19.09.2017 Harheims Grüne stellen einen eigenen WAHL-O-MAT vor.

wahlomat
Sie sind verwirrt durch so viele Parteien? Sie haben den Überblick nicht mehr, wer wofür und wer wogegen ist? Und überhaupt, mit allen Parteien haben Sie Probleme, weil die in einer Ihrer Herzensangelegenheiten etwas anders wollen?

Das ist eine schwierige Situation. Sie sind nicht zu beneiden. Vielleicht kann ich Ihnen helfen. Mit ein paar Fragen, und ein paar Anregungen. Kurz gesagt, am Ende geht es nicht um Maut oder Erbschaftssteuer, um BREXIT oder Griechenland, sondern um Ihr oder um mein oder unser aller Leben.

1. Nachhaltiger Umgang mit der Umwelt
Die Auswirkungen des Klimawandels sind beunruhigend, Überschwemmungen, Starkregen hier, Hurrikane und Tornados woanders. Erdrutsche, Überflutungen. Das sind Auswirkungen zum großen Teil durch die Erderwärmung und durch den nicht nachhaltigen Umgang mit den begrenzten Ressourcen dieser Erde. Die einzige Partei, die Ökologie und Nachhaltigkeit konsequent betreibt und dafür wirbt sind DIE GRÜNEN.

Wenn Ihnen Naturschutz und Ökologie wichtig ist, dann wählen Sie GRÜN. Wenn nicht, ist es egal, was Sie wählen.

2. Gesundes Leben und Gesunde Ernährung
Egal wie alt Sie sind und wo Sie leben: Saubere Luft, unbelastetes Wasser und eine gesunde Ernährung sind die besten Voraussetzungen für ein langes, gesundes Leben. Daher müssen giftige Schadstoffe aus Verbrennungsmotoren konsequent drastisch reduziert und Braunkohlewerke stillgelegt werden, und die Verwendung von Giften in der Landwirtschaft reduziert werden, egal ob bei der Massentierhaltung oder bei Insektiziden.

Wenn Ihnen reine Luft und gesunde Ernährung wichtig sind, dann wählen Sie GRÜN. Wenn nicht, ist es egal, was Sie wählen.

3. Energie
Die umweltfreundlichste Energie ist die, die erst gar nicht verbraucht wird. Damit die Generation nach uns überhaupt noch über ausreichend Energie verfügen kann, ist eine schnelle Energiewende hin zu regenerativer Energie aus Wind, Wasser und Sonne entscheidend. Darauf zu vertrauen, dass auch in Zukunft irgendwie der Strom aus der Steckdose kommt, ist ziemlich naiv.

Wenn Ihnen ein umweltbewusster und ressourcenschonender Umgang mit Energie wichtig ist, dann wählen Sie GRÜN. Ist ihnen Energie egal, dann können Sie auch irgend etwas anderes wählen.

So einfach kann doch Wählen sein. Probieren Sie es aus!

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05.09.2017: Integratives Wohnprojekt oder Flüchtlingswohnheim – wie geht es da weiter?

Baustelle Wohnprojekt im Niederfeld

Baustelle Wohnprojekt im Niederfeld: Betreten der Baustelle verboten.

„Müsste das Sozialdezernat nicht die Bürger noch mal informieren?“, „Wird da eigentlich gebaut oder nicht?“, „Haben die denn eine Baugenehmigung?“

Fragen über Fragen in der letzten Bürgerfragestunde des Ortsbeirates – allerdings nur wenige Antworten. Das Einzige, was Ortsvorsteher und Ortsbeiräte wussten war, dass sie nichts wussten. Jedenfalls nichts genaues. So wurde der Ortsvorsteher vorgeschickt, einmal Informationen einzuholen. Das allerdings ist nicht ganz problemfrei, da die Kommunikation mit dem Sozialdezernat ein wenig hakt.
Trotzdem lohnt es sich, den Sachstand einmal zusammenzutragen: Investor und Projektentwickler ist die Firma Solgarden. Sie wird auf dem Erbpachtgrundstück drei Gebäuderiegel bauen, in denen eine Übergangsunterkunft für Flüchtlinge, betreutes Wohnen für Seniorinnen und Senioren sowie ein Projekt für gemeinschaftliches Wohnen eingerichtet werden. Vorgesehen sind 90 Plätze für Flüchtlinge und insgesamt 24 Wohnungen für das betreute und das gemeinschaftliche Wohnen. Der Bereich des betreuten und des gemeinschaftlichen Wohnens wird nach der DIN 18040R gebaut, das schließt barrierefreie Grundrissgestaltung und die Erreichbarkeit aller Etagen mit Personenaufzügen ein.

Die anfangs dargestellte Planung, wonach der letzte Gebäudeabschnitt von Solgarden selbst vermarktet oder verkauft werden kann, ist nicht mehr aktuell. Das Liegenschaftsamt hat einer Aufteilung der Erbpachtfläche widersprochen. Daher wird die gesamte Wohnfläche an das Deutsche Rote Kreuz langfristig vermietet und das DRK wird weitervermieten. Teile des Wohnprojektes können somit nicht als Eigentumswohnungen von anderen Interessenten erworben werden. Der Teil des Wohnprojektes mit dem gemeinschaftlichen Wohnen wird ebenfalls vom DRK betrieben.

Eine Baugenehmigung liegt der Firma Solgarden vor. Zur Zeit wird die Fläche noch vom Denkmalamt auf verborgene Gegenstände geprüft. Sobald diese Prüfung abgeschlossen ist, beginnen die Baumaßnahmen. Da die Gebäude nicht unterkellert sein werden, wird mit einer zügigen Fertigstellung gerechnet. Wenn der Bau fertiggestellt ist, werden die Wohnungen nach der Vergabe des DRK bezogen. Die Entscheidung darüber, wer dort wohnen darf und wer nicht, liegt beim DRK. Ein Mitspracherecht der Nachbarn ist nicht vorgesehen. (hs)

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01.09.2017: Wahlplakate in Harheim sind schon weggeräumt. Bundestagswahl verpasst?

Oh, das Plakat der Grünen ist wohl übersehen worden

Oh, das Plakat der Grünen ist wohl übersehen worden

Irgendwas ist doch seltsam. Plötzlich sind in Harheim alle Wahlplakate verschwunden. Fast, als wäre die Bundestagswahl abgesagt worden. Oder wurden die nur geklaut? Nun, tatsächlich ist die Vermutung mit dem Klauen gar nicht so abwegig. Allerdings amtlich geklaut. Tatsächlich ist von aufmerksamen Harheimern in der letzten Woche ein Mann mit Fahrrad beobachtet worden, der die vielen Wahlplakate in der Maßbornstraße fotografiert hatte. Am Montag dieser Woche rumpelte dann ein Kleinlaster von Ffmtipptopp auf Frankfurter Gemarkung und sammelte so gut wie alle Wahlplakate ein. Im Auftrag des Straßenverkehrsamtes.

Das Straßenverkehrsamt gibt den Unschuldigen. Die Plakate hätten „gegen Auflagen verstoßen und erfüllen den Tatbestand der Ordnungswidrigkeit.“ verkündet siegesgewiss die Amtsleiterin und beruft sich auf Anzeigen, die normalerweise entweder vom Ordnungsamt oder von Bürgern gemeldet werden. Das Ordnungsamt ausgerechnet hier in Harheim? Wegen einem falsch geparkten Wahlplakat? Das hätte schon alle Zutaten zu einer Satiresendung. Gerade das Ordnungsamt wird in Harheim unwesentlich häufiger als ein Wolpertinger geortet. Also bleibt der Verdacht, dass der freundliche, ordnungsliebende, fotografierende Herr mit Fahrrad ganze Arbeit geleistet hat.

Grundsätzlich gibt es in Demokratien gelegentlich mal einen Wahlkampf, und zu den verfassungsrechtlich geschützten und geförderten Aktivitäten gehört die Information der Parteien über ihre Absichten. Das mag ja nicht immer schön sein, aber so ist das eben mal vorgesehen. In diesem Rahmen dürfen die Parteien werben, sofern ihr wirken nicht gegen andere Vorschriften verstößt. Was die Plakate betrifft, – ganz klar – die dürfen keine Ampeln und keine Verkehrsschilder bedecken und auch keine Radfahrer oder Fußgänger gefährden. Ob aber über diese Gefährdung der Verkehrssicherheit hinaus weitere Beschränkungen von zum Beispiel dem Frankfurter Straßenverkehrsamt aufgestellt werden dürfen, ist schon äusserst fraglich. Die Verwaltung ist eher dazu verpflichtet, die politischen Parteien in einer Demokratie zu stärken und zu unterstützen.

So hat das Frankfurter Straßenverkehrsamt mit einer möglicherweise sehr eigenwilligen Auslegung eigener Verordnungen die Wahlplakate einfach entwendet. Seltsam. Wenn ein Ortsbeirat nicht zugelassene Fahrzeuge beseitigt haben will oder Altkleidercontainer, die irgendwo auf dem Gehweg stehen, dann ist das den Ämtern oft genug zu kompliziert und zu aufwändig. Aber so ein Wahlplakat abzumachen und dann 95 Euro Verwaltungsgebühr einzufordern, das scheint ein funktionierendes Geschäftsmodell zu sein.

Den Begriff „Politikverdruss“ kennt man mittlerweile. Einige Ämter scheinen dem nacheifern zu wollen zu einem „Verwaltungsverdruss“. Das Hochbauamt und die Bauaufsicht hat sich in Harheim-Süd schon eloquent einen ausgesprochen schlechten Ruf erarbeitet. Das Straßenverkehrsamt geht nun in die nächste Eskalationsstufe: Wahlplakate werden konfisziert und sichergestellt und dann gegen die Entrichtung der Verwaltungsgebühr wieder zurückgegeben. Armes Deutschland. Was mag da in Zukunft noch auf uns zukommen.

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27.08.2017 Feuer frei für den Grill und Äppler marsch! – Tag der offenen Tür bei der freiwilligen Feuerwehr

Freiwillige Feuerwehr Harheim

Der Fuhrpark der Freiwilligen Feuerwehr Harheim muss heute draussen parken

Die freiwillige Feuerwehr Harheim hat eine lange traditionsreiche Geschichte. Der Tag der offenen Tür bei der freiwilligen Feuerwehr aber auch, nur nicht ganz so lange. Auch in diesem Jahr sitzen an einem sonnigen Sonntagvormittag viele Besucher vor und im Spritzenhaus mit einem Äppler oder Bratwurst in der Hand. Die Feuerwehrfahrzeuge hat man aus der Halle gefahren, die werden heute für wichtigere Aufgaben gebraucht. Damit werden ein paar aufregende Runden für die interessierten jungen Buben und Mädchen gefahren, schließlich würde man sich bei der freiwilligen Feuerwehr freuen, wenn die Jugendfeuerwehr weiterhin stark besetzt bliebe und die Feuerlösch- und Wasserpumpaufgaben irgendwann in Zukunft mal übernehmen werden. Wie gut die das schon können zeigt sich bei der lebensechten Löschvorführung lichterloh brennender Holzpaletten. In Windeseile und mit Tatütata kommt der Einsatztrupp zum Brandort gefahren, und während die Zuschauer neugierig zusehen und dabei ihren Durst löschen, löscht die Jugendfeuerwehr die lichterloh brennenden Paletten. Diejenigen, die sich noch nicht bei der Jugendfeuerwehr in Sachen Brandbekämpfung haben schulen lassen, üben derweil an dem kleinen Brennendes-Haus-Holzmodell zielspritzen. Ein wenig Üben kann nicht schaden, weil fürs Erste bekommt der ausgetrocknete Garten hinter dem Übungsmodell verdientermaßen mehr Wasser ab, als das Holzmodell selbst.

Wer ist zuerst am Brandort

Wer ist zuerst am Brandort?

Dabei ist das Feuerlöschen nur eine Nebentätigkeit. Das Hauptbetätigungsfeld der freiwilligen Brandbekämpfer liegt eher im Keller auspumpen nach einem Starkregenguss. Oder eben im Organisieren von Festen. Das wiederum spielt für den Stadtteil Harheim eine große Rolle. Stärkt es doch den Gemeinschaftsgedanken im Ort, man lernt neue Menschen kennen und nebenbei wissenswertes zur Brand- oder Katastrophenprävention. Und damit kann man auch nicht früh genug anfangen.

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26.08.2017: Frisbee statt Fussball? Die SG Harheim zeigt am Sommerfest neue Sportarten und „the spirit of the game“.

SGH Sommerfest

SGH Sommerfest

Nein, keine Angst. Bei der SG Harheim wird weiterhin ernsthaft Fussball in vielen Mannschaften und diversen Ligen gespielt. Jetzt noch motivierter, da endlich abzusehen ist, dass bald auch auf dem Spielfeld der SGH Kunstrasen verlegt wird. Beim Sommerfest der Sportgemeinschaft ist allerdings auch eine ganz andere, alternative Sportart vorgeführt worden: Frisbee Ultimate. Weil nämlich eine Frisbee-Mannschaft der Eintracht Frankfurt regelmäßig auf dem Sportgelände der SG trainiert. Frisbee Ultimate ist eine berührungslose Mannschaftssportart die ohne Schiedsrichter gespielt wird. Ohne Schiedsrichter? Kann das gehen?

Frisbee - Mannschaftssportart mit Kuschelfaktor?

Frisbee – The spirit of the game

Beim Frisbee scheint das zu funktionieren. Bei einem Foul sprechen die Beteiligten über den Vorfall und einigen sich. Weil der „Spirit of the Game“ die oberste Regel ist und die Verantwortung für Fairplay jedem einzelnen Spieler zuweist. Bei dem Spiel der Frisbeemannschaften war das zu sehen. Weder gab es lange Diskussionen, noch hässliche Fouls, noch Schwalben, und auch das Meckern beim Schiedsrichter konnte es nicht geben, weil es gar keine Schiedsrichter gab. Alles Ereignisse, die beim vorangegangenen Freundschaftsspiel der AH Allstars gegen die Mannschaft von Radio FFH offenbar wie das Salz in der Suppe dazugehörte. Vielleicht hätten die Spasskicker beider Mannschaften mal bei den Frisbee-Kollegen sich was vom „Spirit of the Game“ abschauen können. So fragt sich der wenig fußballerfahrene Zuschauer, ob die hämischen Kommentare, die spöttischen Kommentare und erregte Auseinandersetzungen auf dem Platz bei einem Freundschaftsspiel denn eigentlich normal sind.

Fussball

Freundschaftsspiel Fussball

Deswegen war die Frisbee-Vorführung ein wunderbares Plädoyer für Fairness, Freundschaft und Harmonie. Eine klare Bereicherung für das SGH-Sommerfest, das sich genauso harmonisch bis in die Nacht hineinzog. Vielleicht konnte aber wenigstens das Ergebnis der AH Allstars gegen die FFH die noch später dazugekommenen geknickten Eintracht-Fans etwas aufrichten: Die AH-Allstars besiegte die FFH Auswahl mit 2:1.

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