
F3″

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15.05.2021 Es war einmal. Als noch niemand über Corona geredet hatte: Das Motorradfreundetreffen im Grundweg.

Viele Harheimerinnen und Harheimer sind in diesen Tagen von einer seltsam schwermütigen Stimmung betroffen. Die Ursache liegt klar auf der Hand: Corona. An diesem langen Wochenende nach Vatertag hat in früheren Zeiten das Motorradfreundetreffen der MF93 stattgefunden: dreieinhalb Tage Love, Peace, Bike and Rock´n´Roll. Seit Corona zugeschlagen hat, ist nur eine leere, bleierne, graue Stimmung übrig geblieben. Also Zeit für ein Erinnerungsupdate für alle, die das Motorradfreundetreffen vermissen: So war das 2019. Und so wird es bestimmt bald wieder sein.

MF93 Bikertreffen
Rock hard …..

Gefühlte 294 Veranstaltungstipps in den gängigen Frankfurter Tageszeitungen und das Motorradfreundetreffen des MF93 war natürlich mal wieder nicht zu dabei? So ein Glück! Denn die ganzen Nobelschickimickibankerharleyprotztypen hätten gerade noch gefehlt, um aus dem einzigartigen Harheimer Kult-Event eine ganz normale Veranstaltung zu machen. Auf den Glockenschlag pünktlich um 20 Uhr rufen die ersten wummernden Töne aus dem Bass von BBC-Rock die Harheimer*innen aus Nah und Fern ins Festzelt und dann geht die Post ab wie es DHL noch nie gesehen oder gehört hat. Die ursprüngliche Vorschrift in der Satzung der Motorradfreunde, dass eine Band nur drei Mal hintereinander spielen darf, hat BBC-Rock stimm-und-Saiten-gewaltig akustisch längst zerbröselt. Die Musiker mit dem gefederten oder genetzhemdeten und schrillen Michael Bebecee am Mikrofon lassen längst tote Rockgrößen im kleinen Festzelt mystisch wieder auferstehen. Ausgewachsene Tanz-Phobiker beginnen bei dem BBC-Sound erst sachte und dann immer heftiger reflexhaft mit Füssen, Händen, Kopf und Schultern zu zucken und selbst Glatzköpfige versuchen sich im Headbanging.

Bis ein Uhr haben die Bühnenrocker Spielerlaubnis. Bis ein Uhr spielen sie mit nur kurzen Pausen während hinter der Biertheke Freiwillige alle Hände voll zu tun haben, für den flüssiggoldenen Nachschub zu sorgen, während direkt aus dem Pizzaofen einzigartige Fränkisch-Bayerische Pizza gebacken wird und wie immer kernige Jungs und vereinzelt auch zarte Mädchen mit schwerem Werkzeug versuchen, Nägel mit möglichst wenig Schlägen in den Holzblock einzuschlagen ohne dass irgendwelche Finger zu schaden kommen. Und dann fährt Präsi Jürgen Stöger standesgemäß mit dem Zweizylinder unter sich und mit der sensationellen Nachricht im Gepäck direkt vor die Bühne: BBC Rock wird auch im Jahr 2020 wieder im Harheimer Grundweg bei den Motorradfreunden MF93 die Gitarrenkoffer aufklappen, den Strom anstöpseln und wiiiiiieeeeeeeederrrrrrrr losrocken dass die Zeltwände, die Gänseblümchen im Grasboden und noch ein paar andere Dinge wackeln. Es gibt doch noch ein paar Dinge, die man nicht besser machen kann. Das Motorradfreundetreffen mit BBC-Rock gehört dazu.

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07.05.2021: Öffentliches WLAN für Harheim! Aber wie kostenlos ist kostenloses WLAN?

freies WLAN bald in Harheim?

Das muss man der neuen SPD-Fraktion im Ortsbeirat lassen: Sie legen hohes Tempo vor und fordern viel. Gleich in der ersten Sitzung geht es zur Sache. Um öffentliches WLAN. Harheims Sozialdemokraten wollen öffentliches kostenloses WLAN in der Verwaltungsstelle, auf dem Alten Harheimer Kirchplatz und im Bürgerhaus. Die Idee vom kostenlosen WLAN ist schon faszinierend und man fragt sich, warum gibt´s das eigentlich nicht schon längst überall in der Welt. Einfach in die Nähe eines Hotspots gehen, im Smartphone WLAN einstellen, und schwupps, man ist im Internet und kann mit den Freunden kostenlos Skypen, Youtube-Filme ansehen oder dringend benötigte Unterlagen herunterladen. Warum aber lehnt Frankfurts Magistrat beharrlich und stur regelmäßig ab, öffentliche WLAN-Hotspots aufzustellen, wie zuletzt in Nieder-Eschbach, Nieder-Erlenbach oder Fechenheim? Einfache Antwort: kostenloses WLAN ist für die Stadt Frankfurt zu teuer.

Zu teuer? Wieso zu teuer. WLAN-Router gibt’s doch schon für 100 Euro. Also 300 Euro, und unsere drei Standorte Verwaltungsstelle, Bürgerhaus und Alter Kirchplatz sind abgedeckt. Das kann Harheim sogar noch über den mickrigen Ortsbeiratsetat finanzieren. Und wenn schon so billig, dann sollten die Ortsbeiräte gleich noch an einen WLAN-Hotspot an der Spielstraße denken. Die Jugendlichen in Harheim haben das klar gewünscht. Sonst müssen die Kids immer fürs Insta gucken zum Kirchplatz wandern. Schöne Idee. Nur ist das mit „billig“ und mit „kostenlos“ eben so eine Sache.

In der Frankfurter Messe gibt es schon WLAN

Mit etwas Geduld finden erfahrene Ortsbeiräte in PARLIS interessante Informationen in der ST1217 aus dem Jahr 2018. Dort geht es um freies WLAN in den offenen Kinder- und Jugendeinrichtungen wie etwa im Kinder- und Jugendhaus Kalbach. Das zuständige Dezernat beschreibt, dass pro Einrichtung einmalige Investitionskosten von € 5.000 angesetzt werden und zusätzlich laufende Kosten in Höhe von € 16.000. Jedes Jahr. Pro Standort. Da ändern auch einmalige € 1.000 Zuschuss von Hessens Förderprojekt „Digitale Dorflinde“ nicht wirklich viel.

Jetzt wissen wir, warum es kostenloses WLAN überall in Frankfurt nicht gibt. Denn es muss erst mal jemand gefunden werden, der das bezahlt. Wer wird Jahr für Jahr € 48.000 für drei WLAN-Hotspots in Harheim bezahlen? Und wieviele Menschen in Harheim werden das nutzen? Das Bürgerhaus und die Verwaltungsstelle sind augenblicklich geschlossen. Im Bürgerhaus tagt jeden Monat einmal der Ortsbeirat (– und ja, natürlich müssen sich die Ortsbeiräte auch per öffentliches WLAN die Beratungsunterlagen runterladen können, wenn sie offenbar kein eigenes Internet haben….). Und wann wieder Veranstaltungen auf dem Alten Harheimer Kirchplatz stattfinden, weiß auch noch niemand.

Daher können jetzt auch plötzlich alle Harheimer Fraktionen leicht dem Antrag auf kostenloses WLAN zustimmen, selbst wenn sie noch vor kurzem WLAN auf dem Harheimer Kirchplatz unbedingt verhindern wollten. Denn allen ist klar: dass der Magistrat seine Meinung wegen den Anträgen aus Harheim ändert, das ist so sicher wie sechs Richtige im Lotto bei der nächsten Samstagsziehung.

Und wenn schon kostenloses WLAN für alle, warum denn eigentlich nicht auch zwei Frühstücksbrötchen für alle Harheimer*innen morgens um 8 zusammen mit einer Tageszeitung nach Wahl. Gesponsert vom Magistrat. Und vielleicht noch Freibier und kostenlose Parkplätze in der Innenstadt. Der Magistrat wird aber die Frankfurter*innen wegen Brötchen auf die örtlichen Bäckereien verweisen und fürs Freibier den Getränkehandel. Denn Brötchen und Getränke sind nicht das Business der Stadt Frankfurt. Genausowenig öffentliches WLAN. Da verweist die Stadt auf die Mobilfunkprovider oder auf Initiativen wie „Freifunk Frankfurt a.M.“

Also: gut gemeint ist nicht immer gut gemacht. Aber lassen wir uns doch einfach überraschen von den magischen Überzeugungskräften der Antragstellerin. Vielleicht hat der bekannterweise eher knausrige Magistrat ein Einsehen und alle Harheimer*innen können sich im Sommer, nach Ende der Corona-Ausgangssperre, auf dem Alten Harheimer Kirchplatz zum abendlichen kostenlosen Internetsurfen treffen. 


Fakten
Stellungnahme des Magistrats ST 1217 vom 09.07.2018, „WLAN im Kinder- und Jugendhaus Kalbach“
https://www.stvv.frankfurt.de/PARLISOBJ/DDD/ST_1217_2018_Stellungnahme.pdf

Stellungnahme des Magistrats ST 2112 vom 04.12.2020, „WLAN-Hotspots im öffentlichen Raum“
https://www.stvv.frankfurt.de/PARLISOBJ/DDD/ST_2112_2020_Stellungnahme.pdf

Freifunk Frankfurt a.M., Karte der aktuellen WLAN Hotspots
https://map.ffm.freifunk.net/#!/en/map

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02.05.2021: Ab sofort immer mittwochs: Das DRK bietet kostenlose Corona-Schnelltests in Harheim an.

Mit dem DRK gemeinsam gegen Corona

Wohin nur, wenn man mal kurz zum Einkaufen oder zum Friseur einen Corona-Schnelltest braucht? Gerade am Stadtrand kann das schnell zu einem kniffligen Suchspiel werden. Jetzt hilft das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Frankfurt den Harheimer*innen weiter. Ab dem 5. Mai immer Mittwochs von 13:00 Uhr bis 18:30 Uhr bietet das DRK auf dem Alten Harheimer Kirchplatz (Alt-Harheim 11) einmal wöchentlich für alle Bürger kostenlose Corona Schnelltests an. Eine vorherige Anmeldung zum Schnelltest ist zwar nicht unbedingt erforderlich aber wünschenswert, wenn Sie nicht warten wollen. Und Ihren Personalausweis sollten Sie zum Termin zusammen mit etwa 20 Minuten Zeit schon mitbringen. Nein, es handelt sich nicht schon wieder um einen Aprilscherz unserer Gute-Nachrichten-Abteilung. Der erste April ist schon gut fünf Wochen her. Der Link zur Terminvergabe steht unten. Wir danken dem DRK ausdrücklich für dieses Angebot und nun zur….

Terminvergabe:
Link zur Terminvereinbarung kostenloser DRK-Covid-19 Antigen Bürgertest in Harheim, Alt-Harheim 11, mittwochs, 13-18:30 Uhr

https://drk-frankfurt-mobiler-firmentest.probatix.de/de/pick-slot/rapid/harheim

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